Erkki Hopf (* 1964 in Hamburg) ist ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Biografie Hopf lebte nach dem Abitur am Hamburger Albert-Schweitzer-Gymnasium von 1983 bis 1987 in Finnland, dem Geburtsland seiner Mutter. In dieser Zeit arbeitete er als deutscher Nachrichtensprecher für Radio Helsinki. Nach Deutschland zurückgekehrt, ließ er sich ab 1987 drei Jahre lang an der Stage School of Dance and Drama in seiner Geburtsstadt zum Schauspieler ausbilden. 1990 trat er sein erstes Engagement am Theater Lüneburg an, bevor er 1993 zum Hamburger Ohnsorg-Theater wechselte, dessen Ensemble er bis heute angehört.Biografie bei der Agentur VOXHAUS Hier spielte er bislang eine Vielzahl von Rollen, so u. a. die Titelrolle in Charleys Tante,Klaus Witzeling: "Charleys Tante" – Klamauk in neuem Kleid, Hamburger Abendblatt den lebensmüden Fotografen in De Nervbüdel, der niederdeutschen Bühnenfassung des Filmhits Die Filzlaus,Brigitte Scholz: Brillianter Spaß: "De Nervbüdel" im Ohnsorg-Theater, Hamburger Morgenpost vom 2. Juni 2014 oder den Schreiber Licht in Dat Schörengericht, der plattdeutschen Adaption des Kleist-Stückes Der zerbrochne Krug.Heinrich Oehmsen: Des Dorfrichters komödiantisches Schörengericht, Hamburger Abendblatt vom 7. Oktober 2014 Für seine Darstellung in dem Musical De lütte Horrorladen wurde Hopf 2012 mit dem Rolf-Mares-Preis ausgezeichnet. Einige Stücke unter Hopfs Mitwirkung wurden auch als hochdeutsche Inszenierungen im Fernsehen gezeigt, so z. B. Plünnenball (1999), Hamburger Bier (2000) oder Pension Schöller (2005).

Daneben ist Hopf seit 1996 umfangreich als Sprecher in zumeist niederdeutschen Hörspielproduktionen des Norddeutschen Rundfunks und Radio Bremens tätig, so seit 2011 in der Rolle des Familienvaters in der Hörspielserie Düsse Petersens.

Weiterhin arbeitet Hopf als Sprecher in vielen Bereichen, z. B. in Werbespots oder als Voice-over, sprach diverse Charaktere in der Zeichentrickserie Max und Molly und wirkt als Synchronsprecher u. a. in der Sesamstraße op Platt und in den unter dem Titel Büttenwarder op Platt ins Plattdeutsche übertragenen Folgen der Kultserie Neues aus Büttenwarder. Darüber hinaus hat Erkki Hopf eine Reihe von Hörbüchern und CDs im Bereich der Kinderliteratur aufgenommen. Für die Quatschbox des NDR sprach er verschiedene Figuren, wie beispielsweise das Urmel, Peter Pan oder Till Eulenspiegel. Außerdem gibt Hopf Schauspielunterricht.Biografie beim Jumbo Verlag

Hopf spricht neben Deutsch und Plattdeutsch auch Finnisch auf muttersprachlichem Niveau und erlernte im Musikzweig des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Klavier, Querflöte und Violoncello.

Filmografie 1985: Suuri Illusioni 1996: Strandräuber 1996: Die Ohnsorgs 1997: In Luv und Lee die Liebe 1999: Plünnenball 2000: Hamburger Bier 2000: Morgen wird alles anders 2002: Zum Teufel mit Hamlet 2002: Lustfahrt ins Paradies 2002: Jennys Rezept 2002: Die Reise nach Kapstadt 2003: Zwei wie Katz und Hund 2005: Pension Schöller 2007: Schwarze Hochzeit 2013: Lügen haben junge Beine 2019: Ein besserer Herr

Hörspiele 1996: Der Wind des Bösen – Regie: Norbert Schaeffer 1998: Moorkaten – Regie: Jochen Schütt 1998: Dat Schipp Spökenkieker – Regie: Ursula Hinrichs 1998: Eenmal Camping, jümmer Camping – Regie: Frank Grupe 1999: Großstadtindianer (5. Teil: Anzeige gegen Unbekannt) – Regie: Hans Helge Ott 1999: Mummenschanz – Regie: Rainer Gussek 1999: De Wanz – Regie: Georg Bühren 1999: De letzte Klassenfahrt – Regie: Frank Grupe 2001: Arvdeel – Regie: Frank Grupe 2001: Jümmergrön – Regie: Frank Grupe 2001: Börsen-Feever – Regie: Edgar Bessen 2001: Liebeslänglich Amrum (Folgen 4 und 8) – Regie: Frank Grupe 2001: Opwarmte Arvensupp – Regie: Wilfried Dziallas 2003: De lesen-Moritz – Regie: Hans Helge Ott 2003: Nich mit mi! – Regie: Dirk Böhling 2003: Der Drache mit den magischen Augen – Regie: Christoph Dietrich 2004: Die Zugmaus (Teil 1 und 2) – Regie: Rainer Gussek 2005: Mullworpsdörp – Regie: Jochen Schütt 2005: Jümmer Matthes – Regie: Ilka Bartels 2006: Utstüürt – Regie: Hans Helge Ott 2006: Die Lebensgeschichte, Abenteuer, Erfahrungen und Beobachtungen David Copperfields (Teil 1 bis 4) – Regie: Annette Berger 2006: Lütetsburg – Regie: Frank Grupe 2006: Ünner den Melkwoold – Regie: Hans Helge Ott 2007: Das Evangelium nach Jesus Christus (2. Teil) – Regie: Hans Gerd Krogmann 2007: Märchenkuddelmuddel bei Rübezahl – Regie: Helmut Peters 2008: Miesel und das Glibbermonster (Teil 1 und 2) – Regie: Hans Helge Ott 2009: De Füerpüster – Regie: Hans Helge Ott 2009: De Mafia is överall – Regie: Hans Helge Ott 2009: Halligstorm – Regie: Ilka Bartels 2009: Blauwaterseilen – Regie: Hans Helge Ott 2010: Handy in'n Kabeljau – Regie: Ilka Bartels 2010: De Frau in'n Daak – Regie: Hans Helge Ott 2011: Schattenkind – Regie: Hans Helge Ott 2011: Njorka un de Fents vun'n Sommer – Regie: Ilka Bartels 2011–2014: Düsse Petersens – Regie: Hans Helge Ott 2012: Der große Baresi (Teil 1 und 2) – Regie: Hans Helge Ott 2012: Die Gallanos – Zirkus trifft Krimi (Folge 1: Verdammt fiese Diebe) – Regie: Hans Helge Ott 2013: Iestappen oder Kiek na buten – Regie: Janine Lüttmann 2014: Onno Viets und der Irre vom Kiez – Regie: Wolfgang Seesko 2014: Stand der Dinge – Regie: Andrea Getto 2015: Geschichten aus der großdeutschen Metropulle (Teil 3: Einigkeit und Recht und Freiheit) – Regie: Andrea Getto 2015: Rogge – Regie: Hans Helge Ott

Auszeichnungen 2012 Rolf-Mares-Preis für seine Rolle als Simon in De lütte Horrorladen im Ohnsorg-Theater 2015 Rolf-Mares-Preis für seine Rolle als Arwin alias Zasa in Dat Narrenhuus im Ohnsorg-Theater

Weblinks

Verzeichnis der Hörspiele mit Erkki Hopf in der ARD-Hörspieldatenbank Foto von Erkki Hopf auf der Website des Ohnsorg-Theaters

Einzelnachweise

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