Date A Live () ist eine japanische Light-Novel-Reihe von Kōshi Tachibana und illustriert von Tsunako. Das Werk wurde auch in mehreren Manga-, Anime-Serien, Anime-Kinofilm und Computerspielen adaptiert.

Handlung Vor dreißig Jahren wurden große Teile Eurasiens durch ein Raumbeben verwüstet, das 150 Millionen Leben kostete. Seither tauchen diese Raumbeben weltweit, wenn auch in weit kleinerem Maßstab, immer wieder auf und zerstören die Städte. Als der Schüler Shidō Itsuka bei einer Raumbeben-Evakuierung versucht, seine Schwester zu retten, die sich laut GPS in dem zu evakuierenden Gebiet befindet, trifft er in einem Krater ein seltsames Mädchen. Von seiner kleinen Schwester Kotori erfährt er, dass das Mädchen ein „Naturgeist“ (, seirei) ist, und dass die Raumbeben ein Nebeneffekt sind, wenn diese in unsere Welt wechseln. Die Seirei selbst besitzen jeweils unterschiedliche Kräfte und Waffen, die „Engel“ (, tenshi) genannt werden (benannt nach mit dem Sephiroth assoziierten Erzengeln bzw. wenn die Seirei vor Zorn „invertieren“, nach ihren Gegenstücken der mit dem Qliphoth assoziierten Dämonen), sowie eine „göttlicher-Wille-Geistergewand“ () genannte Schutzkleidung, die je nach einem kabbalistischen Gottesnamen im Sephiroth benannt ist.

Kotori selbst ist die Kommandantin des hochentwickelten Luftschiffs Fraxinus der Organisation Ratatoskr, die auf friedlichem Wege versuchen will die Seirei unschädlich zu machen, wobei Shidō aus unbekannten Gründen die Fähigkeit besitzt, die Kräfte eines Seirei zu versiegeln, wenn er diesen küsst, und er nun dafür sorgen muss, dass die Seirei sich in ihn verlieben. Die Gegenspieler sind das Anti Spirit Team (AST) der japanischen Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte, das versucht die Seirei mit Gewalt zu beseitigen, der über Leichen gehende Waffenhersteller Deus Ex Machina Industry (DEM), sowie ein mysteriöses Phantom genanntes Wesen, das für die Seirei verantwortlich zu sein scheint.

Figuren

Hauptfiguren

Shidō ist der Protagonist der Handlung. Er wurde als Kind ausgesetzt und später von der Itsuka-Familie adoptiert, was ein Grund ist warum er mit den Seirei helfen will. Er besitzt die Fähigkeit, mit einem Kuss die Kräfte eines Seirei in sich zu versiegeln, sofern dieser ihm genug vertraut oder ihn liebt. Gleichermaßen verliert dieser Effekt seine Wirkung, sofern das Verhältnis sich zwischen beiden bzw. sich der Geisteszustand des Seirei verschlechtert. Zudem erhält er durch Aufnahme der Kräfte selbst einen kleinen Teil der Fähigkeiten, was sich insbesondere darin äußert, dass bei schweren Verletzungen seine Wunden in Flammen gehüllt und phönixgleich geheilt werden, nachdem er vor Jahren Kotori versiegelte. Die Überzeugung der Seirei erfolgt dabei, indem er sich mit diesen unterhält, während die Fraxinus den Geisteszustand der Seirei überwacht und deren Computer dann basierend darauf mehrere, wie bei einer Dating Sim bzw. Ren’ai-Adventure, mehr oder weniger sinnvolle Dialogvorschläge macht, über die die Fraxinus-Crew abstimmt und ihm dann mitteilt.

Tōka ist der erste Seirei, den Shidō trifft. Da sie selbst keine Erinnerung daran hatte, wer sie war oder, wie auch die anderen Seirei, warum sie auf der Erde erscheinen, erhielt sie am Tag ihres ersten Dates mit Shidō, einem 10. des Monats (tōka), von diesem ihren Vornamen, sowie später von Reine ihren Nachnamen, der wörtlich „Nachtschwertgott“ bedeutet. Sie ist dem 10. Aspekt, Malchuth („königliche Würde“), des Sephiroth zugeordnet, und ihr „Engel“ damit Sandalphon (, geschrieben: „Massakerfürst“), der die Form eines Langschwert, sowie eines Throns als Schwertscheide, hat, wechselt aber in Band 7, als sie von Zorn übermannt wird, zum 10. Qliphoth-Gegenaspekt zugeordneten Nahemah (, geschrieben: „Gewaltfürst“), während ihr Gewand Adonai Melech (, geschrieben: „göttlicher-Wille-Geistergewand Nr. 10“, gelesen: „Herr und König“ – der 10. Name Gottes) heißt. Tōka hat lange, schwarze Haare und ein naives und leichtgläubiges Gemüt. Nach der Versiegelung ihrer Kräfte besucht sie Shidōs Schulklasse, um in seiner Nähe zu sein, wo sie Hund und Katze mit Origami ist.

Origami ist Shidōs Klassenkameradin. Sie ist sportlich, intelligent, hat weißes, kurzes Haar sowie eine ausdruckslose, fast schon apathische Miene. Im Gegensatz dazu steht ihr an Besessenheit grenzendes Verhalten Shidō gegenüber, von dem sie die kleinsten Details weiß, und als dieser sie bei ihr zu Hause besucht, bereitet sie Energydrinks für die „Nacht“ sowie Chloroform und Handstellen für den „Notfall“ vor. Nachdem fünf Jahre zuvor ihre Eltern durch einen Seirei umkamen, hegt sie einen Hass auf diese und trat daher dem Anti Spirit Team der japanischen Armee bei, zu dessen besten Mitgliedern sie gehört, wechselte in Band 9 zu DEM, da diese ihr größere Handlungsfreiheit und bessere Ausrüstung versprachen. Da auch dies nicht ausreichte, Tōka zu besiegen, geht sie schließlich in Band 10 einen Pakt mit dem Phantom ein, um selbst zu einem Seirei zu werden, reist dann mit Kurumis Hilfe in die Vergangenheit, um ihre Eltern zu retten, nur um ironischerweise selbst jener Seirei zu sein, der für deren Tod verantwortlich war. Sie ist dem 1. Aspekt, Kether („Krone“), des Sephiroth zugeordnet. Ihr „Engel“ ist Metatron (, geschrieben: „Auslöschungsengel“) in Form einer Krone, mit der sie Lichtmagie wirkt, und ihr Gewand Ehyeh (, gelesen: „ich bin“ – der 1. Name Gottes). In Band 11 invertiert sie zum Qliphoth-Gegenaspekt Thamiel und ihr „Engel“ zu Satan (, geschrieben: „Erlösungsteufel“).

Kotori ist die 13-jährige jüngere Stiefschwester von Shidō. Sie besitzt zwei Persönlichkeiten: einen „kleiner-Schwester-Modus“ () genannten, in dem sie weiße Schleifen trägt und anhänglich und naiv ist, und wechselt dann bei schwarzen Schleifen in den „Kommandantenmodus“ (), in dem sie eine spitze Zunge sowie leicht überhebliches, aber sehr kompetentes Verhalten an den Tag legt. Sie ist Kommandantin der Fraxinus, da sie vor fünf Jahren vom Phantom zu einem Seirei gemacht wurde. Sie ist dem 5. Aspekt, Gevurah („Macht“) bzw. Din („Gerechtigkeit“), zugeordnet mit Camael (, geschrieben: „heiß brennender zerstörender Dämon“) als „Engel“, der in Form einer Hellebarde erscheint, mit dem sie über die Flammen gebietet, während sich ihr Kimono-Gewand Elohim Gibor (, gelesen: „Gott, der Allmächtige“ – der 5. Name Gottes) nennt.

Seirei

Yoshino erscheint als kleines 10/11-jähriges Mädchen mit blauen Haaren. Sie ist sehr schüchtern und überlässt das Reden ihrer Handpuppe Yoshinon (), die eine eigene abgespaltene Persönlichkeit darstellt, die ihr ideales Selbst repräsentiert und emotionale Stütze ist. Sie ist dem 4. Aspekt, Chesed („Freundlichkeit, Liebe“), zugeordnet und ihr „Engel“ ist Zadkiel (, geschrieben: „Gefrierungspuppe“) in Form einer großen, alles einfrierenden Hasenpuppe, wobei sie ihren Gegnern nie schaden will und sie daher rein defensiv einsetzt. Ihr regenmantelartiges Gewand heißt El (, gelesen: „Gott“ – der 4. Name Gottes).

mini|hochkant|Kurumi-Cosplay Kurumi erscheint als 16-jähriges Mädchen in rot-schwarzer Gothic-Lolita-Kleidung, die sich Elohim (, gelesen: „Gott“ – der 3. Name Gottes) nennt, und ihr linkes von ihren Haaren verdecktes Auge ist ein Uhrenblatt, das anzeigt, wie viel Zeit und damit Magie sie noch hat. Im Gegensatz zu den anderen Seirei hat sie keine Probleme, sich in der Menschenwelt zurechtzufinden. Kurumi hat einen aggressiven, wenn auch verspielten Charakter, und eigenhändig bereits tausende von Menschen getötet, um deren Zeit zu nehmen, wenngleich sie dies auf „böse Menschen“ beschränkt, als sie beispielsweise vier Kinder erschoss, die eine Katze mit einem Luftgewehr quälten. Sie ist dem 3. mit dem linken Auge assoziierten Aspekt, Binah („Wille, Einsicht“), zugeordnet und ihr „Engel“ Zaphkiel (, geschrieben: „Sekunde-für-Sekunde-Kaiser“) ist eine riesige Uhr mit Musketen als Uhrzeiger, mit denen sie zwölf verschiedene Kugeln unterschiedlicher Wirkung verschießen kann: Aleph zur Beschleunigung ihres Ziels, Beth zur Verlangsamung, Daleth um dessen Zeit zurückzudrehen, Zayin um dessen Zeit zu stoppen, Heth zur Wiederholung einer vergangenen Version, Yud um in dessen Vergangenheit zu schauen und Yud Beth um ihr Ziel in die Vergangenheit zu bringen. Heth nutzt sie dabei, um eine Vielzahl an Klonen von ihren früheren Selbsten zu erstellen, die sie die Arbeit machen lässt, genug Zeit/Energie heranzuschaffen, um mit Yud Beth 30 Jahre in die Vergangenheit zurückzugehen, den ersten Seirei zu töten und die folgenden Ereignisse zu verhindern. Kurumi ist die Einzige, bei der die Pläne der Fraxinus nicht funktionieren, wenngleich sie Gefallen an Shidō findet.

Die ungleichen Zwillinge Kaguya und Yuzuru bilden zusammen den Seirei Yamai, der sich irgendwann aufspaltete, und haben beide orange Haare. Kaguya ist laut, redselig und neigt zu voreiligen Handlungen, während Yuzuru ruhig und ohne Betonungen spricht, wobei sie die Angewohnheit hat, ihren Sätzen ein einzelnes Wort voranzustellen, das diese zusammenfasst, und agiert als Vernunft des Paares. Beide wetteifern stets untereinander, wobei Shidō gelegen kam, dass der hundertste, alles entscheidende Wettkampf war, wer ihn zuerst verführen kann. Beide bilden den 8. Aspekt, Hod („Majestät; Donner“) mit dem „Engel“ Raphael (, geschrieben: „Orkanritter“), mit dem sie Blitz- und Windmagie wirken. Ihr Gewand im Shibari-Stil nennt sich Elohim Tzabaoth (, gelesen: „Gott der Heerscharen“ – der 8. Name Gottes).

Miku ist ein attraktives und üppiges Mädchen, das mit 15 Jahren unter dem Namen Tsukino Yoimachi () ihr Debüt als Sängerin (Idol) hatte, deren Karriere jedoch endete als sie sich weigerte, mit einem Produzenten zu schlafen, aber entsprechende anders lautende Gerüchte aufkamen, was ihr psychisch so zu schaffen machte, dass sie schließlich ihre Stimme verlor (Aphonie). Ihre Zwangslage ausnutzend bot ihr das Phantom an, zu einem Seirei zu werden um ihre Stimme wieder zu erlangen, was sie annahm, um erneut eine Karriere als Sängerin zu starten. Aufgrund des Vorfalls mit dem Produzenten entwickelte sie einen Menschen- und insbesondere Männerhass und umgibt sich nur mit Mädchen, so dass Shidō sie als Mädchen verkleidet verführen musste. Miku ist dem 9. Aspekt, Jesod („Grundstein“), zugeordnet und ihre Waffe erscheint als Pfeifenorgel namens Gabriel (, geschrieben: „zerreisende Kriegsliedprinzessin“), mit dem sie ihre Hörer hirnwaschen, verstärken oder angreifen kann. Ihr Gewand nennt sich Shaddai El Chai (, gelesen: „der allmächtige, lebende Gott“ – der 9. Name Gottes).

Natsumi erscheint anfangs als 20-jährige junge Frau mit Idealmaßen, allerdings ist sie tatsächlich ein kränklich aussehendes Mädchen mit einem Minderwertigkeitskomplex. Als sie denkt, dass Shidō hinter ihr Geheimnis gekommen ist, bedroht sie ihn, und führt die Freundlichkeit der anderen Seirei auf Hintergedanken zurück, bis sie schließlich von deren Aktionen doch überzeugt wird und Shidō sie versiegeln lässt. Als siebten Aspekt des Sephiroth, Nezach („Ewigkeit“), ist ihr „Engel“ Haniel (, geschrieben: „Fälschungshexe“), der als Besen erscheint und mit dem sie die Gestalt von Personen und Dingen beliebig verändern kann, während ihr Gewand mit Hexenhut sich Adonai Tzabaoth (, gelesen: „Herr der Heerscharen“ – der 7. Name Gottes) nennt.

Das Phantom ist eine mysteriöse Frau, von der unklar ist, ob sie Mensch oder Seirei ist, und die ihr Aussehen und ihre Stimme hinter einem Rauschen versteckt. Sie kann Menschen zu Seirei machen, sowie die Gedanken anderer lesen und verändern, was der Grund dafür ist, das Kotori und Shidō sich nicht an die genauen Ereignisse von vor fünf Jahren erinnern können.

Sonstige

Reine ist die Analystin der Fraxinus und eine junge Frau mit dicken Augenringen, die von sich behauptet, seit 30 Jahren nicht ordentlich geschlafen zu haben. Sie sorgt dafür, dass Tōka und die Yamai-Schwestern an Shidōs Schule kommen und lässt sich auch selbst als Lehrerin dorthin versetzen.