Komtess Else ist der zweite Film aus der „Else“-Serie, die zwischen 1916 und 1921 entstanden ist. Paul Otto hat ihn 1916 für Jules Greenbaum in Berlin inszeniert. Die Hauptrollen spielen Else Eckersberg und Kurt Vespermann vgl. steffi-line: "Nach einer Reihe von Lustspielen unter anderem mit der Theatermimin Else Eckersberg (1895 – 1989) als Partnerin ..." .
Handlung Komtess Else soll heiraten. Um den ihr Zugedachten auf die Probe zu stellen, tritt sie einer Damenkapelle bei.
Hintergrund “Komtess Else” war Teil einer Serie mit der Theaterschauspielerin Else Eckersberg “1916 spielte sie die Hauptrolle in Komtess Else, der zwei weitere Filme als Fortsetzungen folgten: Else als Detektiv (1917) und Else und ihr Vetter (1917)”, vgl. Knerger, Theater/TV/Film . Produziert wurde er durch die Jules Grenbaum-Film GmbH Berlin Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts neben Oskar Messter der wohl wichtigste Produzent in Deutschland, vgl. Cinegraph Lexikon zum deutschsprachigen Film . Das Drehbuch schrieben Franz Eckstein und Rosa Porten, die ältere Schwester der Darstellerin Henny Porten, mit welcher er seit 1914 verheiratet war. Der Film lag der Berliner Polizei in einer Länge von 3 Akten vor und erhielt unter der No. 39992 Jugendverbot. Er wurde am 17. November 1916 in Berlin im Tauentzien-Palast uraufgeführt Angaben nach GECD #27479; zum Kino vgl. Zglinicki S. 449.
“Komtess” ist die nach 1918 außer Gebrauch gekommene Anrede für die unverheiratete Tochter eines Grafen (von lat. comitessa / französisch comtesse). Die Musikerinnen von Damenkapellen gehörten zur Unterhaltungskultur, die sich in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts mit Zirkus und Varieté, Caféhaus- und Tanzmusik herausbildete, und galten damit als sog. „Künstler niederer Gattung“ vgl. Kaufmann (1997), S. 13 .
Rezeption Er wurde besprochen in:
Der Film No. 42, 1916 Der Film No. 44, 1916 Kinematograph No. 517, 1916
und ist erfasst bei
Birett: Verzeichnis in Deutschland gelaufener Filme, No. 387, 1916 GECD #27479
Literatur Herbert Birett: Verzeichnis in Deutschland gelaufener Filme. München: Saur, 1980 Thomas Brandlmeier: Der komische Kintopp. Frühe deutsche Filmkomödie 1895-1917 (= Erweiterte deutsche Fassung von: Early German Film Comedy, 1895-1917). In: Thomas Elsaesser (Hrsg.): A Second Life. German Cinema's First Decades. Amsterdam: Amsterdam University Press 1996, S. 103–113.
Dorothea Kaufmann: "Wenn Damen pfeifen gehen die Gracien flöten". Die Musikerin in der deutschen Tanz- und Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts, Oldenburg 1986 (Staatsexamensarbeit), S. 52–63, m. Abb., Volltext Dorothea Kaufmann: „... routinierte Trommlerin gesucht“ – Musikerin in einer Damenkapelle. Zum Bild eines vergessenen Frauenberufes aus der Kaiserzeit. Karben: Verlag Coda 1997, ISBN 978-3-00-001838-1. 237 Seiten Friedrich von Zglinicki: Der Weg des Films. Geschichte der Kinematographie und ihrer Vorläufer. Berlin: Rembrandt Verlag 1956.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1916 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Stummfilm Kategorie:Kurzfilm Kategorie:Filmkomödie