mini|Sebastià Alzamora i Martín (2014) Sebastià Alzamora i Martín (* 6. März 1972 in Llucmajor, Balearen) ist ein spanischer Schriftsteller, der in katalanischer Sprache schreibt. „Sebastià Alzamora i Martin“, Gran Enciclopèdia Catalana. Version vom 16. April 2015. Er studierte katalanische Philologie an der Universität der Balearen und zog 1995 nach dem Studienabschluss nach Barcelona, wo er seither wohnt und arbeitet.
Neben seiner Arbeit als Schriftsteller arbeitet er für die Universität und andere kulturelle Institutionen. Er ist Mitglied des Institut d'Estudis Balearics. Er arbeitete im Verlag Destino und beim Verlag Moll. Guillem Molla, “Biografia” , bio- und bibliografische Karteikarte auf der Webseite des Autorenvereins Associació d'Escriptors en Llengua Catalana Er schreibt zeitweilig Kolumnen in den Tageszeitungen Avui und Ara.
1989 debütierte er mit der Gedichtsammlung Rafel, die im selben Jahr mit dem Preis Salvador Espriu ausgezeichnet wurde.“Alzamora Martín, Sebastià” , Qui és qui. Índex d'autors, Generalitat de Catalunya, Kulturministerium, 16. Mai 2014. Rafel ist eine lange Elegie in 775 Zehnsilblern mit Reflexionen über den frühen Tod eines jungen Freundes. Die Kritiker zeigten sich erstaunt, wie viel Reife ein so junger Autor an den Tag lege.Miquel Àngel Riera i Nadal, im „Vorrede“ zur Erstausgabe von Rafel, Edicions62, 1994. Im Jahr 1996 folgten drei neue Sammlungen: Formes del Cercle, Apoteosi, mit dem Preis Bartomeu Rosselló-Porcel ausgezeichnet und die zweisprachige Ausgabe El Llinatge mit Übersetzung in die spanische Sprache von Josep Jordana.
Als Romanautor debütierte er 1999 mit L'extinció, einem poetischen und experimentellen Roman, der mit dem Premi Documenta ausgezeichnet wurde. Dann folgte Mula morta und 2003 El Benestar, das erste Werk, das in Barcelona spielt und einer seiner bisher größten Erfolge. Mit Crim de sang („Bluttat“) im Jahr 2011, gewann er im Folgejahr den Premi Sant Jordi. Dem Kritiker Melcior Comes nach umspannt Alzamoras Roman „Monster, Maschinen, Fanatiker, aber auch schöne Prinzessinnen und gelehrte engelhaften Wesen, die nicht von dieser Welt sind“, und weiter: „seine eigene gothische oder teologische Weltanschauung [...] und seine eigentümliche Mischung aus Lebensfreude und abscheulichen Geist macht sein Buch erst wirklich attraktiv; seine romantische Wette, das Groteske mit der Suche nach tiefer regender Schönheit zu kombinieren ist ohnehin gelungen.“ Melcior Comes, „Carn de desgràcia“, Kritik von Crim de Sang in der Zeitschrift Presència, Juni 2012, zitiert von: „Sebastià Alzamora“, Lletra, La literatura catalana a Internet, Universitat Oberta de Catalunya
Er schrieb auch Erzählungen wie Història vertadera del peix Nicolaus (2003 „Die wahre Geschichte des Fisches Nikolaus“)Nummer 3 in der Serie Salón naútico, Mobil Books, 2003, ISBN 978-849623700-1. oder in Sammelbänden mit anderen Schriftstellern.
Werke (Auswahl) Gedichte Rafel (1989) Formes del Cercle, Apoteosi, El Llinatge (1996) Mula Morta (2003)
Romane L'extinció (1999) El benestar (2003) Miracle a LLucmajor (2010) Crim de Sang (2011) Dos amics de vint anys (2013). (Roman über die Freundschaft zweier zwanzigjährigen Dichter: der frühgestorbene Bartomeu Rosselló-Porcell aus Mallorca und Salvador Espriu i Castelló.David Castillo, „Història d'una amistat. Alzamora presenta una novel·la sobre Espriu amb Rosselló-Pòrcel“, El Punt Avui, 21. Juni 2013, S. 66Ana Macías, „Sebastià Alzamora narra la amistad entre Espriu y Rosselló-Pòrcel“, El País, 29. Juni 2013)
Erzählungen Història vertadera del peix Nicolaus (2003) Directe al gra (2006) im Sammelband mit erotischen Erzählungen von u. a. Carles Cortés, Julià de Jòdar und Isabel-Clara Simó.
Essay Dogmàtica imparable: Abandoneu tota esperança (2005), mit Hèctor Bofill und Manual Forcano (Das programmatische Essay der Gruppe Els Imparables.) Quelle:Für eine komplette und aktualisierte Bibliografie: , auf der Webseite escriptors.cat.
Seine Werke sind ins Englische, Spanische, Französische,, Verlag Actes Sud Italienische und Dänische, jedoch bislang nicht ins Deutsche übersetzt worden.
Preise 1994: Premi Salvador Espriu, mit Rafel 1996: Premi Bartomeu Rosselló-Pòrcel der Stiftung Obra Cultural Balear. 1999: Premi Documenta de narrativa 2002: Premi Ciutat de Palma-Llorenç Villalonga, mit Sara i Jeremies 2003: Premi Jocs Florals de Barcelona, mit El Benestar 2005: Premi Josep Pla de narrativa, mit La pell i la princesa Sebastià Alzamora, Kurzbiografie auf der Webseite des Grup 62-Verlags 2008: Premi Carles Riba de poesia, mit La part visible 2011: Premi Sant Jordi, mit Crim de sang„L'escriptor mallorquí Sebastià Alzamora ha guanyat el 52è Premi Sant Jordi de novel·la, dotat amb 60.000 euros, amb l'obra ‚Crim de sang‘“, 324.cat, 21. Dezember 2011
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Katalanisch) Kategorie:Literatur (Spanien) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Erzählung Kategorie:Schriftsteller (Barcelona) Kategorie:Spanier Kategorie:Geboren 1972 Kategorie:Mann