Max Mitterer (* 11. Oktober 1887 in Aicha; † 13. Oktober 1960 in Passau) war ein deutscher katholischer Kirchenrechtler und Hochschullehrer an der Philosophisch-theologischen Hochschule Passau.
Mitterer studierte Theologie und Philosophie in Passau und München und wurde 1911 zum Priester geweiht. Ab 1915 studierte er Theologie in München bis zur Promotion 1920 in München. Anschließend studierte er Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München und in Berlin. Von 1925 bis 1929 war er als Privatgelehrter in München tätig.Matthäus Kaiser: Max Mitterer †, Archiv für katholisches Kirchenrecht, Bd. 129 (1960), S. 502 ff. 1930 wurde er als Professor für Kirchenrecht und bayerisches Staats- und Verwaltungsrecht an die Philosophisch-Theologischen Hochschule nach Passau berufen. Im November 1933 unterzeichnete er das Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler. 1936 wurde er zum Bischöflichen Geistlichen Rat ernannt. Von 1937 bis 1938 und nochmals von 1945 bis 1947 war er als Prorektor tätig.Matthäus Kaiser: Max Mitterer †, Archiv für katholisches Kirchenrecht, Bd. 129 (1960), S. 502 ff. Er betreute zudem die Professoren-Grab- und Gedenkstätte.Matthäus Kaiser: Max Mitterer †, Archiv für katholisches Kirchenrecht, Bd. 129 (1960), S. 502 ff. Ab 1943 stand er der Kongregation der Töchter vom allerheiligsten Heiland vor. Des Weiteren war er als Prosynodaldirektor, promotor iustitiae und curator sowie als Amtsanwalt vor kirchlichen Gerichten, Parteiberater und Anwalt in kirchlichen Eheprozessen tätig.Matthäus Kaiser: Max Mitterer †, Archiv für katholisches Kirchenrecht, Bd. 129 (1960), S. 502 ff. Im Jahre 1956 wurde Mitterer emeritiert.Matthäus Kaiser: Max Mitterer †, Archiv für katholisches Kirchenrecht, Bd. 129 (1960), S. 502 ff. Am 13. Oktober 1960 starb er aufgrund von Krankheit im Städtischen Krankenhaus zu Passau.Matthäus Kaiser: Max Mitterer †, Archiv für katholisches Kirchenrecht, Bd. 129 (1960), S. 502 ff.
Schriften Geschichte des Ehehindernisses der Entführung im kanonischen Recht seit Gratian. Paderborn 1924. Rechtskirche und Liebeskirche. Festschrift für Bischof Dr. Dr. Simon Konrad Landersdorfer. Verlag Passavia, Passau 1953.
Darüber hinaus wirkte Mitterer am Lexikon für Theologie und Kirche sowie an den Studienbriefen der Phil.-Theologischen Hochschule Passau mit.
Literatur Matthäus Kaiser: Max Mitterer †, Archiv für katholisches Kirchenrecht, Bd. 129 (1960), S. 502 ff. Ulrich Zangenfeind: Mitterer, Max. In: Karl Bosl: Bosls bayerische Biographie. Pustet, Regensburg 1983, ISBN 3-7917-1162-8, S. 528 (Digitalisat). Hans-Michael Körner (Hg., unter Mitarbeit von Bruno Jahn): Große Bayerische Biographische Enzyklopädie, Band 2 H-O, K. G. Saur München 2005, ISBN 3-598-11460-5.
Einzelnachweise
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