Almadén ist eine Gemeinde in der spanischen Provinz Ciudad Real der Autonomen Region Castilla-La Mancha.
Der Name leitet sich vom arabischen Begriff ab.
In der Nähe von Almadén befinden sich die größten Zinnobervorkommen der Erde. Diese werden bereits seit der Antike zur Quecksilbergewinnung abgebaut. Etwa ein Drittel des weltweit jemals geförderten Quecksilbers stammt von hier.Milara, F. Javier Carrasco: The mining park of Almadén. In: Urban Research & Practice. 4(2), 2011, S. 215–218, . In früheren Jahrhunderten wurden zu diesem Zweck oft Häftlinge eingesetzt, die häufig Quecksilbervergiftungen erlitten. Laut einer zeitgenössischen Untersuchung aus dem 16. Jahrhundert starben 24 % der Häftlinge vor Vollendung ihrer Strafzeit. Die Förderung wurde aus wirtschaftlichen Gründen und wegen des Umweltschutzes 2003 eingestellt.
An Stelle des Bergwerks Almadén wird gegenwärtig (Stand März 2013) mit Ko-Finanzierung aus dem LIFE (EU)-Programm ein Europäisches Quecksilber-Endlager errichtet. Die Abbaustätte wurde 2012 gemeinsam mit dem slowenischen Bergwerk Idrija in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.UNESCO World Heritage Centre: Heritage of Mercury. Almadén and Idrija Auf dem Gelände der Mine wurde ein Museum errichtet, von dem aus auch Führungen ins Innere der Anlagen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert angeboten werden.MAYASA:
Weblinks
Informationen zu Geschichte und Gastronomie Almadéns in spanischer Sprache http://www.ecologistasenaccion.org/article.php3?id_article=1894
Betreiber des Endlagers und des Museums
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Kastilien-La Mancha Kategorie:Erbe des Quecksilbers: Almadén und Idrija