mini|Stefanie Reinsperger (2019) Stefanie Reinsperger (geboren am 30. Jänner 1988 in Baden bei Wien) ist eine österreichische Film- und Theaterschauspielerin. Sie gehörte ab 2017 dem Berliner Ensemble an und kehrte 2024 ans Wiener Burgtheater zurück, an dem sie bereits ab 2014 tätig war.
Leben und Werk Reinsperger wuchs zeitweise in London auf, wo ihr Vater für das österreichische Außenministerium arbeitete.Barbara Petsch: Stefanie Reinsperger: »Wut zu zeigen, fällt mir ganz leicht!«, Die Presse, 22. Juni 2014. Nach Absolvierung der Vienna Business School Mödling schloss sie im Juni 2011 ihre Ausbildung am Wiener Max Reinhardt Seminar mit Diplom ab, spielte davor bereits am Wiener Volkstheater die Sunshine Doré in Harold und Maude und wurde dann sofort ans Schauspielhaus Düsseldorf verpflichtet. Dort übernahm sie dann einige Hauptrollen, wie Medea oder Barbarina im Figaro von Beaumarchais, Effie in Klaus und Erika oder Eve in Heinrich von Kleists Lustspiel Der zerbrochne Krug.
2014 wurde sie ans Burgtheater engagiert, wo sie in Gegenwartsstücken eingesetzt wurde: in den beiden Uraufführungen Die lächerliche Finsternis von Wolfram Lotz und die unverheiratete von Ewald Palmetshofer sowie in der österreichischen Erstaufführung von Elfriede Jelineks Die Schutzbefohlenen. Beide Uraufführungsinszenierungen wurden zum Berliner Theatertreffen 2015 eingeladen. Ihre erste Rolle an der Burg war – im Lotz-Stück – ein somalischer Fischer, der Pirat wird.
In der Spielzeit 2015/16 wechselte sie an das Volkstheater.Wolfgang Kralicek: Die will nur spielen. In: Theater heute, Ausgabe Mai 2015, S. 43. Im Sommer 2017 und 2018 spielte sie die Rolle der Buhlschaft im Jedermann von Hugo von Hofmannsthal bei den Salzburger Festspielen.ORF: Moretti, Reinsperger neu bei „Jedermann“, 3. November 2016.
Für die Spielzeit 2017/18 wechselte sie vom Volkstheater zum Berliner Ensemble und spielte am 22. September 2017 in der Premiere von Bertolt Brechts Der kaukasische Kreidekreis die Magd Grusche Vachnadze.
2020 stieß Reinsperger als Hauptkommissarin Rosa Herzog zum Ermittlerteam Faber und Bönisch des Dortmunder Tatorts, sie ersetzte Aylin Tezel.Stefanie Reinsperger neue Tatort-Ermittlerin: Beförderung zur Hauptkommissarin, nachtkritik.de vom 9. Juli 2020, abgerufen am 11. Juli 2020. Im August 2025 wurde ihr Ausstieg aus der Reihe bekanntgegeben, der letzte Film mit ihr mit dem Titel Schmerz wurde am 22. Februar 2026 im Ersten erstmals ausgestrahlt.
2022 veröffentlichte sie ihr erstes Buch Ganz schön wütend über ihre nicht immer positiven Erfahrungen in ihrem bisherigen Leben als Schauspielerin und über Anfeindungen wegen ihres Aussehens.
Ab der Spielzeit 2024/25, in der damit beginnenden Direktion von Stefan Bachmann, gehört Stefanie Reinsperger wieder zum Ensemble des Burgtheaters. Im April 2025 feierte sie dort mit der Uraufführung des Monologes Elisabeth! von Mareike Fallwickl über Elisabeth von Österreich-Ungarn Premiere.
Zitat
Theater (Auswahl) 2014: Die lächerliche Finsternis, Burgtheater 2014: die unverheiratete, Burgtheater 2015: Selbstbezichtigung, Berliner Ensemble 2016: Das Narrenschiff, Volkstheater 2016: Medea, Volkstheater 2017/18: Jedermann, Salzburger Festspiele 2017: Der kaukasische Kreidekreis, Berliner Ensemble 2017: Les Misérables, Berliner Ensemble 2019: Baal, Berliner Ensemble 2012: Schwarzwasser, Berliner Ensemble 2022: Der Theatermacher, Berliner Ensemble 2022: Phaidras Liebe, Berliner Ensemble 2023: Mutti, was machst du da?, Berliner Ensemble 2025: Die heilige Johanna der Schlachthöfe, Berliner Ensemble 2025: Elisabeth!, Burgtheater Wienderstandard.at vom 12. April 2025: Burgtheater: Stefanie Reinsperger haut in "Elisabeth!" auf den Putz; abgerufen am 12. April 2025.
Filmografie (Auswahl)
Auszeichnungen 2013: Ensemblepreis für Der zerbrochne Krug beim NRW Theatertreffen, Bielefeld 2013: Publikumspreis als Beste Nachwuchsschauspielerin, Schauspielhaus Düsseldorf 2015: Schauspielerin des Jahres und Nachwuchsschauspielerin des Jahres, Kritikerumfrage des Fachblatts Theater heutederStandard.at – Kritikerumfrage: Burgtheater zum Theater des Jahres gewählt. APA-Meldung vom 27. August 2015, abgerufen am 27. August 2015. 2015: Nestroy in der Kategorie Bester Nachwuchs weiblich für ihre Darstellung in Die lächerliche Finsternis am Akademietheater WienNestroys: Wuttke und Orth sind "Beste Schauspieler". Artikel vom 2. November 2015, abgerufen am 2. November 2015. 2015: Dorothea-Neff-Preis (Beste schauspielerische Leistung) für Fasching, Nora³, Selbstbezichtigung, Romeo und Julia, Iwanow 2022: Romy in der Kategorie Beliebteste Schauspielerin Serie/Reihe 2022: Helene Weigel Theaterpreis für außergewöhnliche künstlerische Leistungen, vergeben vom Freundeskreises des Berliner Ensembles 2025: Österreicherin des Jahres in der Kategorie Kulturerbe 2026: Elisabeth-Orth-Preis
Literatur Wolfgang Kralicek: Die will nur spielen. Porträt in: Theater heute, Ausgabe Mai 2015, S. 40–43.
Werk
Weblinks
Stefanie Reinsperger bei castupload.com
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Burgschauspieler Kategorie:Nestroypreisträger Kategorie:Romy-Preisträger Kategorie:Österreicher des Jahres Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1988 Kategorie:Frau