Paul Wilhelm Fränkel, auch Paul Willy FränkelHandschriftensammlung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (Online) (* 12. Februar 1874 in Mutzschen; † nach 1928) war ein deutscher Architekt.Klemens Klemmer: Jüdische Baumeister in Deutschland. Architektur vor der Shoah. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1998, S. 229 ff. (Architektenverzeichnis)

Leben Fränkel studierte von 1896 bis 1900 an der Kunstakademie Dresden bei Paul Wallot.Klemens Klemmer: Jüdische Baumeister in Deutschland. Architektur vor der Shoah. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1998, S. 243. (Architektenverzeichnis)Jahrbuch der bildenden Kunst 1903. Digitalisat Bauhaus-Universität Weimar, Universitätsbibliothek (Online) Danach war er als Architekt in Düsseldorf und Hamburg tätig. Als weiterer Wirkungsort wird Leipzig genannt.Handschriftensammlung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (Online)

Über sein Leben und sein berufliches Schaffen nach 1914 ist nichts bekannt. Das Allgemeine Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts erwähnt 1955, dass Fränkel „einige Zeit in Düsseldorf, dann in Hamburg tätig“ war, verortet ihn aber als „ansässig ebda.“, womit der Geburtsort Mutzschen gemeint ist. Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek ist ein von Paul Willy Fränkel unter dem Pseudonym W. Vor-Fränki verfasstes, im Selbstverlag 1928 in Mutzschen veröffentlichtes Buch nachweisbar.

Erschwert werden biografische Forschungen durch die Verwechslungsgefahr mit dem gleichnamigen Dresdner Brückenbau-Ingenieur Wilhelm Fränkel und dem Wiener Architekten Wilhelm Fraenkel, der in der Literatur auch als Wilhelm Fränkel genannt wird.Jahrbuch der bildenden Kunst 1903, S. ? (Digitalisat Bauhaus-Universität Weimar, Universitätsbibliothek).

Werk Bauten und Entwürfe 1896: Bankgebäude in Grimma (gemeint ist möglicherweise die Mitarbeit an einem Projekt von Wallot oder ein unausgeführter Wettbewerbsentwurf) 1899: Wettbewerbsentwurf „Altar“ für Bismarck-Säulen der Deutschen Studentenschaft Der unter der Namensvariante Willy Fränkel eingereichte Entwurf wurde unter 317 eingereichten Arbeiten mit dem 4. Preis prämiert. – bismarcktuerme.deBBC Im Preisgericht des Wettbewerbs saß unter anderem Paul Wallot. 1902: Mitarbeit an den Ausstellungsbauten für den Deutschen Beton-Verein und den Verein Deutscher Portland-Cement-Fabricanten auf der Industrie- und Gewerbeausstellung Düsseldorf (nach Entwurf von Albrecht Bender)Centralblatt der Bauverwaltung, 22. Jahrgang 1902, Nr. 49 (vom 21. Juni 1902) (online), S. 300 f. 1906: Landhaus "Sechslinden" für Max Emden in Klein-Flottbek (Baukosten rund 200.000 Mark),Die Kunstwelt, Deutsche Zeitschrift für die bildende Kunst, Jahrgang 1912/1913, Heft 2, Seite 509 ff. (Digitalisat)Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hamburg (Hrsg.): Hamburg und seine Bauten unter Berücksichtigung der Nachbarstädte Altona und Wandsbek. Hamburg 1914, Band 1, S. 540. Gartenarchitekt Leberecht Migge. Das Gebäude wird heute vom Jenisch Gymnasium Hamburg genutzt. 1909: Wohnhaus für Dr. Arnheim in HamburgDie Kunstwelt, Deutsche Zeitschrift für die bildende Kunst, Jahrgang 1912/1913, Heft 2, S. 515. (Digitalisat) 1909: denkmalgeschütztes Einfamilienhaus mit Beischlag, Isekai 5Erhaltungsverordnung Eppendorf, Heilwigstrasse 1910: Landhaus für die Schriftstellerin Johanna Wolff und ihren Ehemann in Hamburg-Rissen (Baukosten rund 40.000 Mark)Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hamburg (Hrsg.): Hamburg und seine Bauten unter Berücksichtigung der Nachbarstädte Altona und Wandsbek. Hamburg 1914, Band 1, S. 541. 1911: Wohnhaus für den Hamburger Immobilienkaufmann Arnold Hertz in der „Parkbesitzung Forellenau“ bei Witzhave Erstes von insgesamt drei Landhäusern, die am 4. November 1996 als „Kulturdenkmal besonderer Bedeutung in die Denkmalliste Schleswig-Holsteins eingetragen worden“ sind.Sylvia Borgmann: Die Parkbesitzung Forellenau in Witzhave. Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens GmbH & Co. KG, Heide 1997, ISBN 3-8042-0810-X, Seite 13 und Seite 38.PDF im Portal historischegaerten.de

Schriften * Hamburger Städtebaufragen und anderes, Band 1. Boysen & Maasch, Hamburg 1911. (36 Seiten) Hamburger Städtebaufragen, Band 2: Burstah. Selbstverlag, Hamburg 1911. (24 Seiten) Bauernjagd. Selbstverlag, Mutzschen 1928. (80 Seiten)

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Architekt (Hamburg) Kategorie:Architekt (Düsseldorf) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1874 Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann