mini|Takeuchi Seihō mini|212px|"Gefleckte Katze"Takeuchis bekanntestes Bild (Yamatane Kunstmuseum)Oft in der Höhe zu kurz abgebildet. Takeuchi Seihō (; * 20. Dezember 1864 in Kyōto; † 23. August 1942) war ein japanischer Maler, der die Nihonga-Richtung in Kyōto prägte.

Leben und Werk Takeuchi wurde als Tsunekichi () in Kyōto geboren. Im Alter von vierzehn Jahren begann er unter Tsuchida Eirin zu studieren, ab 1881 bildete er sich unter dem Maler der Shijō-Schule Kōno Bairei (; 1844–1895) weiter. Ab 1883 arbeitete er an der Kunstschule der Präfektur Kyōto (, Kyōto-fu gagakkō), begann auszustellen und erhielt erste Anerkennung. So gewann er zwei Silberpokale für sein Bild „Frühling in einem verlassenen Garten“ (, haien shunshoku) auf der zweiten Ausstellung (1887) der Japan Painting Society (, Nihon kaiga kyōkai) und für „Die zwölf Monate“ (, jūnikagetsu) auf der Ausstellung (1899). Im selben Jahr wurde er auch Lehrer an der Städtischen Kunstschule in Kyōto (Kyōto-shi Bijutsu Gakkō). Zu dieser Zeit malte er in der Art der Maruyama-Shijō-Schule mit Anlehnungen an das Yamato-e und an die chinesische Malerei.

Im Jahr 1900 besuchte Takeuchi Frankreich, wo er einen Preis auf der Pariser Ausstellung gewann. Nach dem Besuch weiterer Länder in Europa kehrte er am Ende des Jahres nach Japan zurück. Er bewunderte Turner und Corot und übernahm Elemente aus deren Malerei. Zu dieser Zeit änderte er das erste Zeichen seines Vornamens als Künstler von zu : die Aussprache blieb dabei gleich, aber nun war der Westen () darin enthalten. 1901 gewann er den ersten Preis für sein Bild "Löwe" (, Daishishi-zu) auf der Ausstellung der Gesellschaft für Neue und Alte Kunst (, Shinkobijutsu-kai) und für sein Bild "Herbst in der alten Hauptstadt" (, Koto no aki) auf der Inten-AusstellungAusstellungsreihe des von Okakura geleiteten Nihon bijutsu-in (). 1902.

1907, als das Kultusministerium begann, jährliche Kunstausstellungen unter der Kurzbezeichnung BuntenDer volle Name lautete Mombushō bijutsu tenrankai (). durchzuführen, wurde Takeuchi Mitglied der Jury und kümmerte sich um die Kyōto-Richtung des Nihonga, die sich freier entwickelte, als die Tōkyō-Richtung unter der strengen Leitung Okakura Kakuzōs. Er zeigte selbst Bilder wie im Jahr 1908 das Wandschirmpaar „Aufklärender Regen“ (, Usei), und ebenfalls 1908 „Affen und Hasen im Stall“ (, Kawaretaru saru to usagi), 1909 „Gewitterschauer“ (, Are jūdachi ni) und 1913 „Beginn eines Bildes“ (, E ni naru saisho).

1909 begann Takeuchi an der Städtischen Kunstschule Kyōto (, Kyōto shiritsu kaiga senmon gakkō) zu unterrichten; 1919 wurde er in die Akademie der Künste aufgenommen. 1937 gehörte er zu den ersten, die den neu geschaffenen Kulturorden erhielten.

Takeuchi war in einer Ausstellung mit Werken japanischer Maler der Nihonga-Richtung, die vom 17. Januar bis 28. Februar 1931 in der Preußischen Akademie der Künste, Berlin stattfand, mit zwei Bildern (darunter ChiyodajōAlternativer Name für die Burg Edo.) vertreten.Deutsche Gesellschaft für Ostasiatische Kunst, Berlin (Hrsg.): Ausstellung von Werken lebender japanischer Maler. Katalog mit einer Vorrede von Wilhelm Solf. 1931.

Zu seinen Schülern gehören Nishiyama Suishō, Tsuchida Bakusen, Nishiura Goun, Uemura Shōen, Tokuoka Shinsen und andere.

Galerie

Literatur S. Noma (Hrsg.): Takeuchi Seihō. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1516. Yukata Tazawa: Biographical dictionary of Japanese art. Kodansha International, Tokyo 1981, ISBN 0-87011-488-3.

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Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Japan) Kategorie:Japaner Kategorie:Träger des japanischen Kulturordens Kategorie:Geboren 1864 Kategorie:Gestorben 1942 Kategorie:Mann