Louis Ferdinand Helbig (* 2. September 1935 in Liegnitz, Provinz Niederschlesien; † 3. Dezember 2019 https://billiongraves.com/grave/Louis-Ferdinand-Helbig/52533539 Grabstein bei Billion Graves in Berlin) war ein deutscher Germanist und Literaturhistoriker.
Leben Helbig besuchte die Volksschule in Sagan. Nach der Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950 machte er 1955 das Abitur am Helmholtz-Gymnasium Heidelberg. Nach einer Lehre als Großhandelskaufmann in Ludwigshafen am Rhein emigrierte er 1958 nach Kanada, wo er zunächst in der Industrie arbeitete. Von 1963 bis 1969 studierte er Germanistik, Geschichte und Philosophie an der University of Alberta und der University of Waterloo. In Waterloo wurde er 1969 zum Ph.D. promoviert.Dissertation: Zitatprobleme und historische Wahrheit in Georg Büchners Drama ‚Dantons Tod‘. Danach war er Professor an der Indiana University Bloomington und bis 1976 Direktor ihres Institute of German Studies. Er war ab 1985 mehrmals Gastprofessor an der Universität Dortmund und ihrer Forschungsstelle Ostmitteleuropa. Ab 1995 war er Lehrbeauftragter an der Universität Savoyen. Seit 2000 lehrte und forschte er am Germanistischen Institut der Universität Zielona Góra im heimatlichen Schlesien.
Ehrungen Georg-Dehio-Preis der Künstlergilde Esslingen (1993)
Werke Der ungeheure Verlust. Flucht und Vertreibung aus dem Osten in der deutschsprachigen Belletristik der Nachkriegszeit, 3. Auflage. Otto Harrassowitz, Wiesbaden. ISBN 978-3447037860. Google Books
Mitgliedschaften (Auswahl) Paul-Ernst-Gesellschaft
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Einzelnachweise
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