Ohä lätz! De Bünzli wird energisch! ist ein Schweizer Dialekttonfilm, den Fredy Scheim nach eigenem Drehbuch 1935 inszenierte und darin auch die Titelrolle spielte. An seiner Seite ist Rudolf Bernhard zu sehen.
Handlung
Hintergrund Der in Biel geborene, als «Zürcher Fredi» bekannt gewordene Volksschauspieler und Dialektkomiker Fredy Scheim (1892–1957), der in den 1920er Jahren mit einer eigenen Theatertruppe auftrat und durch Grammophonaufnahmen populär warBerthold Leimbach: Tondokumente der Kleinkunst und ihre Interpreten 1898–1945. Eigenverlag, Göttingen 1991., hatte mit der Titelgestalt in seinem Bühnenschwank Chäsfabrikant Heiri Bünzli eine Figur geschaffen, die den Schweizer Kleinbürger karikierte und sehr schnell zu einem Begriff wurde: den «Bünzli».zum Namen «Bünzli» vgl. Christoph Landolt, Martin Graf: Bünzli. In: Wortgeschichten, online veröffentlicht von der Redaktion des Schweizerischen Idiotikons, Beitrag vom 4. Juli 2012: «Die populäre Bühnenfigur Heiri Bünzli aus Fredy Scheims ‹Käsefabrikant Heiri Bünzli› und aus seinen Filmen ‹Bünzli’s Grossstadt-Erlebnisse› (1930) und ‹Ohä lätz! De Bünzli wird energisch!› (1935) haben zweifellos kräftig dazu beigetragen, die heutige Bedeutung Bünzli als Synonym für den Spiessbürger im allgemeinen Sprachgebrauch zu verankern.» – Überdies: «Hast du übrigens gewusst, dass der Begriff Bünzli populär wurde dank eines Schweizer Films aus den 1930er-Jahren? Er heisst ‹Bünzli’s Grossstadt-Erlebnisse› und ist von Robert Wohlmuth, von dem auch ‹Das Kabinett des Dr. Larifari› stammt.» (Max Küng: Bünzli is not dead, auf , 18. September 2013).
Um ihn drehte Scheim zu Beginn der Tonfilmzeit zwei Dialektfilme, Bünzlis Großstadterlebnisse 1930 und Ohä lätz! De Bünzli wird energisch! 1935,Aeppli und Buache geben als Entstehungsjahr 1931 an. letzteren zusammen mit dem Schweizer Schauspieler Rudolf Bernhard (* 26. März 1901 in Basel; † 21. Oktober 1962 in Zürich), der bereits sein Bühnenpartner gewesen ist.So bei ; er hatte seine ersten Schauspielerfahrungen bei Karl Valentin in München und beim Kabarett der Komiker in Berlin erhalten und war während 30 Jahren einer der beliebtesten Komiker der Deutschschweiz, vgl. geburtstag.cfm Für beide Filme schrieb er selbst die Drehbücher; bei letzterem führte er auch Regie.So Aeppli, Filmographie
Ohä lätz! De Bünzli wird energisch! gilt wie auch Bünzlis Großstadterlebnisse als verschollen.
Literatur André Amsler: Rückblende – Vom Schwarzweissfilm zum Digitalvideo; fünfzig Jahre Produktionstechnik. Verlag Chronos, Zürich 2004, ISBN 978-3-03-400689-7, S. 9. Freddy Buache: Le cinéma suisse. Lausanne, Editions L’age d’Homme. 1974. (französisch) Hervé Dumont: Geschichte des Schweizer Films. Spielfilme 1896–1965. Schweizer Filmarchiv / Cinémathèque suisse, Lausanne 1987, ISBN 2-88267-001-X. Tobias Hoffmann-Allenspach: Fredy Scheim. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Chronos Verlag, Zürich 2005, Band 3, S. 1593. Berthold Leimbach: Tondokumente der Kleinkunst und ihre Interpreten 1898–1945. Eigenverlag, Göttingen 1991. Amir Mustedanagić: Bünzli – Vom Namen zur Beschimpfung. In: Tageswoche vom 4. April 2013. Mauro Werlen: Ohä lätz! De Bünzli wird energisch! In: Supersozial vom 27. August 2014. (Online). Werner Wider, Felix Aeppli: Der Schweizer Film 1929–1964: die Schweiz als Ritual. Band 2, Materialien. Limmat Verlag, Zürich 1981, ISBN 3-85791-034-8.
Weblinks
Felix Aeppli: Filmographie der Schweiz, 1929–1939, (hier, wie bei Buache, ist als Entstehungsjahr 1931 angegeben) Freddy Buache: Nr. 88, 1931, S. 130 Ohä lätz! De Bünzli wird energisch!, d-nb
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1935 Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Schweizer Film Kategorie:Filmkomödie