Die Hochschule der bildenden Künste Essen (kurz HBK Essen, englisch University of Fine Arts Essen) ist eine staatlich anerkannte Kunsthochschule in Essen, die sich in privater Trägerschaft befindet.

Der Hochschulbetrieb fand bis zum Sommersemester 2025 an zwei Standorten im Essener Stadtteil Kupferdreh auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Prinz Friedrich und in der einstigen Bandweberfabrik Kaiser & Dicke in Wuppertal-Barmen statt.

Seit dem Wintersemester 2025/26 hat die HBK Essen ihren Studienbetrieb in der ehemaligen St. Gertrud Kirche, dem gegenüberliegenden Brecklinghaus und angrenzenden Gebäuden im Norden der Essener Innenstadt unter der Bezeichnung Kreativcampus City.Nord gebündelt.

Die mehrgeschossige umgebaute Kirche St. Gertrud, nun „TRUDI“, die KreativKathedrale, steht im Zentrum des Campus und des Kreativquartiers Essen City.Nord. Der obere Raum der Kirche ist in Kooperation mit der Hochschule gleichzeitig einer der Spielorte der Manifesta 16 im Jahr 2026.

Geschichte Die HBK Essen wurde 2013 gegründet. Die drei akkreditierten B.F.A.-Studiengänge Malerei/Grafik, Bildhauerei (seit WiSe 2022/23 Skulptur/Installation) und Fotografie/Medienkunst wurden von der Freien Akademie der bildenden Künste Essen (fadbk), die parallel fortbesteht, übernommen. Mit Bescheid des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF NRW) vom 8. November 2013 ist die HBK Essen eine staatlich anerkannte Kunsthochschule. Zum Wintersemester 2013/14 nahmen 26 Studierende erstmals das Studium an der HBK Essen auf. Als erste Professoren wurden Milo Köpp (Bildhauerei), Carsten Gliese (Fotografie/Medienkunst) und Stephan Paul Schneider (Malerei/Grafik) berufen.

Seit dem Wintersemester 2019/20 bietet die HBK Essen die drei akkreditierten B.A.-Studiengänge Game Art and Design, Digital Media Design und Digitales Produktdesign an. Letzterer wurde zum Wintersemester 2022/23 in Digital Fabrication Design umbenannt. Mit der Erweiterung des künstlerischen Studienangebotes um drei Designstudiengänge verknüpft die Hochschule den Schwerpunkt zeitgenössischer bildender Kunst mit anwendungsorientierter, innovativer Gestaltung für digitale Medien.

Zum Sommersemester 2021 startete der projektorientierte und disziplinübergreifende Masterstudiengang Kunst und Kooperation.

Durch steigende Studierendenzahlen bedingt, bezogen zum Wintersemester 2021/22 die Fachgebiete Malerei/Grafik (B.F.A.), Kunst und Kooperation (M.F.A.) und das Institut für Kunst- und Designwissenschaft der HBK Essen offiziell die Räumlichkeiten eines neuen zusätzlichen Standortes in Wuppertal.

Zum Wintersemester 24/25 wurde außerdem der Masterstudiengang Professional Games and Digital Media (M.F.A.) eingeführt, der nun auch den Designbereich bis zum Masterabschluss erweitert.

Zum Wintersemester 25/26 erfolgte der Umzug an einen zentralen Campus in der Essener Innenstadt und die Aufgabe der bisherigen Campi. Dort sind seither alle Einrichtungen der HBK Essen gebündelt und die bisher weitehend getrennten Bereiche der freien Kunst und des Designs vereint.

Studiengänge Die HBK Essen setzt in Lehre und Forschung den Fokus auf ganzheitliche und fachübergreifende Denk- und Arbeitsansätze und die Verbindung von Praxis, kunst- und designbezogener Theorie und Wissenschaft. Die Hochschule gliedert sich wie folgt:

Fakultät für Kunst Fakultät für Design Institut für Kunst- und Designwissenschaft

Bachelorstudiengänge

Kunst (B.F.A.)

Skulptur/Installation Fotografie/Medienkunst Malerei/Grafik

Die drei B.F.A.-Studiengänge sind mit dem Ziel einer praxisorientierten Ausbildung im Bereich der freien bildenden Kunst fachgebietsbezogen konzipiert und ausgerichtet. Verliehen wird der Bachelor of Fine Arts.

Design (B.A.)

Game Art and Design Digital Media Design Digital Fabrication Design

Verliehen wird der Bachelor of Arts.

Masterstudiengänge

Kunst (M.F.A.)

Kunst und Kooperation Design (M.F.A.)

Professional Games and Digital Media

Verliehen wird der Master of Fine Arts.

Trägerschaft Die HBK Essen befindet sich in privater Trägerschaft in Form einer GmbH.

Professoren Sabine Bartelsheim (* 1965), Kunstwissenschaft Lena Falkenhagen (* 1973), Game Art and Design Martin Ganteföhr (* 1969), Game Art and Design, Präsident Carsten Gliese (* 1965), Fotografie/Medienkunst Felix Groll, Game Art and Design Federico Alvarez Igarzàbal, Designwissenschaft Anja Kempe (* 1973), Fotografie/Medienkunst Tobias Kreter, Game Art and Design Daniel Lorberg(* 1983), Professor für Politische Ökonomie und Entrepreneurship, Kanzler Nadiya Morenko, Digital Media Design Yevgeniya Safronova (* 1977), Skulptur/Installation Marie-Céline Schäfer, Digital Fabrication Design Nicola Stäglich (* 1970), Malerei/Grafik Tim Trantenroth (* 1969), Malerei/Grafik Markus Vater (* 1970), Malerei/Grafik, Vizepräsident Thomas Wrede (* 1963), Fotografie/Medienkunst

Werkstätten Druckgrafik Formbau/Gussverfahren Film/Video Fotografie Holz 3D-Druck/FabLab

Weblinks

Offizielle Website

Einzelnachweise

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