Eduard Josef Enzmann (* 1. August 1882 in Faberhütten bei Kaaden, Böhmen; † 18. Mai 1965 in Gießen) war ein deutscher Landschaftsmaler. Er signierte auch mit Ed. Enzmann.

Leben Enzmann wurde im damaligen Wernsdorfer Ortsteil Faberhütten bei Kaaden geboren., Heimatkreisverein Kaaden Duppau. Werndorf (Vernéřov) ist später selbst nach Klášterec nad Ohří (Klösterle an der Eger) eingemeindet worden. Seine Eltern waren der Müller Wenzel Franz Enzmann und Theresia geb. Pleil aus Köstelwald bei Kaaden. Eine Lehre als Porzellanmaler absolvierte er in Reichenberg. Während seiner Tätigkeit als Porzellanmaler wurde er vom Bildhauer Adolf Schnabel (1874–1950) künstlerisch gefördert. Mittels eines Stipendiums nahm er 1908 ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste Prag auf.Siehe hierzu Weblink zur Datenbank des Oberpfälzer Kulturbundes.

Viele seiner Landschaftsbilder, Zeichnungen und Grafiken wurden in Büchern und Zeitschriften verwendet.Der Wanderer im Riesengebirgsverein (Gesamtinhaltsverzeichnis 1881–1943), Riesengebirgsverein. So gab beispielsweise 1916 Eduard Gnendinger in Dessendorf das Buch Der Dammbruch der Talsperre an der Weißen Desse am 18. September des Kriegsjahres 1916 heraus, in dem mehrere von Enzmanns Naturstudien gezeigt werden.Eduard Gnendinger (Hrsg.): Der Dammbruch der Talsperre an der Weißen Desse am 18. September des Kriegsjahres 1916. AbeBooks. Enzmann gestaltete auch den Buchumschlag des von Adolf Wildner 1922 herausgegebenen Buches In der Sahara / Gustav Nachtigal. Auch Karl Richard Fischer verwendete für sein 1924 erstveröffentlichtes Buch Doktor Kittel. Sagen und anderes Volksgut des Isergebirges Zeichnungen Enzmanns.Karl R. Fischer: Doktor Kittel. Sagen und anderes Volksgut des Isergebirges. 2., teilweise veränderte Auflage. Zeichnungen von Eduard Enzmann. Enzmann arbeitete auch im Bereich Lithografie.Klein-Iser von Eduard Enzmann (1931), ArtPrice.com. Seine Bilder werden heute noch gezeigt.Eduard Enzmann – Devět lásek Siegfrieda Weisse, Právě dnes. 1924–1927 gestaltete er die Innenräume des Gebäudes der ehemaligen Bezirksregierung in Gablonz (Podhorská 59), u. a. mit dem sogenannten Iser-Triptychon (Denkmalschutz ÚSKP-Nr. 43866/5-5145).

Auszeichnungen 1953: Nordgau-Kulturpreis der Stadt Amberg in der Kategorie „Nordgauförderung“

Literatur Eduard Enzmann. In: Josef Weinmann: Egerländer Biografisches Lexikon. Band 1 (A–M). Gertrud Zasche: Eduard Enzmann, Maler, 1882–1965. In: Jeschken-Iser-Jahrbuch. Band 39 (1995 ), S. 55–56.

Weblinks

Einzelnachweise

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