Die Liste von Bergwerken im Lahn-Dill-Gebiet umfasst, da zum heutigen Zeitpunkt kein aktiver Bergbau stattfindet, nur stillgelegte Bergwerke, unterteilt in die jeweiligen, heutigen Bundesländer, Kreise sowie die dortigen Städte und Gemeinden bzw. Verbandsgemeinden.
Erz- und Schieferbergwerke
Lahn-Dill-Kreis
Aßlar Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Adlerstein Oberlemp Wetzlar Mangan, Eisen 1878 (vor) Florina Aßlar Wetzlar Eisen; Förderung 1853–1877: 52.672 t Eisenerz; maximale Teufe von 40 m; durch A45 überbaut; Lager 2-8 m mächtig und 320 m weit aufgefahren 1852 1891 Gefion Berghausen Wetzlar Eisen Goldgrube Berghausen Wetzlar Kupfer, Phosphorit; auch in der Goldkaute genannt; im späteren Feld Louishoffnung gelegenKarsten Porezag: „…edle Gänge an Kupffer Ertz sich reichlich zeigen…“ – Inhaltsverzeichnis 1725-05-12 (vor) Heinrich Berghausen Wetzlar Schwefelkies; südwestl, Berghausen; Versuch Kleiner Jakob Werdorf Wetzlar Eisen Lemp Oberlemp Wetzlar Kupfer Louishoffnung Berghausen / Werdorf Wetzlar Kupfer 1878 (vor) Mink Aßlar Wetzlar Kupfer Neuglück Werdorf Wetzlar Eisen Ottmar Berghausen Wetzlar Eisen Schwarzer Adler Oberlemp Wetzlar Mangan, Eisen 1878 (vor) (Der) wahre Jacob Aßlar Wetzlar Roteisenstein; geringer Abbau 1978 (vor)
Bischoffen Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Eisenstückseite Bischoffen Dillenburg Roteisenstein, der in der Justushütte in Weidenhausen verschmolzen wurde 1860 (um) Lina Catharina II Niederweidbach Dillenburg Kupfer, Blei, Eisen; verliehen am 25.3.1870 1868-12-09 Recken Bischoffen Dillenburg Eisen
Braunfels Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Abendstern Tiefenbach Wetzlar Eisen; auf der linken Seite des Iserbachtals; Betriebspunkt von Gutglück 1878 (vor) Alsenstollen Braunfels Wetzlar Eisen; Betriebspunkt der Grube GutglückGeorg, Haus, Porezag 1909 Altenkirchnerwald Philippstein Wetzlar Grubenfeld südlich von Phillipsstein Amersbacher Stollen Tiefenbach Wetzlar Eisen Anna Tiefenbach Wetzlar Eisen (Roteisenstein); 1837-01-18 verliehen; konsolidiert am 30.12.1865; erweitert am 16.07.1870; mit einem Eisengehalt teilweise 60 % sehr ertragreich; um 1900 140 Beschäftigte; 2 Stollen (1867 Oberstollen auf Hirschhausener Gemarkung 262,8 m üNN; 1883 Tiefer Stollen (827 m lang auf 198,9 m üNN)); 1901 Blindschacht mit 105 m Teufe; 1913 Maschinenschacht (75 m); 2 Dampfhaspeln unter Tage (mit 110 m Kaminabzug); ab 1908 Bau einer Generatorenhalle zur eigenen Stromversorgung, eine Überlandleitung gab es noch nicht; Betriebsstillstand 1925–1937; Anna-Stollen: ; Förderung: 1913 22.891 t, 1914 6.379 t, 1915 7.598 t, 1916 10.127t; Gesamtförderung: 923.195 tGrube Anna – Stadt Braunfels, abgerufen am 9. April 2015.Grube AnnaErzgruben an der Lindelbachbahn 1836 1949-07-15 120px Anschluß ? Wetzlar Kupfer; Mutung Audenschmiede Philippstein Wetzlar Grubenfeld südlich von Phillipsstein Bamberg Tiefenbach Wetzlar Eisen; auf der rechten Seite des Iserbachtals;zu Gutglück 1878 (vor) Bohnenberg Philippstein Wetzlar Brauneisenstein; direkt links am nördlichen Ortseingang von Philippstein; Tagebau erst ab 1870; 1813/18 Maschinenschacht mit 60 m Teufe; Bohnenberg-Schacht mit 190 m Teufe; 1939 zu EisenfeldGrube Bohnenberg 1847-07-17 1962 120px Cyriax Philippstein Wetzlar Grubenfeld südlich von Phillipsstein Doell Tiefenbach Wetzlar Kupfer; Grubenfeld Eisenfeld Philippstein Wetzlar Roteisenstein, Eisenrahm; 11. September 1838 verliehen; Konsolidationen 16. Dezember 1840 und 17. November 1890 – bis dahin aus 15 Einzelfeldern; Tagebau „Eisenkäuter Feld“ (1800 bis 1882); Fortuna-Morgenstern-(Grund)-Stolln (auch „Alt-Eisenfeld“ genannt; 250 m südl. Ottilie am östlichen Rand des Iserbachtales); 31. Mai 1943 zu Ottlilie; 1836–1853 500 m langer Wilhelmstollen (), 1907–1910 Richardstolln (wenige Meter sw Willhelmstolln), 1936 Reifenstein Stollen ()C. König: Grube Eisenfeld, abgerufen am 12. April 2015.Grube Eisenfeldindustriekultur-mittelhessen.de , , , , 18. Jh. 1962 120px Elise Tiefenbach Wetzlar Eisen 1836 Ernst Tiefenbach Wetzlar Eisen; auf der rechten Seite des Iserbachtals; zu Gutglück 1878 (vor) Eugen Tiefenbach Wetzlar Eisen; auf der linken Seite des Iserbachtals; zu Gutglück 1878 (vor) Falter Bonbaden Wetzlar Eisen Fasan Tiefenbach Wetzlar Eisen; auf der linken Seite des Iserbachtals; zu Gutglück 1878 (vor) Florentine Tiefenbach Wetzlar Eisen; 1894 zwei Haspelschächte mit 26 m Teufe; um 1903 13 Kleinschächte und Maschinenschacht mit 100 m Teufe (); 1905–1919 Florentinerstollen (1940 m), bei Feld Schloß (, heute Campingplatz)- vom Mundloch 200 m lange Stichbahn zur Ernstbahn; 8. November 1923 stillgelegt; 1940–1949 Betrieb; 1940 zweiter Maschinenschacht; der 1940 teilweise verbrochene Florentinerstolln erhielt ein zweites Mundloch (), welches heute noch erhalten istGrube FlorentineKarte Braunfels (PDF) 1858-10-18 1949-11-30 120px Florenz Bonbaden Wetzlar Kupfer; beim Bahnhof Braunfels Fortuna (Eisenfeld) Philippstein Wetzlar Eisen; ab 1882 Auffahrung des 1.010 m langen Fortuna-Morgenstern-Stollen in südlicher Richtung; zu EisenfeldGrube Fortuna (Eisenfeld) – Stadt Braunfels, abgerufen am 8. April 2015. Franz-Zeche Philippstein Wetzlar Eisen; Tagebau im Gebiet des Feldes Reifenstein 19. Jh. Friedrichswonne Bonbaden Wetzlar Eisen; Gesamtförderung: 36.850 t EisenerzBonbadener entdecken die Heimat 1846 1905 Freundschaft Tiefenbach Wetzlar Eisen; auf der rechten Seite des Iserbachtals; zu Gutglück 1878 (vor) Grube Braunfels Wetzlar Stollen Gute Hoffnung III Philippstein Wetzlar Eisen; gemutet am 1. Mai 1867; verliehen am 21.4.1870 1867-05-01 Guter Graben Braunfels Wetzlar Eisen; 600 m westl. Rossberg; zu Ottilie 1878 (vor) Gutglück Tiefenbach Wetzlar Brauneisenstein, Mangan, Alaun; auch Gut Glück; auf der rechten Seite des Iserbachtals; 1859 erweitert durch Konsolidierung von 36 Grubenfeldern; 1906 übernommen von der Firma Krupp; 1936 Betriebspunkt Gut-Glück-Stollen () erreichte 1939 bereits 707 m Länge, Stollenmundloch oberhalb Landstraße Leun-Burgsolms am ehemaligen Güterbahnhof der Reichsbahn; nur geringe Erzfunde, Betriebsende 1943; ab 1943 Ausbau zur Untertageverlagerung, Einrichtung mehrerer bis zu 10 m hoher Hallen unter Tage, 50 m hinter dem Stollenmundloch; Förderung 1852–1877: 138.033 t Eisenerz, 1937-43: ~65.000 tGrube Gutglück – Stadt Braunfels, abgerufen am 8. April 2015. 1852 (mind.) 1943-06-30 120px Hedwig Philippstein Wetzlar 1886 (vor) Hermineberg Philippstein Wetzlar Grubenfeld südlich von Phillipsstein Hirschpark Tiefenbach Wetzlar Eisen Johanna ? Wetzlar Kupfer; Mutung Joseph Tiefenbach Wetzlar Eisen; auch Josef genannt; auf der rechten Seite des Iserbachtals;zu Gutglück 1878 (vor) Julian Braunfels-Homburgerhof Wetzlar Kupfer, Roteisenstein; beim Bahnhof Braunfels Kirchhofsfund Bonbaden Wetzlar Eisen Klöserweide Philippstein Wetzlar Eisen, Mangan; auch Clösterweide genannt; Konsolidation 8. August 1864; in einem Tal westlich vom Friedhof; 1865 Schacht und Streckenbetrieb; 1870 Stollen; Richard-Stollen; 1871 – 150 Betriebsmitglieder; zwei Maschinenschächte (einer bis 1903 in Betrieb); 1913 Tiefer Stolln 18 m unterhalb des alten Stollen mit 894 m Länge; Förderung 1865–1921: 541.707 t EisenGrube Klöserweide 1861-11-06 1925 120px Kohlding Braunfels Wetzlar Eisen Kohlhaag Tiefenbach Wetzlar Eisen 1917 (vor) Kupferberg Tiefenbach Wetzlar Kupfer; Grubenfeld Leda Philippstein Wetzlar Brauneisenstein Lindelbach Hirschhausen Wetzlar Eisen Maitrank Tiefenbach Wetzlar Eisen; auf der linken Seite des Iserbachtals;zu Gutglück 1878 (vor) Mangold Bonbaden Wetzlar 1892 (vor) Martha Philippstein Wetzlar Eisen; nordöstlich Florentine; Förderung 1853–1877: 75.815 t Eisenerz; 1940 wieder aufgewältigt (bis 1949?);zu Florentine 1853 (mind.) Max Altenkirchen? Wetzlar Eisen Mira Tiefenbach Wetzlar Eisen; auf der linken Seite des Iserbachtals;zu Gutglück 1878 (vor) Morgenstern Philippstein Wetzlar Eisen 1878 (vor) Mosersglück ? Wetzlar Kupfer; Mutung Neptun Tiefenbach Wetzlar Eisen; auf der rechten Seite des Iserbachtals;zu Gutglück 1878 (vor) Osan Tiefenbach Wetzlar Eisen; auf der rechten Seite des Iserbachtals;zu Gutglück 1878 (vor) Ottilie Braunfels Wetzlar Eisen (Roteisenstein); verliehen 1849 an die Fürsten zu Solms-Braunfels, 1906 weiterveräußert an die Firma Krupp; 1862 Tiefer Stollen (1.085 m) (, früher aufwändiges Stollenportal, heute Betonmauer), mit einer Gesamtlänge von 470 m (1903), 620 m (1915) und letztlich 1085 m (1934); ein zweiter Stollen wurde aus dem Solmsbachtal auf insgesamt 840 m Länge vorangetrieben (); ein dritter Stollen, der Oberstolln lag 400 m östlich des Stollenmundlochs Tiefer Stolln und 60 m höher im Hang; das Mundloch des Fortuna-Morgenstern Stollen liegt südlich, direkt östlich des Iserbaches (); 1900/03 Blindschacht mit 35 m Teufe; Stillstand 1923–1934; ab 31. Mai 1943 mit Grube Eisenfeld zusammengelegt (Durchschlag zwischen den Grubenbauen erst 1959 (auf der 180-m-Sohle)); 1959 neuer Blindschacht; 1959 modernste Erzaufbereitungs- und verladeanlage des Lahntals; Förderung 1850–1877: 153.431 t EisenerzGrube Ottilie – Stadt Braunfels, abgerufen am 8. April 2015.Georg, Haus, Porezag. S. 156 ff. 1849-05-03 (vor) 1962-12-31 120px Quäk Philippstein Wetzlar Eisen, Mangan; Betriebspunkt des Grubenfelds Gutglück (auch Quek oder Quäck); begonnen 1860er Jahre, ab 1902 erschlossen durch 965 m langen Friedrich-Stolln; Erztransport mit Pferdebahn, ab 1905 unter Tage durch einen Querschlag des Florentiner Stollen (28 m tiefer als Quäkstollen) zur Station Florentine der Ernstbahn; Förderung (mit Florentine) 1917: 36.657Grube Quäk – Stadt Braunfels, abgerufen am 8. April 2015. 186* 1943-06-30 Reifenstein Philippstein Wetzlar Eisen; 200 m aufwärts hinter der Grube Bohnenberg im Iserbachtal; zu Bohnenberg – später zu Eisenfeld 1936 1945 Rosamunde Tiefenbach Wetzlar Eisen 1865 1905 Rossberg Braunfels Wetzlar Eisen; 600 m östl. Guter Graben; zu Ottilie 1878 (vor) Rothecke Philippstein Wetzlar 1886 (vor) Saturnus ? Wetzlar Kupfer; Mutung Schloß Philippstein Wetzlar Eisen; zu Florentine; Florentinerstollen wurde von hier aufgefahren Silvester Tiefenbach Wetzlar Eisen 1878 (vor) Sorgenberg Philippstein Wetzlar BrauneisensteinEisen- und Manganerzabbau im Taunus Vereinigung Tiefenbach Wetzlar Eisen; auf der rechten Seite des Iserbachtals;zu Gutglück 1878 (vor) Vielka Braunfels-Homburgerhof Wetzlar Kupfer, Roteisenstein; zu Gutglück Vorsicht ? Wetzlar Kupfer; Mutung Waldmeister Tiefenbach Wetzlar Eisen; auf der linken Seite des Iserbachtals;zu Gutglück 1878 (vor) Weidmannsheil Tiefenbach Wetzlar Eisen; auf der linken Seite des Iserbachtals;zu Gutglück 1878 (vor) Wetzlarerburg Philippstein Wetzlar Eisen 1892 (vor) Wrangel (Gutglück) Braunfels Wetzlar Betriebspunkt des Grubenfelds Gutglück; Eisen, Mangan; 1000 m lange Erztransportbahn, die wie eine Seilbahn funktionierte, allerdings statt des Drahtseils Stabeisen verwendete; Betrieb 1908 eingestellt zugunsten benachbarter Grube WürgengelGrube Wrangel – Stadt Braunfels, abgerufen am 8. April 2015. 1882 (vor) 1908 Würgengel Tiefenbach Wetzlar Eisen, Mangan (Brauneisenstein); 5. April 1853 verliehen; Betriebszeiten: 1853–1908, 1917–1924 sowie 1934–1945; zwei Schächte mit 38 m bzw. 65 m Teufe (1936); Sohle bei 54 m; 1892 waren 14 Betriebspunkte eingerichtet, u. a. der Peter-Stolln, der Friedrich-Stolln (), der Bonifacius-Stolln und der Winter-Stolln; noch erhaltener Wasserlösungsstollen (direkt an Landstraße Braunfels-Tiefenbach); Verladeanlage (); Förderung 1857–1877: 162.529 t Eisenerz; Gesamtförderung 1871 bis 1945 604.808 t ErzGrube Würgengel – Stadt Braunfels, abgerufen am 8. April 2015.Grube Würgengelindustriekultur-mittelhessen.de 1853-04-05 1945-03
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