mini|Kaiser Franz II Österreich Medaille von Johann Nepomuk Wirt Johann Nepomuk Würth (auch: Wirt und Wirth Hier ist abweichend 1753 als Geburtsjahr angegeben. 〰 6. April 1750 in Wien; † 27. November 1810Schön, Gerhard (Hrsg.): Johann Nepomuk Würth (1750–1810), in: Biographisches Lexikon der Münzmeister und Wardeine, Stempelschneider und Medailleure. ebenda) war ein österreichischer Bossierer (Wachs), Graveur und Medailleur.
Leben Würth war der Sohn des Gold- und Silberarbeiters Franz Caspar Würth und Bruder von Franz Xaver und Ignaz Würth. Am 4. Februar 1769 ist er im Alter von 18 Jahren als bezahlter „Graveurscholar“ bezeugt. Er durchlief in den Jahren 1770 bis 1771 an der École des beaux-arts in Paris eine Ausbildung als Wachsbossierer. Durch eine Pension von Kaiserin Maria Theresia studierte er auch in Rom und London, wo er 1777 in der Royal Academy of Arts ausstellte. Seit 1778 arbeitete er am Hauptmünzamt in Wien, zunächst als Nachfolger A. F. Widemanns als Münz- und Medaillenobergraveur. Auf Grund seiner Verdienste, ernannt ihn Kaiser Joseph II. 1778 zum Kammermedailleur und Münzgraveur mit Titel eines Bergrates und arbeitete seit 1791 als Obergraveur. Im Jahre 1798 erhielt er von Kaiser Franz II./I. den Titel eines „Kunstscholarendirektors“ und zählte zu den Räten der kaiserlich königlichen Akademie der Künste Wien.
Literatur (eigenes Werk) Cabinet consistant en une collection de 44 Portraits, réprésen. Tant les plus fameux hommes de I`Antiquitè. Vienne (um 1785), 4- (Kabinett, bestehend aus einer Sammlung von 44 Porträts, die die ältesten Menschen der Welt repräsentieren. Sowohl die berühmtesten Männer der Antike. Wien (um 1785), 4-)
Werke (Auswahl) 1782: Medaille auf die Konstituierung der Ständeversammlung in Galizien und Lodomerien mit dem Römisch-deutschen Kaiser Joseph II. 1782: Medaille auf den Tod von Pietro MetastasioStaatliche Münzsammlung München 1785: Goldene Medaille in Gold auf Kaiser Joseph II in der Pose eines römischen Imperators mit Lorbeerkranz Bronzene Medaille mit dem Brustbild der Kaiserin Maria Theresia von Österreich, vorderseitig mit der Signatur von Würth versehen
Literatur Georg Kaspar Nagler: Neues allgemeines Künstler-Lexicon oder Nachrichten aus dem Leben und den Werken der Maler, Bildhauer, Baumeister, Kupferstecher, Formschneider, Lithographen, Zeichner, Medailleure, Elfenbeinarbeiter, etc. Band 22: Witsen–Zyx. C. A. Fleischmann, München 1835, S. 124–125 (uni-weimar.de).
Ferdinand Dahl: Katalog zur Ausstellung Kunstmedaillen – Medaillenkunst. Teil 3 (= Der Steckenreiter. Dem Münzvergnügen gewidmete Nebenstunden. Eine Münzpost der Numismatischen Gesellschaft Bonner Münzfreunde e. V., Folge 93). Numismatische Gesellschaft Bonner Münzfreunde, Bonn 2014, S. 13 (mit Abbildungen, smb.museum PDF).
Weblinks
Würth, Johann Nepomuk deutsche-digitale-bibliothek.de
Einzelnachweise
Kategorie:Medailleur Kategorie:Bildhauer (Wien) Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804) Kategorie:Person (Kaisertum Österreich) Kategorie:Bergrat Kategorie:Geboren 1750 Kategorie:Gestorben 1810 Kategorie:Mann