Danton ist ein deutscher Historien-Stummfilm von Dimitri Buchowetzki mit Emil Jannings in der Titelrolle.
Handlung Nach dem Sturz Ludwigs XVI. regiert in Frankreich der Nationalkonvent. Die politischen Führer der Französischen Revolution, Danton, Robespierre und Saint-Just, haben die Macht an sich gerissen und überziehen das Land mit einer blutigen Hinrichtungswelle, deren Symbol die Guillotine wird. Bald aber sind sich die Revolutionäre uneins über das weitere Vorgehen. Zwischen den einstigen Freunden Robespierre, einem Einpeitscher und Scharfmacher, und Danton, der dem Blutvergießen ein Ende bereiten will, entsteht eine bittere Feindschaft. Auch Dantons Frauengeschichten stoßen bei seinem einstigen Weggefährten auf scharfe Ablehnung.
Revolutionäre Freunde versuchen zwischen beiden zu vermitteln und eine Versöhnung zu erreichen, doch die einstigen Weggefährten beginnen immer stärker gegeneinander zu arbeiten, und ein jeder plant mittlerweile den Tod des anderen. Am 31. März 1794 wird Danton mit seinen Freunden verhaftet und vor das Revolutionstribunal gestellt. Robespierre weiß von Dantons großer Popularität und dass das Volk, anders als ihn, Danton verehrt. Mit einem cleveren Schachzug überzeugt er die Bevölkerung, mittlerweile kaum mehr als ein lautstark nach immer mehr Hinrichtungen verlangender Pöbel, und erkauft sich ihre Stimmen, indem er Brot an die Bedürftigen verteilen lässt. Danton versucht gegenzusteuern und rechnet mit einer flammenden Rede vor dem Konvent mit der Revolution und seinen Feinden ab. Schließlich wird auch er wie viele andere guillotiniert.
Produktionsnotizen Danton entstand im März 1921 im Jofa-Atelier in Berlin-Johannisthal, passierte am 28. April 1921 die Filmzensur und wurde am 1. Mai 1921 im Ufa-Palast am Zoo uraufgeführt. Der siebenaktige Film besaß eine Länge von 1979 Metern. Die österreichische Erstaufführung fand am 18. November 1921 statt. Dort war der Film etwa 2200 Meter lang. Am 15. Januar 1925 wurde in Deutschland das Prädikat „volksbildend“ nachgereicht.
Die Filmbauten wurden von Hans Dreier entworfen.
Kritik In Paimann’s Filmlisten ist zu lesen: „Stoff hochdramatisch, Spiel, Szenerie (hervorragende Massenszenen) und Photos ausgezeichnet. Ein Schlager ersten Ranges.“ in Paimann‘s Filmlisten
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1921 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Stummfilm Kategorie:Historienfilm Kategorie:Filmdrama Kategorie:Werk über Georges Danton