Alt-Heidelberg ist ein deutscher Stummfilm aus dem Jahre 1923 von Hans Behrendt mit Paul Hartmann und Eva May in den Hauptrollen des hochadelig-bürgerlichen Liebespaares. Werner Krauß ist in der tragenden Rolle des Hauslehrers Jüttner zu sehen.
Handlung Der Film hält sich in seinem Handlungsablauf weitgehend an die literarische Vorlage. Erbprinz Karl Heinz von Sachsen-Karlsburg genießt das Studentenleben im malerischen Heidelberg. Als Anstandswauwau an seiner Seite weilt stets Dr. Jüttner, der darauf achten soll, dass seine Hoheit, comme il faut, schön sittsam bleibt und sich ganz auf die Studien konzentriert. Karl Heinz schließt sich der Studentenverbindung Corps Saxonia an und lernt Kätchen, die junge Nichte seines Wirtes, bei dem er wohnt, kennen. Beide verlieben sich rasch ineinander.
Nach nur vier Monaten beendet die Staatsräson das sorglose Dasein zwischen Hörsaal und Weinstube, als eine bestürzende Nachricht aus dem Fürstentum eintrifft: Des Erbprinzen Vater ist schwer erkrankt, und so heißt es für Karl Heinz Abschied nehmen – sowohl von Käthi als auch von Heidelberg – um daheim die Regierungsgeschäfte anzutreten. Dr. Jüttner bleibt zurück und stirbt bald in Heidelberg. Der Prinz hat die Stadt am Neckar nicht vergessen und, obwohl aus Pflichtgefühl mit einer standesgemäßen Dame vermählt, hat er noch immer Sehnsucht nach seiner Käthi. Als er nach Heidelberg zu Besuch kommt, will er nicht nur seine Corpskameraden, sondern vor allem seine junge Liebe von damals wiedertreffen.
Produktionsnotizen Alt-Heidelberg entstand 1922/23 und wurde am 2. Februar 1923 der Zensur vorgelegt und mit Jugendverbot belegt. Die Uraufführung war am 15. März 1923. Der sechsaktige Film war 2321 Meter lang.
Die Filmbauten entwarf Ernő Metzner.
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