Priesendorf ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lisberg und zählt zur Metropolregion Nürnberg.
Geografie Geografische Lage Die Gemeinde liegt im Steigerwald am Flüsschen Aurach an der Grenze zwischen Oberfranken und Unterfranken. Durch Priesendorf verläuft der Fränkische Marienweg.
Nachbargemeinden Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Eltmann, Viereth-Trunstadt, Lisberg, Schönbrunn im Steigerwald und Oberaurach (Landkreis Haßberge, Unterfranken).
Gemeindegliederung Die beiden Gemeindeteile sind (in Klammern sind der Siedlungstyp und die Einwohnerzahl angegeben): Priesendorf (Pfarrdorf, 1237) Neuhausen (Dorf, 264)
Es gibt die Gemarkungen Neuhausen und Priesendorf. Die Gemarkung Priesendorf hat eine Fläche von 4,737 km². Sie ist in 1578 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3001,93 m² haben.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Priesendorf gehörte den Freiherren Münster zu Lisberg und war ein Teil des Rittergutes Lisberg, außerdem zum Fränkischen Ritterkreis. Seit der Rheinbundakte von 1806 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zum Königreich Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).
Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde Neuhausen eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 1245 auf 1508 um 263 Einwohner bzw. um 21,1 %. Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015Einwohner 933 1056 1240 1292 1360 1456 1519 1546 1505 mit Neuhausen 293 316
Religion Laut Zensus am 9. Mai 2011 waren 76,5 % der Einwohner römisch-katholisch und 14,5 % evangelisch-lutherisch. 9,0 % hatten eine andere Religion oder waren konfessionslos.
Politik Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2020 Matthias Krapp (CSU), der ohne Gegenkandidaten 81,43 % der Stimmen erhielt. Seine Vorgängerin Maria Beck (CSU) und Gisela Hofmann in Königsfeld waren die ersten Bürgermeisterinnen im Landkreis Bamberg. 2014 wurde Beck ohne Gegenkandidaten mit 92,54 % der Stimmen wiedergewählt. Sie löste 2008 Werner Raab (parteilos, bis Dezember 2007 CSU, kandidierte 2008 für die SPD) ab, der seit 1985 im Amt war.
Gemeinderat WahljahrCSUSPDFreie Wähler Christliche WählergemeinschaftGesamt2020 9 3 0 0 122014 9 3 0 0 122008 7 4 1 0 122002 7 2 2 1 12
Wappen
Baudenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft 2023 gab es 188 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, 668 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort und 34 Arbeitslose. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe einen Betriebe. 2020 bestanden 16 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 339 Hektar.
Freiwillige Feuerwehren Freiwillige Feuerwehr Neuhausen Freiwillige Feuerwehr Priesendorf
Brauereien Die Brauerei Schrüfer in Priesendorf gehört mit einem Ausstoß von etwa 400 Hektolitern pro Jahr zu den kleinsten Brauereien der Welt. Bis zum Jahre 1969 gab es die Brauerei Lang.
Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2024): einen Kindergarten mit 103 Plätzen eine Volksschule mit 125 Schülern
Vereine Musikverein Priesendorf e. V. Sportverein Priesendorf e. V. Obst- und Gartenbauverein Priesendorf Schützenverein Diana Neuhausen Eisstockclub Priesendorf Kirchenchor 3 Generations der Pfarrgemeinde St. Bartholomäus FUBAS e.V., Trad. Bogenschützen Priesendorf
Weblinks
Gemeinde Priesendorf (PDF; 1,24 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort an der Aurach (Regnitz, Oberfranken) Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)