Die Tabelle Politische Verhältnisse nach den Gemeinderatswahlen in Kärnten 2015 stellt die politischen Verhältnisse in allen Gemeinden des Landes Kärnten nach den Gemeinderatswahlen vom 1. März 2015 dar.
Die Gemeinderatswahlen 2015 brachten einen eindeutigen Verlierer und ansonsten nur Gewinner. Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), die 2009 wegen der Abspaltung von der Mutterpartei als Die Freiheitlichen in Kärnten (FPK), als FPÖ’09 sowie als Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) angetreten war, verlor nahezu die Hälfte ihrer Wähler. Erreichten sie 2009 gemeinsam 33,06 Prozent, so mussten sie sich diesmal mit 17,96 Prozent zufriedengeben. Nicht ganz so dramatisch fiel der Verlust an Mandaten aus; vormals 817 Mandaten stehen nunmehr 450 Mandaten gegenüber. Lediglich in sechs Gemeinden – in Mölbling, in Arriach, in St. Urban, in Deutsch-Griffen, in Hüttenberg und in Großkirchheim – haben sie noch die absolute Mehrheit. In weiteren zwölf Gemeinden reichte es immerhin zu relativen Mehrheiten.
Die größten Gewinner waren die Listen, die ihren Anteil von 6,58 auf 13,71 Prozent steigern konnten. In Mandaten entspricht dies einem Sprung von 210 auf 377 Mandate (+167). In sechs Gemeinden – in Heiligenblut am Großglockner, in Grafenstein, in Frauenstein, in Bad Bleiberg, in Flattach und in Althofen – erreichten Listen die absolute und in elf weiteren Gemeinden die relative Mehrheit. Die Grünen konnte ihren Anteil von 3,30 auf 5,59 Prozent steigern und damit die Anzahl ihrer Mandate von 26 auf 65 Mandate (+39) mehr als verdoppeln. Allerdings erreichten sie in keiner Gemeinde die absolute oder relative Mehrheit.
Auch die beiden Großparteien konnten die Anzahl ihrer Mandate vergrößern. Die Sozialistische Partei Österreichs (SPÖ) steigerte sich von 36,65 auf 40,23 Prozent und bei den Mandaten von 922 auf 984 Mandate. Sie haben nunmehr in 26 Gemeinden die absolute und in 38 weiteren Gemeinden die relative Mehrheit. Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) erhöhte ihren Anteil von 20,41 auf 22,51 Prozent, womit sie ihre Gemeinderatssitze von 577 auf 624 Mandate steigerten. In 11 Gemeinden haben sie die absolute und in 23 Gemeinden die relative Mehrheit.
Gemeinderatswahl vom 1. März 2015