mini|hochkant|Julião Sarmento, 2014 Julião Sarmento (* 4. November 1948 in Lissabon; † 4. Mai 2021 ebenda) war ein portugiesischer Multimediakünstler und Maler.

Leben und Werk Julião Sarmento wurde 1948 in Lissabon geboren und studierte ab 1967 Malerei und Architektur an der Escola Superior de Belas Artes de Lisboa und erlangte dort 1974 den Abschluss als Master. Zwischen 1974 und 1980 arbeitete er konzeptuell. Er stellte Filme, Video, Klangkunst, Malereien und Installationen aus.Maria João Veloso: In: Up magazine, 1. Juli 2011, abgerufen am 6. Mai 2021 (englisch) Julião Sarmento lehrte 1997 am Center for Contemporary Art Kitakyūshū, Japan, 1998/1999 an der Akademie der Bildenden Künste München und leitete 2006 einen Workshop der Fundación Marcelino Botín Santander. 2007 war Sarmento Gastdozent an der Universität Complutense Madrid.Website Julião Sarmento Born and Education abgerufen am 4. März 2015 (englisch)

Sarmento war bekannt für Malereien mit pastosem Farbauftrag, für in Lagen gearbeitete Farbe, die dort ausgespart oder abgetragen wurde, wo die mit Bleistift oder Kohle gezeichneten Bildelemente belassen oder im Nachhinein auf die Malerei aufgetragen wurden. Auch zusammengeklebte Darstellungen auf Papier wurden zu Bildbestandteilen.Sean Kelly:

Das bekannteste Motiv im Werk von Julião Sarmento ist eine Frau im schwarzen Kleid, ein Körper ohne Kopf, der in Fragmenten auf den Malereien zum Vorschein tritt und auch als dreidimensionale, lebensgroße Skulptur in allerlei Posen ausgestellt wurde.Ken Johnson: The Listings; Julião Sarmento: “Some limits of reason”. In: The New York Times. 15. April 2005, abgerufen am 5. April 2015 (englisch)

Juliao Sarmento stirbt am 4. Mai 2021 im Alter von 72 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung in seiner Heimatstadt.

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 2004: Echo Van Abbemuseum, Eindhoven Kuratorin: Eva Meyer-Hermann 2000: Flashback Centro de Arte Moderna, Lissabon, Kurator: James Lingwood 1999: Flashback Palacio de Velázquez, Museo Reina Sofía, Kurator: James Lingwood 1997: Werke 1981–1996 Haus der Kunst, München, Kuratorː Hubertus Gaßner 1997: 47. Biennale di Venezia, portugiesischer Pavillon, Kurator: Alexandre Melo 1991: Formerly known as Witte de With, Rotterdam, Kuratoren: Chris Dercon und Gosse Oosterhof

Gruppenausstellungen 2006: Museu Serralves, Porto 2002: Biennale von São Paulo, São Paulo 2001: Wir sind die Ander(en) MARTa Herford, Herford 1999: Das Gedächtnis öffnet seine Tore ? Die Kunst der Gegenwart Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 1999: Tage der Dunkelheit und des Lichts? Zeitgenössische Kunst aus Portugal Kunstmuseum Bonn, Bonn 1993: Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen 1992: Regard Multiple Centre Georges Pompidou, Paris 1991: Metropolis Martin-Gropius-Bau, Berlin 1987: documenta 8, Kassel 1986: Prospect 86 Frankfurter Kunstverein, Frankfurt 1983: Kunsthalle zu Kiel Kiel 1982: documenta 7, Kassel 1981: Gott Oder Geissel? Erotik in der Kunst Heute Bonner Kunstverein, Bonn 1979: Text? Foto? Geschichten Heidelberger Kunstverein, Heidelberg

Literatur John Baldessari, Douglas Gordon, Catherine Millet, Lawrence Weiner, Ulrich Wilmes u. a.: Julião Sarmento. White Nights. talk between João Fernandes, Julião Sarmento and James Lingwood, graphic design by Pedro Falcão. Hatje Cantz, Ostfildern 2012, ISBN 978-3-7757-3529-2. (englisch)

Weblinks

Julião Sarmento, Five Easy Pieces, 2013 Website Julião Sarmento

https://casavogue.globo.com/LazerCultura/Arte/noticia/2021/05/artista-plastico-juliao-sarmento-morre-aos-72-anos.html

Einzelnachweise

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