Karl-Friedrich Gerster (* 25. November 1932 in Düsseldorf; † 24. April 2013Lebensdaten gemäß Eintrag bei steffi-line.de) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.
Leben und Werk Karl-Friedrich Gerster erlernte den Schauspielerberuf am Seminar der Hamburger Kammerspiele und am Nachwuchsstudio des Bochumer Schauspielhauses, dessen Ensemble er von 1960 bis 1965 angehörte.Die Geschwister Oppermann auf Steffi-Line.de, abgerufen am 5. April 2015 In der Spielzeit 1965/66 war Gerster am Stadttheater Trier engagiert, wo er in Inszenierungen von Hans Neuenfels den SIMON, in Brechts Kaukasischem Kreidekreis, ARTHUR, in Mrozeks TANGO, Schillers KARL MOOR und auch den MARAT ("in seiner Wanne") spielte - zahlreiche große Rollen für eine Spielzeit! 1966 ging er nach Krefeld, wo er u. a. in Publikumsbeschimpfung von Peter Handke in einer Inszenierung von Hans Neuenfels zu sehen war.Hans-Dieter Peschken: Krefelds Revolutionär, Rheinische Post vom 9. März 2010, abgerufen am 5. April 2015 Im darauffolgenden Jahr trat er ein Festengagement am Staatstheater Kassel an, das er 1973 mit seinem Wechsel an das Düsseldorfer Schauspielhaus beendete, an dem er bis 1976 wirkte. Weitere Stationen seiner Bühnenlaufbahn waren neben anderen die Landesbühne Hannover, das Berliner Renaissance-Theater, die Hamburger Kammerspiele und das Theater Lüneburg.
Vor der Kamera sah man Karl-Friedrich Gerster zum ersten Mal 1968 in dem Film Ich. Seitdem hatte er immer wieder meist kleinere Rollen in verschiedenen Filmen und Serien, wie z. B. Der Landarzt, Immenhof oder Großstadtrevier. Außerdem sah man ihn in der Literaturverfilmung Die Geschwister Oppermann nach dem Roman von Lion Feuchtwanger und dem Politthriller Barschel – Mord in Genf?.
Gerster arbeitete darüber hinaus als Hörspielsprecher. Im Synchronstudio lieh er seinem US-amerikanischen Kollegen Michael Bell in einer Folge der Serie Dallas seine Stimme.
Ferner veranstaltete Karl-Friedrich Gerster Lesungen mit Texten von Heinrich von Kleist, Christoph Martin Wieland oder Johannes Bobrowski. Gerster wurde auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf beigesetzt. Die Grabstätte befindet sich im Planquadrat Bo 63 nordöstlich von Kapelle 12.
Filmografie (Auswahl) 1964: Hafenpolizei – St. Pauli ohne Maske 1968: Ich 1970: Fröhliche Weihnachten 1976: Schaurige Geschichten – Böses Erwachen 1976: Pariser Geschichten 1978: Der Geist der Mirabelle 1980: Achtung Zoll! 1980: Der Urlaub 1981: Der Fuchs von Övelgönne – Entscheidung bei Windstärke 9 1982: Die Fischer von Moorhövd 1982: Schwarz Rot Gold – Kaltes Fleisch 1983: Die Geschwister Oppermann 1985: Tegtmeier – Gift und Galle 1985: Tatort – Irren ist tödlich 1987: Der Landarzt – Ein neuer Flirt 1988: Der Indianer 1988: Schwarz Rot Gold – Zucker, Zucker 1989: Peter Strohm – Noch drei Minuten bis Himmelfahrt 1989: Traffik – The Criminal 1990: Diese Drombuschs – Abschied im Zorn 1991: Das serbische Mädchen 1992: Schlafende Hunde 1992: Einer zahlt immer 1992: Die Männer vom K3 – Zu hoch gepokert 1993: Freunde fürs Leben – Millionending 1993: Barschel – Mord in Genf? 1993: Großstadtrevier – Frühlingsgefühle 1993: Bella Block: Die Kommissarin 1994: Wir sind auch nur ein Volk – Der Rest der Familie 1994: Die Gerichtsreporterin – Fischsterben 1994: Freunde fürs Leben – Herzschuss 1994: Wir sind auch nur ein Volk – Die Serie zu Einheit 1994: Die Wache – Double 1994: Tatort – Singvogel 1994: Immenhof – Eine verhängnisvolle Bürgschaft 1995: Geschichten aus dem Leben – Im Schleudergang/Alle Jahre wieder 1995: Wir sind auch nur ein Volk – Die Westparty 1995: Tatort – Tödliche Freundschaft 1995: Immenhof – Mit Haken und Ösen 1995: Die Männer vom K3 – Geschäft mit dem Tod 1995: Eine fast perfekte Liebe 1996: Schwarz Rot Gold – Im Sumpf 1997: Doppelter Einsatz – Narkose ins Jenseits 1997: Geliehenes Glück 1997: Das Hochzeitsgeschenk 1998: Bei uns daheim – Die Sekretärin 1999: Der Hurenstreik – Eine Liebe auf St. Pauli 1999: Der Hochstapler 2000: Großstadtrevier – Nach langer Zeit 2002: Die Rettungsflieger – Voller Überraschungen 2002: Zwei Seiten der Liebe 2002: Großstadtrevier – Das wahre Ich 2003: Stubbe – Von Fall zu Fall – Yesterday 2005: Nikola – Die Heiratsanträge 2006: M.E.T.R.O. – Ein Team auf Leben und Tod – Tödliche Medikamente 2013: Vier sind einer zuviel
Hörspiele 1963: Interview mit einem Astronauten – Regie: Hans Gerd Krogmann 1987: Der süße Duft des Aufschwungs – Autor und Regie: Aleksandar Obrenovic
Weblinks
Verzeichnis der Hörspiele mit Karl-Friedrich Gerster
Einzelnachweise
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