Das Gleichnis vom Turmbauen und Kriegführen ist ein Gleichnis Jesu, das als Sondergut im Evangelium nach Lukas steht.
Wortlaut Das Gleichnis in der Lutherübersetzung (revidierte Fassung von 1984):
Deutung Das Gleichnis betont die Schwierigkeiten und Herausforderungen der Nachfolge und fordert die Nachfolgewilligen gleichzeitig dazu auf, sich selbst zu prüfen, ob sie bereit dazu sind. Würden sie die Nachfolge antreten, dann aber wieder aufgeben müssen, würden sie sich selbst lächerlich und Jesus und seine Verkündigung unglaubwürdig machen. Der letzte Vers unterstreicht, dass die Jünger auch bereit sein müssen, ihren eigenen irdischen Besitz aufzugeben.Stuttgarter Erklärungsbibel. ISBN 3-438-01121-2, 2. Aufl. 1992, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart, S. 1298
Kontext Das Gleichnis ist eingebettet in eine Rede Jesu über den Preis der Nachfolge. Unmittelbar voran geht dem Gleichnis die Verkündigung Jesu, dass die Nachfolge die Bereitschaft zu einer radikalen Abkehr von allem was einem wichtig ist voraussetzt („Es ging aber eine große Menge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein.“ ). Darüber hinaus muss ein Jünger Jesu auch bereit sein das Leiden Christi zu teilen („Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.“ ).Direkt im Anschluss an das Gleichnis folgt der Vergleich der Jünger mit dem lebensnotwendigen, aber verderblichen Salz. Wenn das Salz nicht mehr salzt wird man es wegwerfen. Hierdurch wird zum einen die Bedeutung der Jünger herausgestellt, zum anderen aber auch der hohe Anspruch an sie unterstrichen, der keine Abkehr von der Nachfolge Jesu erlaubt ().
Einzelnachweise
Kategorie:Gleichnisse Jesu Kategorie:Lukasevangelium