Dies ist eine Teilliste von Zwischenfällen mit bemannten militärischen Luftfahrzeugen der Jahre ab 1981. Für die übrige Zeitspanne siehe Liste von Zwischenfällen (Militärluftfahrt) bis 1980.

Für Zwischenfälle von Verkehrsluftfahrzeugen siehe Listen von Luftfahrt-Zwischenfällen. Für Zwischenfälle von Luftfahrzeugen der Allgemeinen Luftfahrt siehe Liste von Zwischenfällen (Allgemeine Luftfahrt). Für Zwischenfälle von Luftfahrzeugen aller französischen Luftstreitkräfte siehe Liste von Zwischenfällen der Französischen Luftstreitkräfte seit 1945.

In diese Liste sollen nur Unfälle eingetragen werden, die den Relevanzkriterien für Zwischenfälle genügen.

Einträge mit eigenem Artikel in Wikipedia sind mit (A) gekennzeichnet.

Unfälle von Transportluftfahrzeugen sind mit (T) gekennzeichnet.

Auflistung nach Jahr 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026

Liste 1981

(T) Am 8. Januar 1981 verunglückte eine Douglas DC-3/C-47B-1-DL der türkischen Luftstreitkräfte (Luftfahrzeugkennzeichen HEK-15) am Militärflugplatz Izmir Cigli (Türkei). Nähere Einzelheiten sind derzeit nicht verfügbar. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Über Personenschäden ist nichts bekannt, es gab jedoch keine Todesfälle.Unfallbericht DC-3 HEK-15, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 21. Januar 2025.

(A) (T) Am 7. Februar 1981 stürzte eine unter dem Luftfahrzeugkennzeichen CCCP-42332 betriebene Tupolew Tu-104 der sowjetischen Marine rund 20 Kilometer südlich von Leningrad kurz nach dem Abheben aus etwa 50 m Höhe ab. Ursachen waren falsche Sitzverteilung der Passagiere und das Verrutschen ungesicherter Fracht. Alle 51 Insassen kamen um (siehe auch Flugunfall einer Tupolew Tu-104 bei Leningrad 1981).

Am 18. Februar 1981 kollidierte eine Fiat G.91 R3 der portugiesischen Luftstreitkräfte (PAF 5457) beim Tiefflug in der Nähe von Montargil mit Bäumen eines Kiefernwaldes (CFIT). Das Luftfahrzeug wurde zerstört, der Pilot getötet.Unfallbericht Fiat G.91 PAF 5457, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 3. Mai 2025.

Am 14. Mai 1981 verunglückte eine Fiat G.91R/3 der Deutschen Luftwaffe (32+38) am Militärflugplatz Beja (Portugal) bei der Auslieferung an die Portugiesischen Luftstreitkräfte. Über Personenschäden liegen keine Informationen vor. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Es war der letzte Unfall mit Totalschaden einer deutschen Fiat G.91.Unfallbericht Fiat G.91 32+38, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 17. Januar 2026.

(T) Am 31. Juli 1981 wurde eine de Havilland Canada DHC-6-300 Twin Otter der Streitkräfte Panamas (FAP-205) 18 Kilometer südlich des Zielflugplatzes Coclecito (Panama) in einer Höhe von knapp 1000 Metern in die Flanke des Marta Mountains geflogen. Durch diesen CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 7 Insassen getötet, zwei Besatzungsmitglieder und 5 Passagiere.

Am 5. Oktober 1981 wurde eine F-104G Starfighter (MM6517, 6-14) der italienischen Luftwaffe bei dem Luft-Boden-Schießplatz Maniago wegen eines Flammabrisses ins Gelände geflogen. Der Pilot wich noch Wohngebieten aus und kam dann ums Leben.

(T) Am 9. Dezember 1981 verunglückte eine Douglas DC-3/C-47A-15-DK der türkischen Luftstreitkräfte (YSL-47) bei Anamur (Türkei) und wurde zerstört. Nähere Einzelheiten sind derzeit nicht verfügbar. Alle 5 Insassen wurden getötet.Unfallbericht DC-3 YSL-47, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 21. Januar 2025.

1982

(T) Am 18. Januar 1982 kam es mit einer Convair CV-240/HC-131A der United States Coast Guard (USCG) (Luftfahrzeugkennzeichen USCG 5786) auf der Naval Air Station Corpus Christi (Texas, USA) bei Nebel zu einer Bruchlandung. Alle 8 Insassen überlebten den Unfall. Das Flugzeug wurde jedoch irreparabel beschädigt.

(T) Am 21. Januar 1982 wurde eine Douglas DC-4/C-54E-15-DO der französischen Aéronavale (Marineflieger) (FrNav 49148) in einer Höhe von 1002 Metern gegen den Berg Kokoréta geflogen. Beim Flugtraining auf dem Flughafen La Tontouta (Neukaledonien) wurde zehnmal ein Touch-and-Go geübt, bis die Maschine nach links in den Berg flog. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 7 Besatzungsmitglieder getötet.

Am 3. Februar 1982 wurde eine Nord Noratlas 2501 der Französischen Luftstreitkräfte (FrAF 140) in den Berg Garbi (Dschibuti) geflogen. Als Hauptursache wurde eine falsche Einstellung der Höhenmesser ermittelt. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 36 Insassen getötet, davon 29 der Fremdenlegion. Es war der zweitschwerste Unfall einer Noratlas, gemessen an der Zahl der Todesopfer.

Am 9. Februar 1982 stürzte eine F-104S Starfighter (Kennzeichen MM6780, 36-35) der italienischen Luftwaffe bei schlechtem Wetter kurz nach dem nächtlichen Start von der Basis Gioia del Colle ab. Der Pilot kam ums Leben.

Am 1. April 1982 rammte eine F-104G Starfighter (MM6572, 6-24) der italienischen Luftwaffe bei einem simulierten Angriff auf den Militärflugplatz Ghedi einen Freileitungsmast, fing Feuer und stürzte ab. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten.

(T) Am 13. April 1982 stürzte eine Lockheed C-130H Hercules der United States Air Force (USAF) (74-1678) bei Gevenlik (Türkei) ab. Die Maschine befand sich im Reiseflug von Erzurum nach Erzincan. Der Unfall ereignete sich, als die Halterung des Triebwerks Nr. 4 (rechts außen) versagte, was zum Abbrechen des Flügels führte. Alle 27 Insassen wurden getötet.Unfallbericht C-130 74-1678, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 13. Januar 2025.

Am 3. Mai 1982 stürzte eine McDonnell F-4F Phantom II (37+62) des Jagdbombergeschwaders 36 unmittelbar neben dem Störsperrwerk in der Gemeinde Wewelsfleth (Schleswig-Holstein) ab. Die Besatzung kam ums Leben.Unfallbericht F-4 Phantom II 37+62, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 12. Juni 2023.

Am 25. Mai 1982 wurde eine SEPECAT Jaguar der Royal Air Force (XX963) unbeabsichtigt abgeschossen. Das Flugzeug stürzte ca. 2 nautische Meilen (3,7 Kilometer) östlich von Wesel auf ein Feld und wurde zerstört. Der Pilot überlebte. Nachdem bei einer Alarmübung FGR2-Phantom II-Jagdflugzeuge der No. 92 Squadron der Royal Air Force mit scharfer Munition beladen worden waren, wurden diese entgegen dem üblichen Verfahren nicht wieder entladen, sondern direkt zum Flugbetrieb eingesetzt. Auch war es versäumt worden, die Waffenschalter im Flugzeug zu überkleben. Als der Pilot bei einem Übungsabfangeinsatz den Abschusshebel bediente, feuerte er zu seinem Erstaunen eine AIM-9 Sidewinder Luft-Luft-Rakete ab, die den Jaguar traf und zerstörte.

(T) Am 10. Juli 1982 stürzte eine Aeritalia G.222TCM (MM62106) der italienischen Luftwaffe während eines Brandbekämpfungseinsatzes bei Greve in Chianti ab. Alle vier Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.

Am 29. Juli 1982 kollidierte ein tieffliegender Lockheed F-104 Starfighter der kanadischen Luftwaffe bei Großniedesheim (Rheinland-Pfalz) mit einem Kleinflugzeug, das sich gerade im Landeanflug auf den 5 Kilometer entfernten Flugplatz Worms befand. Die beiden Insassen des Kleinflugzeuges starben. Der Jetpilot rettete sich mit dem Schleudersitz. Der Jet stürzte auf Großniedesheim, am Boden kam eine Person ums Leben.

Am 20. August 1982 flog eine Alouette III der Schweizer Luftwaffe bei Büsserach im Tiefflug in eine Hochspannungsleitung, wobei zwei Personen an Bord umkamen.

(A) (T) Am 11. September 1982 stürzte eine CH-47 Chinook bei einer Flugschau über dem Mannheimer Flugplatz in Mannheim-Neuostheim auf die Autobahn A 656. Bei diesem Unfall kamen 38 Fallschirmspringer aus Mannheim und den Mannheimer Partnerstädten Toulon, Frankreich, und Swansea, Wales, sowie 3 US-Soldaten und 5 US-Besatzungsmitglieder ums Leben (siehe auch Hubschrauberabsturz in Mannheim 1982).

(A) Am 21. Oktober 1982 stürzte eine Alouette III der Schweizer Luftwaffe im Säntisgebiet ab, wobei der Pilot und 5 Soldaten an Bord umkamen (siehe auch Helikopterunfall Schwägalp).

1983 (T) Am 12. Januar 1983 wurde bei einer Lockheed WV-2/L-1049 Super Constellation der Indischen Marineflieger (Luftfahrzeugkennzeichen IN-316) während des Rollens auf dem Flughafen Bombay versehentlich das Fahrwerk eingefahren. Die Maschine wurde irreparabel beschädigt, aber alle Besatzungsmitglieder überlebten.

(T) Am 30. April 1983 stürzte eine Convair CV-340/C-131F der United States Navy (US Navy) (Bu 141010) beim Versuch einer Notlandung auf der Naval Air Station Jacksonville (Florida, USA) in das flache Wasser 110 Meter vor der Landebahn. Kurz nach dem dortigen Start hatte das Triebwerk Nr. 1 (links) Feuer gefangen. Von den 15 Insassen kamen 14 ums Leben, alle sechs Besatzungsmitglieder und 8 Passagiere.

mini|Gedenkkreuz nahe der Unfallstelle vom 22. Mai 1983 bei Frankfurt

(A) Am 22. Mai 1983 stürzte bei einer Flugschau auf der US Air Base bei Frankfurt (Hessen, Deutschland) eine kanadische Maschine des Typs F-104 Starfighter auf ein auf der B 44 fahrendes, mit sechs Personen besetztes Auto. Der Pilot der Maschine konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Fünf der Insassen des Autos starben sofort, die sechste, eine junge Frau, erlag nach 81 Tagen ihren schwersten Verbrennungen im Krankenhaus. An der erinnerte bis 2005 ein Kreuz am Straßenrand an die Opfer des Flugtagunfalls von Frankfurt. Dieses Kreuz befindet sich heute in den Räumen der Frankfurter Hoffnungsgemeinde. Ein neues weißes Kreuz wurde in der Nähe aufgestellt (siehe auch Flugtagunglück von Frankfurt).

(T) Am 6. Juni 1983 stürzte eine Fairchild C-119G Flying Boxcar der taiwanischen Luftwaffe (3197) einige Minuten nach dem Start vom Flughafen Kinmen aufgrund des Ausfalls eines Motors und eines Strömungsabrisses ins Meer. Insgesamt starben 38 der 47 Insassen.

(T) Am 1. Oktober 1983 brach in einer Douglas DC-6/C-118A der US Navy (Bu 533257) auf dem Flughafen Keflavík (Island) in einem Hangar ein Feuer aus. Das Flugzeug wurde zerstört. Später wurde ein Verdächtiger festgenommen. Es handelte sich um einen verärgerten Soldaten, der das Kommando in Kürze verlassen wollte. Personen kamen nicht zu Schaden.

1984 Am 24. Januar 1984 verlor der Pilot eines doppelsitzigen TF-104G Starfighters des Jagdbombergeschwaders 34 der Luftwaffe (Luftfahrzeugkennzeichen 27+95) im Landeanflug auf den Fliegerhorst Memmingerberg durch einen Mikroburst die Kontrolle über das Luftfahrzeug. Beide Piloten retteten sich mit ihren Schleudersitzen. Das Flugzeug setzte circa 20 Meter vor der Landebahn hart auf, geriet in Brand und kam neben der Landebahn zum Stillstand. Es wurde auf Grund des hohen Zerstörungsgrades abgeschrieben ().

Am 5. April 1984 brach bei einem doppelsitzigen TF-104G Starfighter des Jagdbombergeschwaders 34 der Luftwaffe (28+33) beim Rollen auf dem Fliegerhorst Memmingerberg die Verstrebung des rechten Hauptfahrwerks. Auf Grund des hohen Grades der Beschädigungen wurde das Luftfahrzeug abgeschrieben ().

Am 28. Mai 1984 streifte eine F-16 Fighting Falcon der niederländischen Luftwaffe am Krankenhaus in Linz am Rhein ein Gebäude und stürzte in ein Waldstück. Der Pilot und eine Anwohnerin kamen ums Leben. Zahlreiche Menschen wurden durch umherfliegende Trümmerteile verletzt.Tagesschau vom Montag, den 28. Mai 1984.

Am 1. Juni 1984 kollidierten zwei F-4 Phantom der 37th Tactical Fighter Wing der US-Luftwaffe (67-0271 / 69-7223) im Anflug auf den Fliegerhorst Jever in Norddeutschland. Beide Jets stürzten ab. Die Aufschlagstellen befanden sich rund 8 Kilometer voneinander entfernt in der Umgebung von Aurich. Die Besatzungen retteten sich mit ihren Schleudersitzen.Eintrag ASN safety database des Aviation Safety Network abgerufen am 8. August 2025