Dies ist eine Zusammenstellung von Äquivalentdosen ionisierender Strahlung zu Vergleichszwecken. Die Angaben sind oft als „typische Werte“ zu verstehen; die umgerechneten Werte sind gerundet.
Wenn kein Zeitraum angegeben ist, handelt es sich um kurzzeitige Bestrahlungen, also Zufuhr der genannten Dosis innerhalb höchstens einiger Stunden. Bei Verteilung der gleichen Dosis über längere Zeit setzen biologische Heilungsvorgänge schon während der Bestrahlung ein, so dass die Auswirkungen geringer sind.
Grundeinheit der Äquivalentdosis H im internationalen Einheitensystem ist das Sievert (Einheitenzeichen Sv). Die Äquivalentdosis ist nicht mit der Energiedosis D (Einheit: Gray, Gy), der Organdosis, der Äquivalentdosisleistung (Äquivalentdosis pro Zeit) oder der Aktivität A (Einheit: Becquerel, Bq) zu verwechseln (siehe hierzu Liste strahlenschutzrelevanter Maßeinheiten).
Bis 1 μSv/h 0,05 μSv/h – Belastung durch terrestrische Strahlung (0,4 mSv/a) 0,08 μSv/h – durchschnittliche Strahlendosis durch natürliche Strahlung (0,7 mSv/a); davon etwa die Hälfte kosmische Strahlung. Wert stark von der Höhe über dem Meeresspiegel abhängig. 0,24 μSv/h – durchschnittliche Dosis und im Mittel pro Stunde eines Menschen in Deutschland (inkl. technischer und medizinischer Anwendungen) (2,1 mSv/a) 0,4 μSv/h – mittlere stündliche Äquivalentdosis der natürlichen Strahlenbelastung eines Menschen in den Vereinigten Staaten (311 mrem/a = 3,11 mSv/a).
1 μSv bis 10 μSv
5 μSv – Kieferröntgen Comparison of doses from sources of exposure
10 μSv bis 100 μSv 20 μSv – stündliche Dosis am Strand von Guarapari in Brasilien (höchste natürliche Strahlenbelastung) Hot Spots: Earth's 5 Most Naturaly Radioactive Places 20 μSv – Lungenröntgen (frontal)Computertomographie und Strahlendosis: Diagnostischer Nutzen und Risiko (, 859 kB) 32 μSv bis 75 μSv – Transatlantikflug Frankfurt – New York. Strahlenexposition durch Flüge variieren neben Flugdauer auch durch Einflüsse von Sonnenzyklus und Flughöhe.
1 mSv bis 10 mSv 2 mSv – Schädel-Computertomographie
10 mSv bis 100 mSv 10 mSv – Abdomen-/Becken-Computertomographie
100 mSv bis 1 Sv
200 mSv – Dosis, ab der akute Strahlenschäden (z. B. Veränderungen des Blutbildes) entstehen 500 mSv – Dosis, bis zu der keine akuten subjektiven Beschwerden eintreten.
1 Sv bis 10 Sv 1 Sv – Dosis in 2 km Entfernung von der Hiroshima-Atombombe; akute Strahlenkrankheit, Langzeitschäden, <10 % Sterblichkeit nach 30 TagenStrahlenbelastung & Van-Allen-Gürtel 2 Sv – Dosis in 1,5 km Entfernung von der Hiroshima-Atombombe; akute Strahlenkrankheit, Langzeitschäden, 20 % Sterblichkeit nach 30 Tagen 5 Sv – Dosis, die für 50 % der Exponierten binnen 30 Tagen tödlich ist (LD50) 6 Sv – Dosis, ab der (fast) alle Patienten binnen 14 Tagen sterben
10 Sv bis 100 Sv 13 Sv – maximale Dosis, der Arbeiter bei der Katastrophe von Tschernobyl ausgesetzt waren 80 Sv – Dosis, die zum sofortigen Tod führt
Gesetzliche Grenzwerte
0,15 μSv – maximale, und auf eine Stunde bezogene Dosis für einen Fötus bis zur Geburt 0,69 μSv – stündliche Dosis für minderjährige Auszubildende in exponierten Berufen 1 μSv maximal erlaubte stündliche Dosis in 10 cm Entfernung von einem Röhrenbildschirm 1,14 μSv – maximale stündliche Dosis für strahlenexponierte Arbeitnehmer, addiert über das gesamte Berufsleben (40 Jahre), in Europa 2,2 μSv – maximale Dosis für strahlenexponierte Arbeitnehmer pro Stunde in Europa, maximale Dosis für deutsche Feuerwehrangehörige im Einsatz zum Schutz der Umwelt oder von Sachgütern 5,7 μSv – maximale Dosis für strahlenexponierte Arbeitnehmer pro Stunde in den USA 15 mSv – Einsatzdosis für einen österreichischen Feuerwehrmann Strahlengrenzwerte für Deutschland und Europa 20 mSv – Einsatzdosis für einen deutschen Feuerwehrmann zum Schutz der Umwelt oder Sachwerten 100 mSv – Lebensrettungsdosis (max. 1-mal pro Jahr) für einen österreichischen Feuerwehrmann (beim Einsatz zur Lebensrettung von Personen) und für einen deutschen Feuerwehrmann (beim Einsatz zum Schutz von Menschenleben und Gesundheit) 250 mSv – (max. 1-mal im Leben) für einen österreichischen Feuerwehrmann (Katastrophendosis) und für einen deutschen Feuerwehrmann (zur Rettung von Menschenleben)
Einzelnachweise
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