Liz Mields-Kratochwil, geb. Christa-Elisabeth Kratowil (* 11. Dezember 1949 in Pleismar) ist eine deutsche Bildhauerin.
Leben und Werk Nach Ausbildungen zur Buchhändlerin und zur Keramikerin bei Walter Gebauer studierte Liz Mields-Kratochwil von 1974 bis 1979 Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Dort lernte sie bei Karl-Heinz Schamal, Werner Stötzer und Siegfried Krepp. Von 1986 bis 1989 war sie Meisterschülerin der Akademie der Künste zu Berlin unter Wieland Förster.
Seit 1967 hat Mields-Kratochwil verschiedene Lehraufträge in der Erwachsenenbildung, im Haus der Jungen Talente, an Volkshochschulen, in der Aus- und Weiterbildung von Mediengestaltern sowie Hospiz- und Altenpflegepersonal. Sie gibt Kreativ und Kunstkurse für Interessenten jeden Alters. Seit 1994 arrangiert sie Kunstprojekte von Inhaftierten in Berliner Gefängnissen.
In vielen Variationen und Größen fertigt Liz Mields-Kratochwil überwiegend Skulpturen aus Stahl und handelsüblichem Drahtgeflecht. Sie setzt sich in ihrem umfangreichen Werk mit den Gegensätzen der geometrischen Grundformen und dem Organischen der Natur auseinander. Immer wieder untersucht sie die Möglichkeiten als zueinander paritätisch stehende Formen.
Liz Mields-Kratochwil lebt und arbeitet in Berlin-Blankenfelde.
Stipendien und Förderungen 2019: 16. Brandenburgischer Kunstpreis, Kategorie Plastik 2004: Künstlerförderung Berlin 2003: Stipendium Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf 2003: Künstlerförderung Berlin 2001: Künstlerförderung Berlin 1998: Förderung des Künstlerbuches „Grenzfriedhof“ der Mariannenpresse, Berlin 1990: Förderung des Projekts „Körperkonstellationen“ durch die Senatsverwaltung von Berlin 1997: Symposium im Sandsteinbruch Reinhardtsdorf Sächsische Schweiz 1986–89: Stipendium der Akademie der Künste, Meisterschülerin bei Wieland Förster 1982–86: Förderung durch Theo Balden 1980–83: Förderstipendium des VBK
Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken von Liz Mields-Kratochwil Akademie der Künste zu Berlin Deutsche Bank Kantonale Kunstsammlung St.Gallen Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst (vormals Museum Junge Kunst)
Ausstellungen (unvollständig) 2021: StahlSkulptur, Mühlengalerie, Mühlenbeck 2020: Liz Mields-Kratochwil und Gäste – Was mir wertvoll ist, Galerie Amalienpark – Raum für Kunst, Berlin 2019: F. – Jahrhundertwanderungen, Schloss Neuhardenberg 2014: Sehen und Bewegen, Galerie KUNSTFLÜGEL GEDOK, Rangsdorf 2014: Künstler im Selbstbildnis, Ostsächsische Kunsthalle, Pulsnitz 2013: Begegnungen, Rathaus Reinickendorf, Berlin 2012: Im Zeichen der Dinge, GEDOK Brandenburg, Altranft 2011: Das Meer, Galerie Forum Amalienpark, Berlin 2010: 5 Wege, Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik, Potsdam 2010: Drahtskulpturen und in den Raum wachsende Bilder, Kunsthall Arvika, Schweden 2009: Hommage an Bettine, Galerie Forum Amalienpark, Berlin 2008: U.A.L. Klang & Rauminstallation mit Alice Bahra u. Ute Safrin, Galerie Forum Amalienpark, Berlin 2007: Schwere Leichtigkeit II, Galerie Dezember, Berlin 2006: HinUndHer, Rauminstallation mit Alice Bahra u. Ute Safrin, Galerie Forum Amalienpark, Berlin 2005: In Zeit und Vergänglichkeit, Installation und Texte, Skulpturenpark Katzow 2004: Sie – die Muschel wie ein Speer, Galerie Kunstflügel, Rangsdorf 2003: Handzeichnungen und Bilder, Galerie Nordfjordeid, Norwegen 2003: Drahtskulpturen und Zeichnungen, Otto-Galerie, München 2002: in vivo in vitro, Baumskulpturen – Altes Zeughaus Herisau, Schweiz 2001: AEROTEKTURA, Installationen im Wasserspeicher Prenzlauer Berg, Berlin 2001: Drahtskulpturen, LOFT 36, Berlin 2000: Licht und Finsternis zum Auge, mit Rune Mields, Galerie Pankow, Berlin 1999: Zwischen den Welten, mit Felix Mields, Galerie Sztuki, Kołobrzeg, Polen 1998: Bilder und Skulpturen, mit Ellen Fuhr, Galerie LAWRA, Kiew, Ukraine 1993: Schlossparkskulpturen, Schlosspark, Berlin 1991: Berlin 1989–1990, Kantonsregierung, St. Gallen, Schweiz 1990: Bildhauer und Maler, Galerie unter den Linden, Berlin 1986: Musik in der Bildenden Kunst, Paris, Frankreich 1984: Junge Kunst, Altes Museum, Berlin 1982/83 und 1987/88: IX. und X. Kunstausstellung der DDR, Albertinum, Dresden
Werkbeispiele
Werke im öffentlichen Raum und architekturbezogene Werke „Der Namenlose“,Stadt Schwedt/Oder, Denkmale und Kunstwerke 1982/84, Bronzeskulptur, Höhe 210 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR; vor der St. Katharinenkirche, Schwedt „Zeiten des Lebens“, Keramikrelief im Standesamt der Stadt Schwedt „Geschwisterpaar“, Bronzeskulptur im öffentlichen Stadtraum, Frankfurt (Oder) „Trinkbrunnen der Fabeltiere“, Bronzeskulptur im öffentlichen Stadtraum, Frankfurt (Oder) „Flötenspielerin“, Kunststeinguß im öffentlichen Stadtraum, Eberswalde „Johann Gottfried Schadow“, Stele im öffentlichen Stadtraum, Berlin-Französisch Buchholz
Weitere Plastiken
"Geigenspieler", Statuette, Bronze (auf der IX. Kunstausstellung der DDR)
Literatur Kratowil, Christa-Elisabeth. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 477. Nicky Heise: Liz Mields-Kratochwil. In: Allgemeines Künstlerlexikon (AKL) – Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, Bd. 89, S. 384, De Gruyter, München 2015. ISBN 978-3-11-023255-4 Innenansichten. Beobachtungen im Strafvollzug. Quintus-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-947215-13-3.
Weblinks
Offizielle Website der Künstlerin
Einzelnachweise
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