Frizzo, bürgerlicher Name Ferdinand Owusu-Ansah (* 1985 in Düsseldorf), ist ein deutscher DJ, Produzent und Labelbesitzer ghanaisch-deutscher Herkunft. Er produzierte und remixte für internationale Künstler wie Calvin Harris, Dizzee Rascal, Jess Glynne, Snakehips, Davido, A Boogie Wit Da Hoodie, Shaggy und Tamer Hosny sowie im deutschsprachigen Rap-Umfeld unter anderem für Haftbefehl, Capital Bra, Azzi Memo und Dardan. Seit 2018 steht er bei Warner Music Germany unter Vertrag und veröffentlicht den Großteil seiner Musik auf seinem eigenen Label Bassheim. Bekannt wurde er insbesondere durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Haftbefehl, an dessen 2013 erschienenem Album Blockplatin er maßgeblich als Produzent beteiligt war, sowie als offizieller DJ des Fußballvereins Borussia Dortmund. Mit der gemeinsamen Single Money Money (Money Money) (Haftbefehl feat. Frizzo & Veysel) erreichte er 2024 Platz 87 der deutschen Singlecharts.Chartquellen: Deutschland In der Netflix-Dokumentation Babo – Die Haftbefehl-Story (2025) tritt er als langjähriger Wegbegleiter Haftbefehls auf.

Leben DJ-Karriere und frühe Engagements Frizzo landete 2002 eher durch Zufall in der Musikbranche, denn er war auf dem besten Wege ein professioneller Fußballer zu werden. Nach einer erfolgreichen aktiven Zeit bei Fortuna Düsseldorf durchkreuzte eine schwere Fußverletzung seine Zukunftspläne als Fußballer.tonight.de: , 23. Januar 2011 (Artikel) Zu dieser Zeit entdeckte er das DJing für sich, etablierte sich in Nordrhein-Westfalen als Resident-DJ in zahlreichen Clubs und gründete eigene Partyreihen. In den folgenden Jahren spielte er international, unter anderem in Istanbul, New York, London, St. Petersburg und Bangkok, und stand mit DJs wie DJ Snake, Ape Drums, Travis Scott, Timbaland, DJ Kool und Fatman Scoop hinter den Decks.

Die Liebe zum Fußball verlor Frizzo allerdings nie, und so wurde er der offizielle DJ des Fußballvereins Borussia Dortmund.dasfachblatt.de: , Januar 2015 (Artikel) In dieser Funktion legte er bei mehreren Großveranstaltungen des Vereins auf, unter anderem bei den DFB-Pokal-Finals 2012 und 2014 sowie beim UEFA-Champions-League-Finale 2013 in London. Er ist mit Spielern wie Neven Subotic, Marco Reus und Marcel Schmelzer befreundet.

Internationale Produktionen und Remixe Bereits 2009 produzierte Frizzo für Universal Music den offiziellen Frizzo-Remix der Single Dance wiv Me von Dizzee Rascal und Calvin Harris sowie den Pop-Mix von No One (Can Ever Change My Mind) der Schweizer Sängerin Stefanie Heinzmann. 2012 produzierte er die Single Smile für den ägyptischen Popstar Tamer Hosny gemeinsam mit Shaggy.tonight.de: , Januar 2015 (Artikel) Es folgten Remixe und Produktionen für Loco Dice, Snakehips, Eskei83 und Sepalot. 2020 remixte er die Single Lie For You von Snakehips & Jess Glynne feat. A Boogie Wit Da Hoodie & Davido sowie Love Nwantiti von CKay (German Remix mit Joeboy & Kuami Eugene).

Zusammenarbeit mit Haftbefehl und Deutschrap-Phase Zusammen mit seinem Bruder Coenigsallee produzierte Frizzo zum größten Teil das im Jahr 2013 erschienene Album Blockplatin von Haftbefehl. Im deutschsprachigen Rap-Umfeld arbeitete er als Produzent unter anderem mit Azzi Memo, Soufian, Antifuchs, Serious Klein, Dardan (gemeinsam mit Capital Bra auf Savage, 2018) sowie dem französischen Rapper Dosseh (mit Kalash auf Jet Privé, 2018). 2018 unterschrieb er bei Warner Music Germany.

Seine enge Zusammenarbeit mit Haftbefehl setzte sich auch in den 2020er-Jahren fort: 2023 erschienen die Remixe Die braune Tasche (Frizzo Remix) und 069 (Frizzo Remix); 2024 folgte die gemeinsame Single Money Money (Money Money) mit Veysel, die in der Woche vom 26. April 2024 Platz 87 der deutschen Singlecharts erreichte. Das ursprünglich 2013 erschienene Haftbefehl-Album Blockplatin, an dem Frizzo als Produzent beteiligt war, wurde 2024 unter dem Titel Platinblock neu aufgelegt.

Pivot zu elektronischer Clubmusik Seit Anfang der 2020er-Jahre verlagerte Frizzo seinen musikalischen Fokus zunehmend auf elektronische Clubmusik mit Schwerpunkten auf Afro-House und hybride elektronische Musik. Seine eigene künstlerische Programmatik bezeichnet er als „High-Energy Global Club Music“. 2024 veröffentlichte er über Bassheim die Afro-House-Single Ko Ka La mit dem kamerunischen Sänger Nydasen, die unter anderem beim Musikmagazin Aipate vorgestellt wurde und die Verbindung von Frizzos deutschen und ghanaischen Wurzeln thematisiert. 2025 erschien sein Club-Album LIFE OFF THE PARTY sowie eine Reihe internationaler Kollaborationen, darunter METRALHADORA mit Aleo feat. MC LyC4N, Dubai Whips 2.0 mit Aleo, TOMA TOMA (Baile Funk Version) mit MC LONE und CAN'T GO BACK mit Giddens.

Netflix-Dokumentation Babo – Die Haftbefehl-Story Die langjährige Zusammenarbeit zwischen Haftbefehl und Frizzo wird in der Netflix-Dokumentation Babo – Die Haftbefehl-Story aufgegriffen, die am 28. Oktober 2025 weltweit veröffentlicht wurde und den künstlerischen wie persönlichen Werdegang des Rappers nachzeichnet. Frizzo tritt darin als langjähriger Wegbegleiter und Produzent in Erscheinung.

Diskografie

Diskografie-Übersicht nach MusicBrainz.

Alben 2015: Exit Only

EPs 2025: LIFE OFF THE PARTY 2024: Kikongnin (Love) 2023: Tourlife EP 2023: Riot 2021: Beat Tape Vol. 6 2021: Beat Tape Vol. 5 2021: Beat Tape Vol. 4 2021: Beat Tape Vol. 3 2020: Beat Tape Vol. 2 2020: Beat Tape Vol. 1 2019: Showpack 2019: Game Six 2015: Girls 2015: Motion Picture Fantasy

Singles (Auswahl) 2026: Now Or Never 2026: Wo Mogya 2026: Yensa 2026: Akala 2026: Shatta (Move Your Body Now) 2026: Alê 2026: Only You 2026: Yele 2026: LADY 2026: I Just Wanna Vibe 2026: I Just Wanna 2026: Taste It 2026: Loving You, Loving Me 2026: Baby Oh 2026: Feel This Way 2025: JOGA 2025: TOMA 2025: Your Lovin’ 2025: Longing 4 U 2025: TROPA (mit MC LONE feat. Giddens) 2024: Best Thing 2024: Danca (mit Aleo) 2024: Ki Fa Kem Yi 2024: Shehri Mama 2024: Never Stop Party II 2024: Private Party 2023: Dubai Whips 2023: Riviera (Instrumental) 2023: Trust (Instrumental) 2022: Fully Focused (Instrumental) 2022: Take Over (Instrumental) 2021: Stay 2021: Tell Me 2021: ARISE 2021: TRIBE 2020: Love Nwantiti (German Remix) (CKay feat. Frizzo, Joeboy & Kuami Eugene) 2020: Lie For You (Frizzo Remix) (Snakehips & Jess Glynne feat. A Boogie Wit Da Hoodie & Davido) 2019: Paranoia (feat. Antifuchs) 2019: Maybach (feat. Soufian) 2019: For The Weekend (feat. Charly Black & Dean) 2019: Nummer 1 (feat. Steve Jackson) 2019: No Drill (feat. Serious Klein) 2019: Traum (feat. Azzi Memo) 2019: Roll (feat. Jacques Fugee) 2019: No Phone Calls (feat. Boondawg) 2018: Shellz (feat. Denzel Curry & Frizzo) 2017: Battle 2017: For You 2016: Sensei 2016: Ronin 2015: Summer (feat. SAKESAKE) 2015: Exit Only 2014: The Juice (feat. Collins) 2014: You & Me (feat. Heartbeat & Edgar Wallis) 2014: Didn't Mean To Fall In Love (feat. Ray Lozano) 2012: Segurar 2012: Pull It Down

Produktionen (Auswahl) Alben 2024: Haftbefehl – Platinblock (Re-Release von Blockplatin) 2017: FKD – FKD 2013: Haftbefehl – Blockplatin

Singles und Remixe 2025: CUPS UP 2025: SEGREDO (mit MC LONE) 2025: VAI VAI (mit MC LONE) 2025: CAN'T GO BACK (feat. Giddens) 2025: PON IT (Dancehall Remix) 2025: METRALHADORA (mit Aleo feat. MC LyC4N) 2025: Dubai Whips 2.0 (mit Aleo) 2025: TOMA TOMA (Baile Funk Version) (mit MC LONE) 2025: Destiny (Theme 2023) (Instrumental) 2024: Money Money (Money Money) (Haftbefehl, Frizzo & Veysel) 2024: Ko Ka La (mit Nydasen & Bassheim) 2024: Yereba (Homecoming) (mit Bassheim) 2024: Bottle Pop (Remix) 2023: 069 (Frizzo Remix) (Haftbefehl & Frizzo) 2023: Die braune Tasche (Frizzo Remix) (Haftbefehl & Frizzo) 2020: Jacques Fugee – Walking Dead 2018: Dardan feat. Capital Bra – Savage 2018: Dosseh feat. Kalash – Jet Privé 2017: Sepalot feat. Bunji Garlin – Hide And Freak (Frizzo Remix) 2017: Eskei83 feat. Bunji Garlin – Fire (Frizzo Remix) 2016: Loco Dice feat. Just Blaze – Sending This One Out (Frizzo Remix) 2013: Haftbefehl – Generation Azzlack 2012: Tamer Hosny feat. Shaggy – Smile 2009: Stefanie Heinzmann – No One (Can Ever Change My Mind) (Frizzo's Pop Mix) 2009: Dizzee Rascal – Dance Wiv Me (Frizzo Remix)

Filmografie 2025: Babo – Die Haftbefehl-Story (Netflix-Dokumentarfilm, als Interviewpartner)

Rezeption Der 2024 erschienene Afro-House-Track Ko Ka La wurde international aufgegriffen; das Musikmagazin Aipate bezeichnete den Song als „contagious Afro-house song“ und hob die Verbindung von Frizzos deutschen und ghanaischen Wurzeln hervor.

In der Netflix-Dokumentation Babo – Die Haftbefehl-Story wird Frizzo von mehreren Medien als langjähriger Wegbegleiter und Produzent Haftbefehls dargestellt; die taz beschreibt die Doku als „schonungslos offen“ und ordnet Frizzos Rolle über mehrere Karrierephasen Haftbefehls hinweg ein.

Weblinks Webpräsenz Frizzo bei MusicBrainz Frizzo bei Resident Advisor Frizzo bei Warner Music Germany Frizzo Presseseite auf MACHEETE

Belege

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