Five Nights at Freddy’s 3 (deutsch etwa: Fünf Nächte bei Freddys 3; oft mit FNAF 3 bzw. FNaF-3 abgekürzt) ist ein Indie-Survival-Horror-Spiel. Es wurde von Scott Cawthon erdacht und über die Internet-Vertriebsplattform Desura am 2. März 2015 erstveröffentlicht. Es wurde für Windows, iOS, Android und Windows Phone und später auch für verschiedene Konsolen entwickelt.Five Nights at Freddy's 3 auf steamcommunity.com (Englisch); zuletzt aufgerufen am 16. April 2015. Das Spiel hat eine Altersfreigabe von 12 Jahren.USK-Angabe auf dem Verkaufsportal nintende.de (deutsch).

Der dritte Spieleteil handelt von einer Gruselpark-Attraktion, die auf den Geschehnissen in und um Five Nights at Freddy’s und Five Nights at Freddy’s 2 aufbaut und Besucher mit Hilfe von Gruselpuppen und Spezialeffekten erschrecken soll. Bis zur erstmaligen Eröffnung soll ein Nachtwächter die Attraktion im Auge behalten. Während seiner Schichten wird der Angestellte von Geistererscheinungen und einem Animatronic namens Springtrap bedrängt.

Spielprinzip Five Nights at Freddy’s 3 gehört dem Genre des Survival Horrors an. Der Spieler soll nicht nur durch Jumpscares erschreckt, sondern auch durch das gezielte und geschickte Schüren von Angst und Paranoia herausgefordert und unterhalten werden.

Das Gameplay des Spiels ist bezüglich der Point-and-Click-Mechanik weitgehend identisch mit seinen Vorgängern. Neu hinzugekommen sind drei unabhängige Steuerungs- und Überwachungssysteme, mit denen der Spieler Springtrap überwachen und auf Abstand halten kann. Neben Springtrap gibt es die sogenannten Phantom-Animatronics. Sie sind geisterhafte Erscheinungen, die den Spieler zwar mittels Jumpscare angreifen, ihn dabei jedoch nicht töten, sondern nur eines der Systeme behindern, so dass der Spieler „Springtrap“ nicht exakt lokalisieren beziehungsweise abwehren kann.

Ziel des Spiels ist es, fünf Nächte zu überleben. Der Spieler kann das Spiel auf zwei Arten erfolgreich abschließen. Wird das Spiel ohne besondere Vorkommnisse durchgespielt bekommt er das Bad Ending, also „schlechtes Ende“. Findet der Spieler jedoch in den Nächten versteckte Minispiele und spielt diese auf eine bestimmte Art und Weise durch, das Good Ending (dt.: „Gutes Ende“).Patricia Hernandez: How To Get The Good Ending In Five Nights at Freddy's 3 auf kotaku.com. (englisch).

Steuerung Five Nights at Freddy’s 3 kann sowohl auf Windows-PCs, Linux-PCs, Android-fähigen Geräten und/oder iOS-Rechnern gespielt werden. Die Steuerung findet bei Windows und Linux per Mausklick und Tastatur statt, unter Android, Windows Phone und iOS per Touchscreen und bei den Konsolen über die jeweiligen Tasten und Knöpfe.

Spielregeln Gespielt wird im Einzelspielermodus aus der Egoperspektive. Der Spieler befindet sich in einem heruntergekommenen Büro, von dem aus er das Geschehen steuert. Das Büro wird von einem großen Sichtfenster dominiert, durch das der Spieler auf den dahinterliegenden Korridor blicken kann. Links befinden sich die Tür zum Büro sowie ein großer Umzugskarton mit Kostümresten der Toy-Animatronics aus FNaF 2. Unter dem Fenster steht ein schwarzer Bürotisch mit einem Ventilator sowie drei Plüschfiguren in Gestalt von Freddy, Chica und Bonnie. Ganz rechts stehen ein großer Papierkorb und ein Spind.

Jede Nachtschicht beginnt um 12:00 Uhr Mitternacht und endet um 6:00 Uhr morgens. In Echtzeit dauert eine Nacht in den Windows- und Linux-Versionen etwa acht bis neun Minuten, in den Android-, Windows Phone- und iOS-Versionen sind es nur knapp fünf bis sechs Minuten. Der Spieler muss nicht nur durch das große Bürofenster nach Springtrap Ausschau halten, sondern auch die Überwachungskameras, die im ganzen Gebäude verteilt sind, im Auge behalten. Springtrap versucht, über die Korridore und Belüftungsschächte in das Büro zu gelangen. Um ihn abzuwehren, hat der Spieler die Möglichkeit in jedem Raum des Gebäudes eine Audio die an ein Kind erinnert zu spielen, welcher Springtrap folgt wenn er sie hört. Außerdem kann immer ein Luftschacht geschlossen werden.

Des Weiteren steht dem Spieler ein Bedien- und Wartungsmonitor zur Verfügung, auf dem Status und Funktionstüchtigkeit der Belüftungs-, Audio- und Kameratechnik angezeigt werden. Die Phantom-Animatronics sind in der Lage, einzelne Funktionen außer Kraft zu setzen. Diese können am Wartungsmonitor repariert werden.Omri Pettite: Five Nights at Freddy's 3 Review auf pcgamer.com. (Englisch) Jeder Phantom‐Animatronic hat ein eigenes Bewegungsmuster. Sie können sowohl in bestimmten Kameras als auch im Büro erscheinen. Die Systeme können auch ohne Zutun ausgehen, was je nach Nacht unterschiedlich häufig geschieht. Auch die Häufigkeit und Zahl der Phantom-Animatronics sowie die Bewegungsgeschwindigkeit von Springtrap erhöhen sich jede Nacht mehr.

Minispiele Wie in seinem Vorgänger gibt es in Five Nights at Freddy’s 3 Minispiele, die entweder nach einer bestimmten Reihenfolge von Aktionen, oder nach einer erfolgreich beendeten Nacht starten. Die Grafik der Minispiele ist jener des Atari 2600 nachempfunden. Während der Minispiele schlüpft der Spieler in die Rolle eines Animatronics der Serie. In den Minispielen zwischen den Nächten muss einem violetten Freddy in einer runtergekommen Version der Pizzeria aus dem ersten Spiel zu einem Raum gefolgt werden. Im fünften und letzten Minispiel zwischen den Nächten ist der Spieler selbst der Geist eines Kindes und muss den Hauptantagonisten Purple Guy finden.

In den Minispielen, die in den Nächten gefunden werden können, muss ein bestimmtes Ziel erreicht werden. Diese Ziele zu ignorieren und stattdessen Glitches zu finden, die es ihrerseits ermöglichen, weinenden Kinderseelen Kuchen zu bringen, ist eine Voraussetzung um das gute Ende von FNaF 3 zu erreichen. Die Steuerung erfolgt in allen Spieleversionen über die Tastatur oder über den Touchscreen, durch das Drücken der Tasten „W“, „S“, „A“ und „D“ kann der Spieler die Richtung bestimmen. (englisch).

Handlung Die Handlung setzt chronologisch etwa 30 Jahre nach den Geschehnissen aus Five Nights at Freddy’s an. Die ehemalige Pizzeria Freddy Fazbear’s Pizza wurde endgültig aufgegeben. Der Betreiber eines kleinen, nicht näher lokalisierten Vergnügungsparks, beschließt, das ruinöse Lokal aufzukaufen und mit den Materialien und Gegenständen aus dem Gebäude eine Art Spukhaus mit dem Namen Fazbear’s Fright: The Horror Attraction zu eröffnen. Als Thema sollen ihm die Gerüchte und Legenden um Freddy Fazbear’s Pizza dienen. Der Attraktionsbesitzer engagiert einen Nachtwächter, um das Spukhaus zu bewachen.

Um seine Geisterbahn so gruselig wie möglich zu gestalten, lässt der neue Besitzer Teile der inzwischen zerstörten Animatronics aus Freddy Fazbear’s Pizza in seinem Spukhaus als Gruselpuppen einbauen. Auch Kinderzeichnungen und Fliesen des alten Lokals werden verwendet.

Das Spiel setzt eine Woche vor Öffnung der Attraktion ein, wobei der Spielcharakter schon länger dort arbeitet. In der ersten Nacht ruft der Besitzer, der von den Fans den Namen Phone Dude bekommen hat, an, um dem Nachtwächter zu erzählen, welche neuen Gegenstände eingebaut wurden, was seine Aufgaben nach Öffnung der Attraktion sein werden und wie die verschiedenen Geräte in seinem Büro funktionieren. Er erklärt, dass die Technik unter den Versuchen, das Spukhaus alt wirken zu lassen, gelitten habe und deshalb oft neu gestartet werden müsse, um zu funktionieren. Auch bestehe deshalb ein hohes Brandrisiko. Außerdem erwähnt er, dass jemand, der bei dem ursprünglichen Bau der Pizzeria geholfen habe, von einem zugemauerten Raum berichtet habe, und dass sie diesen als Nächstes durchsuchen wollten. In dieser Nacht gibt es keine Gefahr für den Spieler.

In der zweiten Nacht erzählt Phone Dude, dass bei der Durchsuchung zu seiner Freude ein stark beschädigter, aber voll funktionstüchtiger Animatronic, der bislang nicht bekannt war, gefunden wurde. Das Spiel nennt diesen Animatronic Springtrap. Zusätzlich dazu wurden alte Tonbandkassetten mit gesprochenen Bedienungsanweisungen für die Animatronics gefunden. Die Kassetten wurden von Phone Guy, einem Charakter aus den ersten beiden FNaF‐Spielen, aufgenommen. Phone Dude legt dann eine dieser Kassetten ein, damit der Spielercharakter sie hören kann. Dies ist das letzte Mal, dass Phone Dude in Erscheinung tritt; in jeder folgenden Nacht spielen direkt die Kassetten.

Über die Nächte hinweg enthüllen diese Kassetten, dass bestimmte Animatronic-Kostüme eine komplexe Innenmechanik besaßen, die es erlaubte, ihre Endoskelette mit Hilfe von Schnappschlössern so zu stauchen, dass ein schlanker Mitarbeiter das Kostüm tragen konnte, um damit wie mit einem Maskottchen-Anzug durch das Lokal zu laufen. Dies gehe jedoch mit einem hohen Risiko für den Mitarbeiter einher, da die Schlösser sich durch Berührungen oder Atem lösen könnten, wodurch sich die Bestandteile des Endoskeletts in die Person, die das Kostüm trägt bohren würden. Die Mitarbeiter wurden angewiesen, im Falle eines solchen Ereignisses einen menschenleeren Ort aufzusuchen, um dort zu sterben, ohne dass es den Gästen auffällt. Die Tonbänder verraten außerdem, dass Fazbear Entertainment mit Sabotageakten und defekten Animatronic-Kostümen zu kämpfen hatte. Die Kostüme mit der beschriebenen Mechanik wurden nach einem nicht näher detaillierten Vorfall an einer anderen Betriebsstelle des Unternehmens aus dem Betrieb zurückgezogen und in einem für die Benutzer der Anzüge gemachten, auf Karten nicht verzeichneten Pausenraum eingemauert.

Es wird vermutet, dass dieser Charakter identisch mit Shadow Freddy aus FNaF 2 ist. Shadow Freddy führt den jeweiligen Animatronic zu einem im ersten Spiel nicht sichtbaren Raum. Während der Minispiele zwischen den Nächten kontrolliert der Spieler Animatronics in der Reihenfolge Freddy, Bonnie, Chica und Foxy; in jeder Nacht wird jeweils einer gesteuert. Dieser wird jeweils von einem violetten Bären, der möglicherweise identisch mit Shadow Freddy aus FNaF 2 ist, durch die stark heruntergekommene Pizzeria des ersten Spiels der Reihe geführt. Er bringt sie zum erwähnten Pausenraum, der sich in der Nähe der Toiletten befindet, aufgrund der Programmierung der Animatronics führt der Versuch, diesen zu betreten jedoch zu einem Error. In diesem Moment attackiert ein ominöser, lila dargestellter Mann die alten Animatronics und zerstört sie. Dieser Mann wird auf die gleiche Weise dargestellt wie in FNaF 2, derjenige, der vermutlich für die Mordserie in der Pizzeria verantwortlich war. In den ersten vier Minispielen zwischen den Nächten befinden sich in einem Raum außerdem immer Hinweise, wie die geheimen Minispiele in den Nächten zu erreichen sind.

Im Minispiel nach der fünften Nacht zeigt sich, dass die alten Animatronics von den rachsüchtigen Geistern der ermordeten Kinder besessen sind. Einen davon kontrolliert der Spieler selber. Die Geister sind den zerstörten Puppen entflohen und drängen den Lila Mann in den geheimen Raum, wo er versucht, sich in den Animatronic Spring Bonnie zu retten. Doch die Schnappschlösser des Kostüms lösen sich durch das höhnische Lachen des Lila Mannes, wodurch sich das Endoskelett entfaltet und ihn zerquetscht. Spring Bonnie wird daraufhin vom Lila Mann besessen, weswegen er dem Spieler nach seiner Befreiung nachjagt. An verschiedenen Stellen im Spiel ist auch die Leiche des Mannes in dem Animatronic sichtbar.