Im deutschen Tischtennis ist die Tischtennis-Bundesliga (TTBL) bei den Herren und die 1. Bundesliga (1. BL) bei den Damen die höchste Spielklasse. Die 2. Bundesliga (2. BL) ist die zweithöchste Spielklasse bei den Herren und bei den Damen.
In der TTBL wird der Meister im K.-o.-System unter den vier besten Mannschaften der regulären Saison ermittelt. In der TTBL spielen zwölf, in der 1. Bundesliga sieben Mannschaften (Saison 2025/2026). Darunter gibt es für Herren und Damen eine 2. Bundesliga mit jeweils zehn Mannschaften. Bis zum Ende der Saison 2013/14 war die 2. Bundesliga in zwei Staffeln aufgeteilt.
Unterhalb der 2. Bundesliga gibt es für Herren und Damen die zweigleisige 3. Bundesliga mit jeweils einer Staffel für Nord- und einer Staffel für Süddeutschland.
Deutscher Meister Jahr Herren Damen2026 1. FC Saarbrücken-Tischtennis (2) ttc berlin eastside (11) 2025 TTF Liebherr Ochsenhausen (5) TTC 1946 Weinheim 2024 Borussia Düsseldorf (34) ttc berlin eastside (10) 2023 Borussia Düsseldorf (33) ttc berlin eastside (9) 2022 Borussia Düsseldorf (32) ttc berlin eastside (8) 2021 Borussia Düsseldorf (31) ttc berlin eastside (7) 2020 1. FC Saarbrücken ttc berlin eastside (6) 2019 TTF Liebherr Ochsenhausen (4) ttc berlin eastside (5) 2018 Borussia Düsseldorf (30) SV DJK Kolbermoor 2017 Borussia Düsseldorf (29) ttc berlin eastside (4) 2016 Borussia Düsseldorf (28) ttc berlin eastside (3) 2015 Borussia Düsseldorf (27) ttc berlin eastside (2) 2014 Borussia Düsseldorf (26) ttc berlin eastside 2013 SV Werder Bremen FSV Kroppach (7) 2012 Borussia Düsseldorf (25) FSV Kroppach (6) 2011 Borussia Düsseldorf (24) FSV Kroppach (5) 2010 Borussia Düsseldorf (23) FSV Kroppach (4) 2009 Borussia Düsseldorf (22) FSV Kroppach (3) 2008 Borussia Düsseldorf (21) FSV Kroppach (2) 2007 TTC Frickenhausen (2) TTC Langweid (8) 2006 TTC Frickenhausen Müllermilch Langweid (7) 2005 Müller Würzburger Hofbräu TV Busenbach 2004 TTF Liebherr Ochsenhausen (3) Müllermilch Langweid (6) 2003 Borussia Düsseldorf (20) FC Langweid (5) 2002 TTC Zugbrücke Grenzau (6) FSV Kroppach 2001 TTC Zugbrücke Grenzau (5) FC Langweid (4) 2000 TTF Liebherr Ochsenhausen (2) FC Langweid (3) 1999 TTC Zugbrücke Grenzau (4) FC Langweid (2) 1998 Borussia Düsseldorf (19) Team Galaxis Lübeck (2) 1997 TTF Liebherr Ochsenhausen Team Galaxis Lübeck 1996 Borussia Düsseldorf (18) FC Langweid 1995 Borussia Düsseldorf (17) TSG Dülmen 1994 TTC Zugbrücke Grenzau (3) Spvg Steinhagen (6) 1993 Borussia Düsseldorf (16) Spvg Steinhagen (5) 1992 Borussia Düsseldorf (15) Spvg Steinhagen (4) 1991 TTC Zugbrücke Grenzau (2) Spvg Steinhagen (3) 1990 Borussia Düsseldorf (14) Spvg Steinhagen (2) 1989 ATSV Saarbrücken (4) Spvg Steinhagen 1988 Borussia Düsseldorf (13) DSC Kaiserberg (17) 1987 TTC Zugbrücke Grenzau FTG Frankfurt (2) 1986 Borussia Düsseldorf (12) FTG Frankfurt 1985 ATSV Saarbrücken (3) ATSV Saarbrücken 1984 ATSV Saarbrücken (2) DSC Kaiserberg (16) 1983 ATSV Saarbrücken TSV Kronshagen (2) 1982 Borussia Düsseldorf (11) DSC Kaiserberg (15) 1981 Borussia Düsseldorf (10) DSC Kaiserberg (14) 1980 Borussia Düsseldorf (9) TTVg Weiß-Rot-Weiß Kleve 1979 Borussia Düsseldorf (8) TSV Kronshagen 1978 Borussia Düsseldorf (7) DSC Kaiserberg (13) 1977 SSV Reutlingen 05 DSC Kaiserberg (12) 1976 TTC Altena (2) DSC Kaiserberg (12) 1975 Borussia Düsseldorf (6) DSC Kaiserberg (11) 1974 Borussia Düsseldorf (5) Kieler TTK Grün-Weiß (3) 1973 TTC Altena VfL Osnabrück 1972 Mettmanner TV DSC Kaiserberg (10) 1971 Borussia Düsseldorf (4) DSC Kaiserberg (9) 1970 Borussia Düsseldorf (3) DSC Kaiserberg (8) 1969 Borussia Düsseldorf (2) DTC Kaiserberg (7) 1968 VfL Osnabrück (2) DTC Kaiserberg (6) 1967 TuSa 08 Düsseldorf (5) DTC Kaiserberg (5) 1966 VfL Osnabrück DTC Kaiserberg (4) 1965 TuSa 08 Düsseldorf (4) DTC Kaiserberg (3) 1964 TuSa 08 Düsseldorf (3) Kieler TTK Grün-Weiß (2) 1963 TuSa 08 Düsseldorf (2) DTC Kaiserberg (2) 1962 TuSa 08 Düsseldorf DTC Kaiserberg 1961 Borussia Düsseldorf Kieler TTK Grün-Weiß 1960 TTC Mörfelden (4) TK Hannover 1959 TTV Metelen Eintracht Frankfurt (7) 1958 TSV Milbertshofen (2) Eintracht Frankfurt (6) 1957 TTC Mörfelden (3) Eintracht Frankfurt (5) 1956 TTC Mörfelden (2) Eintracht Frankfurt (4) 1955 TTC Mörfelden TTC Rot-Weiß Hamburg (2) 1954 MTV München von 1879 (7) TTC Rot-Weiß Hamburg 1953 MTV München von 1879 (6) Eintracht Frankfurt (3) 1952 TSV Milbertshofen Eintracht Frankfurt (2) 1951 MTV München von 1879 (5) MTV München von 1879 1950 MTV München von 1879 (4) TSV Union Wuppertal (2) 1949 MTV München von 1879 (3) TSV Union Wuppertal 1948 MTV München von 1879 (2) Eintracht Frankfurt 1947 MTV München von 1879 - 1940–46 keine Sieger 1939 Post SV Wien Post SV Wien 1938 Hamburger SV (2) BSG Osram Berlin (3) 1937 Hamburger SV BSG Osram Berlin (2) 1936 BSG Osram Berlin BSG Osram Berlin 1935 TTC Friedenau-Berlin Reemtsma Dresden 1934 TTC Gelb-Weiß Berlin TTC Kurpfalz Ludwigshafen 1933 Kieler TTK Grün-Weiß –
Aktuelle Spielzeit Herren In der Spielzeit 2025/26 spielen folgende zwölf Vereine in der Tischtennis-Bundesliga: TTC OE Bad Homburg TSV Bad Königshofen TTC Schwalbe Bergneustadt Werder Bremen Borussia Dortmund Borussia Düsseldorf TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell TTC Zugbrücke Grenzau ASV Grünwettersbach Post SV Mühlhausen 1951 TTF Liebherr Ochsenhausen 1. FC Saarbrücken
Damen In der Spielzeit 2025/26 spielen folgende sieben Vereine in der 1. Bundesliga: ttc berlin eastside TTG Bingen/Münster-Sarmsheim TSV Dachau 1865 SV DJK Kolbermoor TSV Langstadt 1909 ESV Weil TTC 1946 Weinheim
Neue Struktur seit 2014 Am 1. Dezember 2012 entwarf der DTTB-Bundestag eine neue Struktur der oberen Spielklassen, die sowohl bei den Damen als auch bei den Herren einheitlich ist und ab der Saison 2014/15 in Kraft trat: Die 2. Bundesliga wurde eingleisig. Als dritthöchste Spielklasse wurde eine 3. Bundesliga eingeführt. Hier gibt es eine Nord- und eine Südgruppe mit je zehn Mannschaften. Die beiden Gruppensieger sind zum Aufstieg in die 2. Bundesliga berechtigt. Darunter wurde die Regionalliga zur vierthöchsten, die Oberliga zur fünfthöchsten Spielklasse. In der 2. und 3. Bundesliga besteht eine Mannschaft aus vier Aktiven, in der Regionalliga treten bei den Herren Sechser- und bei den Damen Viererteams an.
Geschichte Herren Erstmals stand im Mai 1962 das Thema „Bundesliga“ auf der Agenda, als sich in Frankfurt am Main der DTTB-Sportausschuss und die Sportwarte trafen. Aus Kostengründen wurde die Bundesliga vorerst abgelehnt. In den folgenden Jahren wurde in Fachkreisen intensiv das Für und Wider diskutiert. Umstrittene Themen waren insbesondere die erwarteten Mehrkosten (weitere Reisen), die Zuschauerresonanz sowie die Frage, ob eine Mannschaft aus vier oder sechs Spielern bestehen sollte.
Gründung und Spielmodus Bis 1966 waren vier Oberligen (Gruppen Süd, Südwest, Nord, West) die höchste deutsche Spielklasse. Im Juli 1965 wurde auf der Bundeshauptversammlung auf Borkum die Schaffung der Bundesliga beschlossen, im August 1965 legte der DTTB-Sportausschuss in Hannover fest, nach welchem System die Bundesligaplätze in der ersten Saison vergeben werden sollten.
Die 1. Bundesliga für Herren wurde in der Saison 1966/67 eingeführt und bestand aus acht Mannschaften mit je sechs Spielern. Qualifiziert waren die Meister der vier Oberligen. Die restlichen vier Plätze wurden in einem Relegationsturnier ausgespielt, an dem die Oberliga-Mannschaften auf den Plätzen zwei bis vier teilnahmen (Ausführlichere Darstellung in Tischtennissaison 1965/66). Somit startete die Bundesliga am 10. und 11. September 1966 mit folgenden Mannschaften:
VfL Osnabrück – Meister der Oberliga Nord SV Moltkeplatz Essen – Meister der Oberliga West SSV Reutlingen 05 – Meister der Oberliga Süd 1. FC Saarbrücken – Meister der Oberliga Südwest DJK TuSA 08 Düsseldorf – Zweiter der Oberliga West TSV Milbertshofen – Zweiter der Oberliga Süd Post SV Augsburg – Dritter der Oberliga Süd TTC Mörfelden – Zweiter der Oberliga Südwest
Der Deutsche Tischtennis-Bund DTTB leistete für diese Mannschaften einen Fahrtkostenzuschuss. Spielleiter war Jupp Schlaf.
Die vier Oberligen waren daraufhin zweitklassig.
Häufig wechselte der Spielmodus. In der nächsten Saison 1967/68 wurde die Anzahl der Mannschaften um zwei auf zehn erhöht. Ab 1984/85 wurden Absteiger und Meister in einer Playoff-Runde ermittelt (siehe Play-off-System TT 1984). Ab 1986/87 wurde nur noch die Meisterschaft in einer K.-o.-Playoffrunde ausgespielt (siehe Play-off-System TT 1986). Da es wegen der Weltmeisterschaft 1989 Terminprobleme gab, wurde 1988/89 die Play-off-Runde nach dem einfachen K.-o.-System (ohne Rückspiel) ausgetragen.
1989/90 spielten nur noch die ersten vier Mannschaften in einer Play-off-Runde: 1 gegen 4 sowie 2 gegen 3 kämpften in einem Hin- und Rückspiel, die Sieger bestritten das Endspiel (ohne Rückkampf). 1990/91 wurde die Mannschaftsstärke in der 1. BL auf vier Spieler reduziert (unterhalb der 1. BL spielten weiterhin Sechser-Mannschaften) mit der Idee, die Dauer eines Mannschaftskampfes zu verkürzen und somit attraktiver für Fernsehübertragungen zu werden. Ein Jahr später wurde das Endspiel im Modus Best-of-Three durchgeführt, d. h., es fand ein Hin- und Rückspiel und bei Bedarf ein Entscheidungskampf statt.
1994/95 wurde die 1. Bundesliga auf zwölf Mannschaften aufgestockt, danach wieder auf zehn Mannschaften reduziert. 1997/98 spielten die fünf besten Mannschaften in einer Play-off-Runde den Meister aus, gegen den Abstieg kämpften die restlichen fünf Mannschaften in einer Play-down-Runde. 1998/99 traten sechs Mannschaften in der Play-off-Runde an. Diese Saison konnte nur mit neun Mannschaften bestritten werden, da sowohl der 1. FC Bayreuth als auch der SV Plüderhausen der 2. BL Süd auf den Aufstieg verzichteten. In der Saison 2000/2001 wurde das Playoff-System ausgesetzt, ein Jahr später erneut eingeführt. Dabei erreichten die beiden Tabellenersten direkt das Halbfinale. Im Viertelfinale mussten sich der Dritte (gegen den Sechsten) und der Vierte (gegen den Fünften) qualifizieren. Seit 2002/03 besteht die Playoff-Runde nur noch aus vier Teams.
Seit der Saison 2007/08 hieß die 1. Tischtennis-Bundesliga der Herren Deutsche Tischtennis Liga (DTTL).
Zur Saison 2008/09 wurden die beiden Bundesliga-Vereine TTC Frickenhausen und Müller Würzburger Hofbräu zu TTC Müller Frickenhausen/Würzburg zusammengelegt. Ebenso wurde ein neues Spielsystem, das DTTB-System, eingeführt, dabei wird nur auf einem Tisch, mit drei Spielern pro Mannschaft, gespielt.
Mit der Saison 2011/12 wurde die Liga in TTBL umbenannt und die Mannschaftskämpfe nach dem Championsleague-System ausgetragen. Für die Saison 2018/19 wurde die Wiedereinführung des Doppels mit dem DTTB-System (zuletzt 2010/11 in Benutzung) beschlossen.
Verselbstständigung Im November 2010 spaltete sich die DTTL vom Deutschen Tischtennis-Bund DTTB ab und machte sich – nach dem Vorbild anderer Sportarten – als TTBL Sport GmbH selbständig.
Internationalisierung Die Konzentration auf eine Liga rief Sponsoren und Firmengruppen auf den Plan. Zu den Pionieren gehörte der TTC Calw, der in der Saison 1977/78 als TTC Jägermeister Calw antrat. Es folgten beispielsweise SSV Heinzelmann Reutlingen, TTC Simex Jülich, TTF LIEBHERR Ochsenhausen u. a. Diese Sponsoren ermöglichten die Verpflichtung internationaler Spitzenspieler, etwa Dragutin Šurbek, Desmond Douglas, Andrzej Grubba, Mikael Appelgren, Wladimir Samsonow, Jan-Ove Waldner und viele mehr.
Der Einsatz vieler Ausländer war zu jeder Zeit umstritten. Kritiker bemängelten, dass zu wenig deutsche Nachwuchsspieler eine Chance erhalten, an der Spitze mitzuspielen. Daher führte der DTTB ab der Saison 1982/83 die Regelung ein, dass jeder Verein nur noch maximal einen Ausländer einsetzen darf. Diese Regelung wurde später wieder aufgehoben. Ab 1993/94 dürfen in einer Sechsermannschaft maximal zwei Ausländer mitwirken, davon muss jedoch mindestens einer EG-Ausländer sein.
Zweite Bundesliga