Viktor Oswald Freiherr von Coburg (* 11. September 1822 in St. WendelDer angeblich nicht gesicherte Geburtsort (Roland Geiger: Der Baron von Coburg. bei Historische Forschungen Roland Geiger; abgerufen am 11. Juni 2021) ergibt sich zwanglos aus der zu „Sct. Wendel, am 11. September 1822“ datierten Geburtsanzeige des Vaters, der zufolge seine Gemahlin „heute […] von einem gesunden Knaben“ entbunden worden ist: ; † 13. Dezember 1904 in DresdenStadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden I, Sterbe-Neben-Register 1904, Nr. 1543.) war ein österreich-ungarischer Generalmajor aus dem Adelsgeschlecht Coburg, einer Bastardlinie der Wettiner.

Leben Familie Coburg war das zweite von vier Kindern des sächsisch-coburgischen Geheimen Rats und Oberstallmeisters sowie – von 1816 bis 1824 – Regierungspräsidenten im Fürstentum Lichtenberg, Freiherr Emil von Coburg (1779–1827),Herzogl.-Sachsen-Coburgisches Regierungs- und Intelligenzblatt. Nr. 51 vom 22. Dezember 1827, Sp. 768 (online bei Google Books). und seiner Ehefrau, der späteren Oberhofmeisterin Gräfin Tekla, geborene Vitzthum von Eckstädt (1799–1880). Sein Vater EmilSo der Rufname. war ein illegitimer Sohn von Ludwig Karl Friedrich von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1755–1806), fünftes von sieben Kindern des ernestinischen Herzogs Ernst Friedrich von Sachsen-Coburg-Saalfeld, und der Hugenottin N. Brutel de La Rivière.

Nach dem frühen Tod ihres Vaters kamen die vier Coburg′schen Kinder unter die Vormundschaft von Karl August von Wangenheim.Herzogl.-Sachsen-Coburgisches Regierungs- und Intelligenzblatt. Nr. 50 vom 15. Dezember 1827, Sp. 757. (online bei Google Books).

Im Jahr 1862 heiratete Oswald von Coburg die Freiin Anna von Pawel-Rammingen (1842–1920), mit der er sechs Kinder hatte. Anna war die ältere Schwester von Alfons von Pawel-Rammingen (1843–1932), der 1880 die Prinzessin Friederike von Hannover und Cumberland (1848–1926) heiratete.

Nach seiner Pensionierung wohnte Coburg 1895 in der sächsischen Niederlößnitz bei Dresden, in der heute denkmalgeschützten Villa in der Zillerstraße 11,Adreßbuch und Wohnungs- und Geschäftshandbuch der Lößnitzortschaften, folgende Gemeinden umfassend: Kötzschenbroda mit Ortstheil Fürstenhain, Niederlößnitz, Naundorf, Zitzschewig und Lindenau, sowie Radebeul, Serkowitz, Oberlößnitz und die Bewohner des Lößnitzgrundes. Kötzschenbroda 1895. S. 53. später in Dresden.

Militärische Karriere Nach einer Schulzeit auf dem Vitzthumschen Gymnasium in Dresden trat Coburg 1838 in die dortige Militärbildungsanstalt ein.Ad examen anniversarium diebus ii, iii, iv: mensis Septembris in Gymnasio vitzthumiano ac Schola Blochmannia publice instituendum… E. Blochmann, 1839, S. 49. Nach Ablegung der Offiziersprüfung trat er am 30. Januar 1841 in die österreichische Armee ein, zunächst als unobligater Cadet in das 2. Dragoner-Regiment König Ludwig von Baiern. 1843 wurde er zum Unter-, 1849 zum Oberleutnant befördert, 1851 und 1852 erfolgte die Ernennung zum Rittmeister 2. bzw. 1. Klasse. Generalmajor Oswald Freiherr v. Coburg. In: Militär-Zeitung. Jg. 32. Nr. 25 vom 25. März 1879, S. 185 f., unter Armee-Nachrichten (online bei ANNO).

Im Jahr 1862, als er heiratete, war er Major.Gesuch der Oberhofmeisterin Thekla von Coburg um Gestellung einer Heiratskaution für ihren Sohn Oswald von Coburg, österreichischer Major. In: Findbuch des Thüringischen Staatsarchiv Gotha. 1863 wurde der Major vom Kürassier-Regiment „König Ludwig von Bayern“ Nr. 10 in das K.u.k. Dragoner-Regiment Nr. 4 versetzt,Kaiserlich-königliches Armee-Verordnungsblatt, Band 13. 1863, S. 235. mit dem er als frisch beförderter OberstleutnantStreffleurs militärische Zeitschrift. L. W. Seidel, 1866, S. 27. 1866 während des Deutschen Kriegs am Feldzug in Böhmen teilnahm. Dafür erhielt er „die Allerhöchste Belobung“.A. Graf Thorheim: Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte der K. K. Oesterreichischen Armee. Wien und Teschen 1880, S. 32 „1866 Für Auszeichnung im Feldzuge in Böhmen.“

Von März 1869Geschichte des k.u.k. Dragoner-Regiments Kaiser Ferdinand, Ausgabe 4;Ausgaben 1672-1902. S. 408. bis 1876 kommandierte Coburg als Oberstleutnant bzw. später als Oberst das Dragoner-Regiment Wilhelm Herzog von Braunschweig Nr. 7 der Gemeinsamen Armee Österreich-Ungarns.

Auszeichnungen Coburg erhielt unter anderem die folgenden Auszeichnungen: Kommandeurkreuz I. Klasse des Ordens Heinrichs des Löwen Komturkreuz II. Klasse des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens Orden der Eisernen Krone III. Klasse „Allerhöchste Belobung“

Literatur Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser. Band 18, Perthes, 1868, S. 119 f. (Online).

Weblinks Tekla Gräfin Vitzthum von Eckstädt, um 1820, Pastell, 50 × 40 cm. Porträt von Nikolaus Lauer

Einzelnachweise

Kategorie:Kavallerist Kategorie:Generalmajor (Österreich-Ungarn) Kategorie:Kommandeur I. Klasse des Ordens Heinrichs des Löwen Kategorie:Träger des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens (Komtur II. Klasse) Kategorie:Träger des Ordens der Eisernen Krone (III. Klasse) Oswald Kategorie:Familienmitglied einer unebenbürtigen Linie des Hauses Wettin Kategorie:Geboren 1822 Kategorie:Gestorben 1904 Kategorie:Mann