Tetraethylsilan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der siliciumorganischen Verbindungen und hat die Konstitutionsformel Si(C2H5)4.

Gewinnung und Darstellung Über die Herstellung von Tetraethylsilan durch Umsetzung von Silicium(IV)-chlorid mit Diethylquecksilber (M = Hg) bzw. Diethylzink (M = Zn) in einer zugeschmolzenen Glasampulle wurde zuerst 1863 von Charles Friedel und James Mason Crafts berichtet:Rolf Werner Soukup: Chemiegeschichtliche Daten organischer Substanzen, Version 2020, S. 154 pdf.

SiCl4{} + 2 M(C2H5)2 ->[\mathrm{140-160, {}^{\circ}C}][] (C2H5)4Si{} + 2 MCl2

Eigenschaften Tetraethylsilan hat einen Flammpunkt von 25 °C. Es ist stabil bei Kontakt mit Wasser und an der Luft und reagiert nicht mit Salpetersäure oder konzentrierter Kalilauge. Im Kernspinresonanzspektrum zeigt es folgende Signale: chemische Verschiebung(ppm) Si–CH2– –CH3 1H 0,50 0,93 13C 3,0 7,5

Verwendung Tetraethylsilan reagiert mit Halogeniden der 3. Hauptgruppe (Borgruppe) wie Bortribromid oder Galliumtrichlorid mit hoher Reinheit und Ausbeute unter Bildung der entsprechenden Dihalogenethylverbindung: (C2H5)4Si + BBr3 -> (C2H5)3SiBr + C2H5BBr2 (C2H5)4Si4 + GaCl3 -> (C2H5)3SiCl + C2H5GaCl2

Einzelnachweise Eugene G. Rochow: Silicium und Silicone. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-662-09896-7, S. 49–51 (). Manfred Hesse: Spektroskopische Methoden in der organischen Chemie. Georg Thieme Verlag, 2005, ISBN 978-3-13-576107-7, S. 224 ().

Kategorie:Carbosilan Kategorie:Alkylsiliciumverbindung