mini|hochkant|Shimon Sakaguchi (2017) Shimon Sakaguchi (; * 19. Januar 1951 in Nagahama) ist ein japanischer Immunologe an der Universität Osaka. Er ist bekannt für die Entdeckung der regulatorischen T-Zellen, die Beschreibung ihrer Rolle für das Immunsystem und die Anwendung dieser Erkenntnisse bei der Behandlung von Autoimmunkrankheiten und Krebs.
Leben Sakaguchi erwarb 1976 einen M.D. und 1982 einen Ph.D., beide an der Universität Kyōto. Hier erhielt er auch seine weitere Ausbildung in Pathologie und Immunologie. Als Postdoktorand arbeitete er an der Johns Hopkins University und der Stanford University. 1989 erhielt er eine erste Professur (Assistant Professor) am Scripps Research Institute, ging aber 1991 zurück nach Japan, wo er zunächst am RIKEN forschte und dann die Leitung der Abteilung für Immunpathologie am Tokyo Metropolitan Institute übernahm.
1999 erhielt er eine Professur für Experimentelle Pathologie an der Universität Kyōto, 2007 wurde er dort Leiter des Institute for Frontier Medical Sciences. 2011 wurde er Professor am Immunology Frontier Research Center der Universität Osaka, das er heute leitet. 2016 wurde er als „Meiyo Kyōju“Meiyo Kyōju () wird im Deutschen gelegentlich mit „Professor emeritus“ wiedergegeben. Aber im Unterschied zu diesem, bei Eintritt in den Ruhestand automatisch geführten Titel, ist dies in Japan eine nur gelegentlich gewährte, besondere Auszeichnung. der Universität Kyōto und 2017 der Universität Osaka geehrt.
Seit 2015 zählte ihn Thomson Reuters zu den Favoriten auf einen Nobelpreis für Physiologie oder Medizin., bei Thomson Reuters (englisch).
mini|Nobelpreis in Physiologie oder Medizin 2025: FoxP3+ Treg Zellen in der Immuntoleranz.
Für 2025 wurde ihm für „Entdeckungen zur peripheren Immuntoleranz“ der Nobelpreis für Medizin zugesprochen (gemeinsam mit Mary E. Brunkow und Fred Ramsdell).
Auszeichnungen (Auswahl) 2004: William B. Coley AwardWilliam B. Coley Award beim Cancer Research Institute (cancerresearch.org); abgerufen am 25. März 2015. 2005: Takeda-Medizinpreis 2008: Keio Medical Science Prize 2009: Kaiserliche Ehrenmedaille am violetten Band 2011: Asahi-PreisThe Asahi Prize bei Asahi Shimbun-sha (asahi.com); abgerufen am 25. März 2015. 2012: Ausländisches Mitglied der National Academy of SciencesShimon Sakaguchi bei der National Academy of Sciences (nasonline.org); abgerufen am 25. März 2015. 2015: Canada Gairdner International AwardShimon Sakaguchi MD, PhD bei der Gairdner Foundation (gairdner.org); abgerufen am 25. März 2015. 2017: Crafoord-Preis 2017: Person mit besonderen kulturellen Verdiensten 2019: Deutscher Immunologie-Preis 2019: Kulturorden 2020: Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis 2020: Robert-Koch-Preis 2025: Nobelpreis für Medizin 2026: Ehrendoktorwürde der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Anmerkungen
Weblinks
Shimon Sakaguchi auf der Website der Universität Osaka (osaka-u.ac.jp; englisch) Biografie Shimon Sakaguchi in der Kotobank, japanisch
Einzelnachweise
Kategorie:Immunologe Kategorie:Hochschullehrer (Universität Kyōto) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Osaka) Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:Nobelpreisträger für Physiologie oder Medizin Kategorie:Träger des Canada Gairdner International Award Kategorie:Person mit besonderen kulturellen Verdiensten Kategorie:Träger des japanischen Kulturordens Kategorie:Träger des Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preises Kategorie:Ehrendoktor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1951 Kategorie:Mann