mini|St. Josef in Matzerath mini|Innenansicht, Blick zum Altar und Retabel St. Josef ist die römisch-katholische Kapelle des Ortsteils Matzerath der Stadt Erkelenz im Kreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen).

Die Kapelle ist unter Nummer 245 in die Liste der Baudenkmäler in Erkelenz eingetragen.

Geschichte Gebäude Die Matzerather Kapelle wurde im Jahr 1694 im Baustil des Barock errichtet. Vorher gab es vermutlich kein Gotteshaus im Ort. Stifter war der aus Matzerath stammende Priester Peter Gehlen (1662–1723). Petrus Gehlen empfing am 22. Dezember 1691 in Köln die Priesterweihe. Er war unter anderem Kaplan und Vikar in Aachen und an St. Lambertus in Erkelenz und nicht, wie oft beschrieben, Kreuzherr im Kloster Hohenbusch. Das Bauwerk ist in Form eines Oktogons errichtet. Die Dachkonstruktion besteht wie typisch für den Barock aus einer geschweiften Haube und einer Laterne mit Zwiebelhaube.Internetseite von Bernd LimburgFlyer der Reihe: Bedeutende Bau- und Kunstwerke in Erkelenz, 12

Pfarrzugehörigkeit Bis 1558 war Matzerath eine Filiale der Pfarre Schwanenberg. Da diese jedoch mit der Reichsherrschaft Wickrath um 1560 protestantisch wurde, kam die Filiale zur Pfarre St. Lambertus Erkelenz. Seit dem 1. Januar 2015 gehört Matzerath zur neuen Großpfarre Christkönig Erkelenz, nachdem die Pfarre St. Lambertus aufgelöst wurde.

Ausstattung Im Innern der Kapelle befindet sich das Retabel eines barocken Hochaltars, welcher am 25. September 1696 vom Roermonder Bischof Reginald Cools mit der Kapelle geweiht wurde. Es ist in einer Wandnische in der östlichen Wand eingebaut. In der Mitte steht die Skulptur einer Kreuzigungsgruppe, im Auszug die Skulptur einer Herz-Jesu-Figur. Das Retabel wird vom Göttlichen Auge mit Strahlenkranz gekrönt.

Der Zelebrationsaltar ist aus einem quaderförmigen Natursteinblock mit quadratischer Mensaplatte gefertigt.

Das würfelförmige Tabernakel steht auf einer Natursteinstele vor dem Retabel.

Weiterhin befinden sich im Innenraum eine Ölberggruppe, die für einen Antwerpener Schnitzaltar um 1510 geschaffen wurde, ein Kreuzigungsrelief aus Silber, das um 1700 geschaffen wurde, eine barocke Skulptur des Hl. Josef von 1720, neu gefasst um 1870, eine neugotische Plastik der Muttergottes mit Jesukind aus Terrakotta von 1865.

Glocken Die Matzerather Kapelle St. Josef hat ein zweistimmiges Geläute in ihrem kleinen Glockenturm. Glocke...a″...Eifeler Glockengießerei, Brockscheid........ im Jahre 2003 Glocke...h″...Bochumer Verein für Gusstahlfabrikationen... im Jahre 1947

Weblinks

Bilder der Kapelle

Einzelnachweise

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