Thomas Schroll (* 26. November 1965 in Hall in Tirol) ist ein ehemaliger österreichischer Bobfahrer, der 1992 Olympiasieger im Viererbob war.
Leben und berufliche Karriere Nach seiner aktiven Karriere im Bobsport arbeitete Schroll ab Mitte der 1990er-Jahre zeitweise als Konditionstrainer, unter anderem für den Eishockeyverein HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck.Alex Gruber: Voller Konditionstank hilft immer weiter. In: Tiroler Tageszeitung. 2. Juli 2002. 1992 wurde die Festhalle der Marktgemeinde Neumarkt, wo Schroll Teile seiner Kindheit und Jugend verbrachte, in „Thomas-Schroll-Halle“ umbenannt.Norbert Wallner: Neumarkt bereitete dem Bob-Olympiasieger einen herzlichen Empfang – Festhalle der Marktgemeinde wurde in „Thomas-Schroll-Halle“ umbenannt. In: Murtaler Zeitung. 14. März 1992.
Seit Anfang der 2000er-Jahre ist er als Geschäftsführer im Tiroler Bergbahnsektor tätig. 2006 wechselte er von der Schlick 2000 zur Nordkettenbahn, deren Geschäftsführer er seither ist. Seit der Einführung des Freizeitticket Tirol im Jahr 2008 ist er zudem Vorsitzender der Initiative. In dieser Funktion tritt Schroll regelmäßig öffentlich zu Fragen der Tiroler Bergbahn- und Freizeitwirtschaft auf.
Schroll ist verheiratet.Recka Hammann: Diamanten-Fieber und Geschwindigkeits-Rausch. In: Kurier. 11. November 2004.
Sportliche Karriere mini|Siegerehrung Thomas Schroll 1992 Schroll vom Bob-Club Igls startete als Anschieber in österreichischen Bobteams, unter anderem mit den Piloten Peter Kienast, Ingo Appelt und Hubert Schösser. Er gewann seine erste internationale Medaille bei der Bob-Europameisterschaft 1989, zusammen mit Peter Kienast, Franz Siegl und Kurt Teigl belegte er den dritten Platz hinter dem Bob des Österreichers Ingo Appelt und dem DDR-Bob von Harald Czudaj. 1990 fand die Europameisterschaft auf der Bahn in Igls statt und den Österreichern gelang ein Doppelsieg. Peter Kienast, Johann Lindner, Martin Riedl und Thomas Schroll siegten vor Ingo Appelt, Gerhard Redl, Jürgen Mandl und Harald Winkler.
Bei den Olympischen Spielen 1992 in Albertville gehörte Schroll zur Mannschaft von Ingo Appelt. Appelt und Schroll belegten im Zweierbob den vierten Platz, im Viererbob gewannen Ingo Appelt, Harald Winkler, Gerhard Haidacher und Thomas Schroll mit zwei Hundertstelsekunden Vorsprung auf den deutschen Bob von Wolfgang Hoppe die Goldmedaille, die bis heute (Stand nach den Winterspielen 2026) einzige olympische Goldmedaille für österreichische Bobfahrer überhaupt.
Zwei Jahre später trat Schroll bei den Olympischen Spielen 1994 in Lillehammer mit Hubert Schösser im Zweierbob an und belegte den fünften Platz. 1995 belegten Hubert Schösser, Gerhard Redl, Thomas Schroll und Martin Schützenauer den zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft hinter dem Vierer von Wolfgang Hoppe.
Zu seinen größten Erfolgen zählen der Europameistertitel 1990, der Olympiasieg 1992 im Viererbob und die Vizeweltmeisterschaft 1995.
Weblinks
Weltmeisterschaften im Viererbob Europameisterschaften im Viererbob
Einzelnachweise
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