Takeshima (jap. , dt. „Bambusinsel“) ist eine japanische Insel in der Mikawa-Bucht. Die Insel gehört zur Gemeinde Gamagōri in der Präfektur Aichi und bildet dort mit dem gegenüberliegenden Gebiet den Ortsteil Takeshima-chō.
Die Insel ist unbewohnt, aber durch eine 400 m lange Fußgängerbrücke mit dem Festland verbunden. Auf der Insel findet sich der der Wassergöttin Benten geweihte Yaotomi-Schrein (, Yaotomi-jinja), der 1181 von Fujiwara no Toshinari gegründet worden sein soll. Zu diesem gehören noch vier weitere Schreine zu Ehren anderer Kami – der Uga-Schrein (, Uga-jinja) für den Nahrungsgott Ukanomitama, der Hachidaiyū-Schrein (, Hachidaiyū-jinja) für den Meeresgott Ryūjin, Daikoku-Schrein (, Daikoku-jinja) für den Gott des Ackerbaus und der Medizin Ōkuninushi und der Chitose-Schrein (, Chitose-jinja) in dem Fujiwara no Toshinari selbst vergöttlicht ist.
Der Schreinkomplex befindet sich inmitten eines Dickichts, das von den Baumarten Machilus thunbergii, Ilex integra, Daphniphyllum teijsmannii und Cinnamomum tenuifolium bzw. insgesamt 238 Pflanzenarten geprägt ist. Zudem stellt Takeshima das nördlichste Habitat der Grasart Carex matsumurae in Japan dar. Aufgrund dieses Naturreichtums wurde die Insel 1930 zum Naturdenkmal erklärt.
Auf der gegenüberliegenden Uferseite überschaut auf einem Hügel das Gamagōri Classic Hotel im Art-déco-Stil die Insel.
Weblinks
Website des Schreins (japanisch)
Einzelnachweise
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