Augusto Céspedes (* 6. Februar 1904 in Cochabamba; † 9. Mai 1997 in La Paz) war ein bolivianischer Schriftsteller und Politiker.
Leben Céspedes war als Jurist und Journalist tätig. Als Offizier der Reserve war er von 1932 bis 1935 auf bolivianischer Seite am Chacokrieg beteiligt. Er gehörte zu den Gründern der Nationalrevolutionären Bewegung Boliviens. Von 1964 an war er zeitweise bolivianischer Botschafter in Frankreich. Céspedes trat als Kritiker der sogenannten Rosca, einer Dreiergruppe der Bergbauunternehmer Simón I. Patiño und Carlos Victor Aramayo und Moritz Hochschild, auf.
Als Schriftsteller veröffentlichte er geschichtliche Abhandlungen, Erzählungen und Romane. Seine Bücher über die Ausbeutung in den Bergwerken („Teufelsmetall“) und die mehr als 80.000 bolivianischen Opfer des Chacokrieges wurden u. a. ins Deutsche übersetzt.
Werke (Auswahl) Sangre de Mestizos, Erzählungen, 1936 Metal del diablo (Teufelsmetall), 1956 El Presidente colgado, 1966 El dictador suicida, 1968 Trópico enamorado, Roman, 1968 El presidente colgado, Roman, 1971
Literatur Céspedes, Augusto in Moderne latainamerikanische Prosa, Verlag Volk und Welt Berlin, 1976, Seite 424.
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Bolivianische Literatur Kategorie:Literatur (Spanisch) Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Bolivianischer Botschafter in Frankreich Kategorie:Politiker (Bolivien) Kategorie:Bolivianer Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 1997 Kategorie:Mann