Karl Otto Ragotzky (* 9. MaiBeratungszentrum Friedhof Ohlsdorf 1928 in Flensburg;, abgerufen am 21. März 2015 † 31. August 1986 in Hamburg) war ein deutscher Schauspieler, Theaterregisseur, Hörspielsprecher und -autor.

Leben und Wirken Karl Otto Ragotzky nahm nach dem Abitur Schauspielunterricht und gab sein Bühnendebüt 1951 im Theater im Zimmer in Hamburg. Nebenher arbeitete er freiberuflich in der Marktforschung. 1973 kam er ans Ohnsorg-Theater, dessen Geschäftsführung er übernahm, wo er aber auch als Schauspieler und Regisseur tätig war.

Daneben übersetzte und bearbeitete Ragotzky Werke hochdeutscher und englischer Autoren für die niederdeutsche Sprache, darunter mehrfach Stücke des Engländers Jack Popplewell wie z. B. Allens klar, Herr Kommissar (Dead Easy), Bookstabeer mal Mississippi (How do you spell Mississippi?) oder Allens oder nicks (Darling I'm home). Er schrieb weiterhin die Hörspiele Straten, De Nacht sowie Anne B.Google Books: Anne B., abgerufen am 21. März 2015 und Vun den Fischer un sien Fru (mit Heinz Wunderlich und Heinz Busch).Google Books: Vun den Fischer un sien Fru, abgerufen am 21. März 2015

Ragotzky war neben seinen Auftritten im Ohnsorg-Theater u. a. in kleinen Rollen in zwei frühen Edgar-Wallace-Filmen, Die Bande des Schreckens und Der Fälscher von London, zu sehen.

Während seiner Geschäftsführertätigkeit am Ohnsorg-Theater kam es in den 1970er Jahren zwischen Ragotzky und dem damaligen Intendanten Günther Siegmund zu Auseinandersetzungen, die schließlich vor Gericht endeten und in dessen Verlauf sich beide Parteien gegenseitig des Alkoholismus bezichtigten, was wohl auf jeden Fall bei Siegmund der Fall gewesen sein soll.Jens-Meyer Odewald: Triumph mit Tratsch im Treppenhaus, Hamburger Abendblatt, abgerufen am 21. März 2015

1984 erlitt Karl Otto Ragotzky einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholen sollte. Vor seinem Tod lag er schließlich 14 Tage im Koma und starb 58-jährig in der Nacht zum 31. August 1986.Ohnsorg-Theater trauert um Karl Otto Ragotzky, Hamburger Abendblatt vom 1. September 1986 Nach der Trauerfeier im Krematorium des Ohlsdorfer Friedhofes am 4. September 1986Traueranzeige im Hamburger Abendblatt am 3. September 1986 wurde Ragotzky auf dem Hamburger Friedhof Tonndorf beigesetzt.

Karl Otto Ragotzky war verheiratet und lebte zuletzt in Wedel bei Hamburg.

Regiearbeiten Fernseh-Aufzeichnungen aus dem Ohnsorg-Theater: 1974: Für die Katz 1974: Tratsch im Treppenhaus 1974: Das Sympathiemittel 1974: Michel und Micaela 1978: Der politische Bock 1978: Der Etappenhase 1979: Mit Gefühl und Wellenschlag 1979: Heiratsschwindel 1980: Das Naturtalent 1981: Kollege Generaldirektor 1981: Hamburger Bier 1982: Das Piratenstück 1983: Die fröhliche Tankstelle

Filmografie 1960: Die Bande des Schreckens 1961: Der Fälscher von London 1965: Der Augenblick des Friedens 1973: Brand-Stiftung 1976: Wenn der Hahn kräht 1977: Petrus gibt Urlaub 1978: Willems Vermächtnis 1981: Späte Liebe geht ins Geld

Hörspiele Als Autor 1961: Straten – Regie: Hans Tügel

Als Regisseur 1978: Levenshölp – Autor: Elisabeth Meyer-Runge 1978: De Saak mit de Wohrheit (auch Sprecher) – Autor: Wolfgang Altendorf 1980: Kuddl sien Klock (auch Übersetzer) – Autor: Wolfgang Altendorf

Als Sprecher 1954: Theophilus – Regie: Hans Tügel 1955: Driewsand – Regie: Hans Tügel 1955: De frömde Fro – Regie: Hans Tügel 1955: De ol Mann, de wedder nah Schol geiht – Regie: Günter Jansen 1956: Bunte Mardels – Regie: Günter Jansen 1956: De ruge Hoff – Regie: Hans Tügel 1956: Stratenmusik – Regie: Hans Tügel 1957: Dat Wunnerkind – Regie: Günter Jansen 1957: Julia un de Renaissance – Regie: Hans Tügel 1957: Dat Düvelsexamen – Regie: Hans Tügel, mit Uwe Friedrichsen 1957: De Möllner Gerechtigkeit – Regie: Hans Tügel 1958: De Doden sünd dod – Regie: Hans Tügel 1958: Kattengold – Regie: Hans Tügel 1958: Ein unbedachter Kauf (1. Teil) – Regie: Gernot Weitzl 1958: Dat Schüttenbild – Regie: Hans Tügel 1959: Dat Licht – Regie: Hans Tügel 1959: Vun den Padd af – Regie: Hans Tügel 1959: Abelke Bleken, de Hex vun Ossenwarder – Regie: Hans Tügel 1959: Mudder Elend und ehr Beerbohm – Regie: Hans Tügel 1960: Bott för de Doden – Regie: Hans Tügel 1961: De achter uns steiht – Regie: Hans Tügel 1963: Schipp op Strand – Regie: Günther Siegmund 1967: De Arvschopp – Regie: Günter Jansen 1968: De Narr – Regie und Sprecher: Curt Timm 1970: De Weltünnergang – Regie: Curt Timm 1972: Lege Fründschopp – Regie: Jochen Rathmann 1984: Ole Geschichten – Regie: Hans Helge Ott

Weblinks

Das Grab von Karl Otto Ragotzky

Einzelnachweise

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