La Dornac (, ) ist eine südwestfranzösische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Dordogne im Nordosten der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes Terrassonnais Haut Périgord Noir. Die Bewohner werden Ladornacois und Ladornacoises genannt.

Die Gemeinde erhielt 2025 die Auszeichnung „Zwei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Ortschaften verliehen wird.

Geografie

La Dornac liegt etwa 52 Kilometer ostsüdöstlich von Périgueux, etwa 24 Kilometer nordnordöstlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 73 Kilometer ostnordöstlich von Bergerac in der Région naturelle des Périgord noir, Teil des gleichnamigen, touristisch benannten Landesteils. Das Gemeindegebiet liegt im Einzugsgebiet der Dordogne. Drei kleine, zeitweise trockenfallende Fließgewässer versickern nach wenigen Kilometern in den Karst.

Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. La Dornac liegt auf der zweiten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus sehr hartem Kalkstein aus dem Jura, den das Meer durch chemische Karbonatsedimentation in dicken und massiven Schichten abgelagert hat. Das Gebiet der Gemeinde liegt auf der Causse von Terrasson, zu der einige Gemeinden südlich von Terrasson-Lavilledieu gehören. Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär, die aus dem Känozoikum stammen, sowie Sedimentgesteine aus dem Mesozoikum.

Das Relief des Gemeindegebiets weist eine Hügellandschaft auf, die nach Westen und Südwesten (Forêt de Jayac) hin stärker bewaldet ist. Die Höhe der Erhebungen nimmt hierbei nach Nordosten hin auf Höhen über zu. Der topografisch höchste Punkt mit Höhe ist wenige Meter südlich des Zentrums der Gemeinde zu finden, der tiefste Punkt mit im äußersten Westen an der Grenze zur Nachbargemeinde La Cassagne. Das Zentrum mit der Kirche liegt auf etwa Höhe.

Etwa 44 % werden landwirtschaftlich, vorwiegend heterogen genutzt, etwa 37 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, etwa 18 % entfallen auf Flächen mit Strauch- und/oder Kräutervegetation.

La Dornac wird von folgenden fünf Gemeinden umgeben:

Natürliche Risiken mini|Risikokarte zur Quellungs/Schrumpfung von Tonmineralen in Böden für La Dornac Naturrisiken manifestieren sich in La Dornac neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als Dürren Waldbrände Bodensetzungen.

Im größten Teil des Gemeindegebiets besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräte und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.

Wie die Risikokarte zeigt, ist nur ein relativ kleiner Teil des Gemeindegebiets an der Grenze zur Nachbargemeinde Les Coteaux Périgourdins von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperioden in den Jahren 2017, 2018, 2019 und 2022 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden.

Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist einer geringen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.

Etymologie und Geschichte Die erstmalige Erwähnung des Namens des Dorfes erfolgte im 11. Jahrhundert vor der Errichtung der Kirche als Villa Ladorniac. Die Aussprache wurde über Lodornac im 13. Jahrhundert, im 17. Jahrhundert auf La Dournac festgelegt. Das Wort kommt wahrscheinlich von dem Namen einer gallorömischen Person Laturnius, dem das Suffix -acum als Eignertitel angehängt wurde (somit Laturniacum, Anwesen des Laturnius).Siehe Tanet, Hordé, Seite 136

Das Dorf entstand im vierten Jahrhundert durch die Ansiedlung eines römischen Veteranen, wie Funde aus dem späten 19. Jahrhundert belegen.

Ab dem 11. Jahrhundert beherbergte das Dorf eine Präzeptorei und Kommende des Templerordens. Im Laufe der Zeit entwickelte sich La Dornac zu einer Propstei, die der Abtei in Terrasson unterstand und die es bis Mitte des 18. Jahrhunderts innehatte.

Die strategische Lage von La Dornac führte im 14. Jahrhundert zur Besetzung des Dorfes durch die Engländer. Später wurde das Dorf im 16. Jahrhundert von Plagen wie Seuchen wie der Pest und der Rebellion der Croquants heimgesucht.

Bevölkerungsentwicklung

Sehenswürdigkeiten mini|Kirchenschiff der Pfarrkirche Notre-Dame mit Seitenkapellen Die einschiffige Pfarrkirche Notre-Dame ist ursprünglich ein romanischer Bau des 12. Jahrhunderts, der jedoch nach dem Hundertjährigen Krieg (1337–1453) einen mächtigen Wehrturm über der nunmehr flachschließenden Apsis, ein gotisches Westportal mit profilierten Archivolten und zwei große Seitenkapellen erhielt. Lediglich der obere Teil der schmucklosen Westfassade mit einem dreiteiligen Glockengiebel scheint noch alter Bestand zu sein. Das Langhaus ist flachgedeckt; der Chorbereich ist gewölbt. Das Kirchenbauwerk wurde im Jahr 1949 als Monument historique eingeschrieben.

Bildung Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Grundschule (École élémentaire).

Wirtschaft Erwerbstätigkeit Im Jahre 2022 waren 214 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in La Dornac erwerbstätig, entsprechend 85,1 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse. Die Zahl der Arbeitslosen war mit 12 Personen im Jahr 2022 niedriger als im Jahr 2016 (22). Die Arbeitslosenquote fiel entsprechend von 11,1 % (2016) auf 5,5 % (2022). Insbesondere sank die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen von 33,3 % auf 10,3 %.

Branchen und Betriebe 29 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2022 in La Dornac wirtschaftlich aktiv: Branche Anzahl %Gesamt29Fertigung, Bergbau und andere Industrien310,3 %Baugewerbe724,1 %Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie620,7 %Immobilien13,4 %Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten620,7 %Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln517,2 %Andere Dienstleistungen13,4 %

Landwirtschaft Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Kombinationen von Samenfressern (Schweine und Geflügel). Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 23 bei der Landwirtschaftszählung von 1988, auf 18 im Jahr 2000, auf 13 im Jahr 2010 und auf 10 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 65,7 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verkleinerte sich von 548 Hektar im Jahre 1988 auf 235 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb sank hingegen leicht von 23,8 Hektar auf 23,5 Hektar.

Verkehr La Dornac liegt fernab von größeren Verkehrsachsen. Lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und den Nachbargemeinden.

Literatur

Weblinks

La Dornac, Kirche – Luftbild, Foto + Kurzinfos (französisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Nouvelle-Aquitaine Kategorie:Ersterwähnung im 11. Jahrhundert