Sabine Dehnel (* 1971 in Ludwigshafen am Rhein) ist eine deutsche Konzept- und Multimedial-Künstlerin, die Malerei mit inszenierter Fotografie sowie Abstraktion mit Gegenständlichkeit verbindet. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Leben Nach einem Aufenthalt in Amsterdam 1992/93 begann sie ihr Studium der bildenden Kunst und der Philosophie an der Akademie für Bildende Künste der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Nach ihrem Diplom 1999 war sie bis 2000 Meisterschülerin und ging anschließend über das MFA-Programm an das Otis College of Art and Design nach Los Angeles.

Werk und Stil Sabine Dehnel verbindet in ihren neusten Werken die Medien-Malerei, Fotografie und Installation. Die Hybridität der Arbeiten wird durch einen Übergang von einem Medium ins nächste erzeugt, meist von der Fotografie „über die Malerei zu einer temporären Installation und endet schließlich in einem C-Print“. Sabine Dehnel. Reframing. Katalog zur Ausstellung Sabine Dehnel. Mona. Hatje Cantz Verlag Ostfildern 2013. Mittels dieser medienübergreifenden Technik wird dem Betrachter zunächst nicht deutlich, ob es sich um eine Fotografie oder Malerei handelt. In der Serie Mona (2010) bemalte Dehnel die Haut ihrer Modelle, produzierte die Kleidung in Handarbeit und fotografierte anschließend das Dekolleté, das mit einem Amulett geschmückt war. Das Amulett, versehen mit Schwarz-Weiß-Fotografien bedeutender Frauen, setzt die Ikonen in eine Beziehung mit der unbekannten Trägerin des Schmucks. Bereits in ihren vorherigen Arbeiten malte und fotografierte Dehnel nur Ausschnitte ihrer meist weiblichen Protagonisten.

Ausgewählte Einzelausstellungen 2015 „STAY“, e.artis contemporary, Chemnitz 2014 „Reframing – Übermalen eines Moments“, Galerie Robert Drees, Hannover 2013 „Mona“, Museum Wiesbaden 2013 „Drop the thought“, LSD Galerie, Berlin 2012 „Skirts“, mit Heidi Lender, Richard Levy Gallery, Albuquerque, USA 2011 „Die Dinge des Lebens“, Morgen Contemporary, Berlin 2010 „playground“, Martin Asbaek Gallery, Kopenhagen, Dänemark 2009 „Solo Project“, 2x2projects, Pulse Miami, USA 2009 „Solo Project“, 2x2projects, Art Amsterdam, Niederlande 2009 „Portraits“, Galerie Esther Woerdehoff, Paris, Frankreich 2008 „Solo Project“, MasArt Galerie, Photo Miami, USA 2008 „Playground“, MasArt Galerie, Barcelona, Spanien (Katalog) 2008 „ailleurs“, Galerie Esther Woerdehoff, Paris, Frankreich 2007 „undercover“, 2x2 Projects, Amsterdam, Niederlande 2007 „eslewhere“, Richard Levy Gallery, Albuquerque, USA 2007 „anderswo“, Galerie Filipp Rosbach, Leipzig 2007 „make up“, Martin Asbaek Projects, Kopenhagen, Dänemark 2007 „Jede Ähnlichkeit ist frei erfunden“, Columbus Art Foundation, Ravensburg (Katalog) 2006 „Relocated #1“, Galerie Filipp Rosbach, Leipzig 2006 „In Between“, Rebecca Ibel Gallery, Columbus, Ohio, USA 2006 „Ganze Tage in den Bäumen“, Kunstverein Ludwigshafen (Katalog) 2006 „Inzwischen“, Kunstverein Münsterland, Coesfeld & Kunsthaus Wiesbaden (Katalog) 2005 „Camouflage“, Carl Berg Gallery, Los Angeles, USA 2005 „Ohne Begleitung“, Galerie Schuster, Frankfurt 2004 „No Holidays“, Galerie Asbaek, Kopenhagen, Dänemark 2004 „Gesten der Erinnerung“ (mit Andrea Esswein), Fruchthalle Kaiserslautern (Katalog) 2004 Rebecca Ibel Gallery, Columbus, Ohio, USA 2003 „Malverwandtschaften“, (mit Nicola Stäglich) Nassauischer Kunstverein, Wiesbaden (Katalog) 2003 „Summertime“, Künstlerhaus Schloß Balmoral, Bad Ems 2003 „Spaziergang“, Galerie Schuster und Scheuermann, Berlin

Publikationen Sabine Dehnel (2013). Reframing. Katalog zur Ausstellung Sabine Dehnel – Mona. Mit Beiträgen von Constanze Musterer, Peter Forster und Heinz Stahlhut, Museum Wiesbaden. Ostfildern: Hatje Cantz.

Weblinks www.sabinedehnel.de Arbeiten von Sabine Dehnel bei e.artis

Einzelnachweise

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