Borchshöhe war bis 1908 eine Gemeinde im Kreis Blumenthal der preußischen Provinz Hannover. Das ehemalige Gemeindegebiet gehört heute zu Bremen und liegt im Stadtteil Vegesack des Stadtbezirks Bremen-Nord.
Geographie Die 25 Hektar große Gemeinde Borchshöhe war ein Reihendorf nordöstlich von Aumund an der heutigen Borchshöher Straße am südlichen Rand der Bremer Schweiz. Da die heutigen Ortsteilgrenzen nicht mehr den alten Gemeindegrenzen folgen, gehört das ehemalige Gemeindegebiet westlich der Borchshöher Straße heute zum Ortsteil Aumund-Hammersbeck und östlich der Borchshöher Straße zum Ortsteil Schönebeck.Geoportal Bremen mit Ortsteils- und Gemarkungsgrenzen
Geschichte Das Gebiet von Borchshöhe gehörte ursprünglich dem Gut Schönebeck, das 1832 damit begann, das Gebiet in Hufe aufzuteilen und zu verpachten. Das Dorf Borchshöhe wurde 1833 gegründet.Landesamt für Denkmalpflege Bremen, Informationen zum Brinksitzerhaus Sein Name bezog sich auf Friedrich von der Borch, der 1682 das Gut Schönebeck erworben hatte und dort ansässig wurde.wiki.genealogy.net: Bremen-Vegesack Bis 1848 waren 21 Häuser entstanden, in denen größtenteils Brinksitzer lebten. Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts siedelten sich auch Ziegeleien und Baumverarbeitungsfabriken an.
Borchshöhe gehörte zunächst zum Gericht Lesum-Schönebeck, dann ab 1852 zum Amt Lesum und ab 1859 zum Amt Blumenthal.Verordnung, die Bildung der Amtsgerichte und untern Verwaltungsbehörden betr., vom 7. August 1852Verordnung, die Bezirke der unteren Verwaltungsbehörden betr., vom 27. März 1859, Nr. 86 1867 fiel die Gemeinde Borchshöhe mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte sie zum Kreis Blumenthal.
Am 1. April 1910 wurde Borchshöhe in die Gemeinde Aumund eingegliedert, die seit 1932 zum Landkreis Osterholz gehörte.Amtsblatt der Regierung Stade 1910, S. 55 Aumund wiederum wechselte am 1. November 1939 von Preußen in das Land Bremen und wurde in die Stadt Bremen eingemeindet.Vierte Verordnung über den Neuaufbau des Reichs vom 28. September 1939
Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Quelle 1845 130 1871 106 Volkszählung 1871 1885 137 Volkszählung 1885 1895 197 Volkszählung 1895 1905 248 Volkszählung 1905
Kulturdenkmale
Das Brinksitzerhaus Borchshöher Straße 64 gehörte zu den ersten Wohnhäusern des Dorfs und ist heute das letzte gut erhaltene Exemplar der Erstbebauung. Es steht unter Denkmalschutz.
Gegenwart
An die ehemalige Gemeinde erinnern heute noch die Borchshöher Straße sowie die Grundschule Borchshöhe und die Oberschule Borchshöhe.
Weblinks Messtischblatt 2817 mit Borchshöhe nordöstlich von Aumund (Stand 1925)
Einzelnachweise
Kategorie:Vegesack Kategorie:Ort in Bremen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Bremen) Kategorie:Gemeindeauflösung 1910