Diese Liste der „Art of Fiction“-Interviews des Paris Review verzeichnet die Interviews mit zeitgenössischen Autoren – etablierten Künstlern wie „Newcomern“ des Literaturbetriebs –, die die amerikanische Literaturzeitschrift The Paris Review seit ihrer Gründung im Frühjahr 1953 in jeder Ausgabe veröffentlichte.
Die Serie begann mit Interviews zur erzählenden Literatur (The Art of Fiction), erster Interviewpartner war der Romancier E. M. Forster. Zwischen 1953 und 2018 wurden in dieser Rubrik insgesamt 247 Autorinnen und Autoren interviewt. (Stand: Herbst 2018)
1959 wurde mit T. S. Eliot erstmals ein Lyriker interviewt. In der damit etablierten neuen Reihe The Art of Poetry (Die Kunst der Lyrik) wurden bis 2018 102 Interviews veröffentlicht. 1965 begann mit dem Interview Lillian Hellmans die Reihe The Art of Theater (Die Kunst des Dramas), weitergeführt mit 17 Interviews. (Stand: Herbst 2018)
Gelegentlich wurden zusätzlich andere Kategorien geöffnet, die sporadisch weitergeführt wurden: 1969: The Art of the Essay (Die Kunst des Essays); 1983: The Art of Publishing (Die Kunst des Verlegens); 1984: The Art of Translation (Die Kunst des Übersetzens); 1985: The Art of Biography (Die Kunst der Biografie); 1991: The Art of Criticism (Die Kunst der Kritik); 1994: The Art of Editing (Die Kunst der Redaktion); 1995: The Art of Humor (Die Kunst des Humors); 1996: The Art of Screenwriting (Die Kunst des Drehbuchs); 1997: The Art of the Musical (Die Kunst des Musicals); 1999: The Art of the Diary (Die Kunst des Tagebuchs); 2000: The Art of Journalism (Die Kunst des Journalismus); 2006: The Art of Nonfiction (Die Kunst des Sachbuchs); 2009: The Art of Memoir (Die Kunst der Memoiren); 2010: The Art of Comics (Die Kunst des Comics); 2018: The Art of Documentary (Die Kunst der Dokumentation).
Eine Ausnahme war die Wiedergabe von ebenfalls mit den „Interviews“ archivierten theoretischen Texten John Steinbecks in den Ausgaben 48/1969 und 63/1975, die Eigen-Darstellung seiner poetologischen Positionen ist nicht Ergebnis eines Interviews, sondern eine redaktionelle Zusammenstellung aus verschiedenen, teilweise postum veröffentlichten Schriften.Paris Review 48/1969, The Art of Fiction 45, und 63/1975, Continued Steinbeck ist damit einer der wenigen Autoren, die gleich in zwei Ausgaben des Magazins vertreten sind, vier weitere amerikanische Autoren wurden im Abstand von jeweils mehreren Jahrzehnten zweimal interviewt: Irwin Shaw (Ausgaben 4/1953 und 75/1979), William Styron (5/1954 und 151/1999), Norman Mailer (31/1964 und 181/2007) und Arthur Miller (38/1966 und 152/1999).
Listen der „Art of Fiction“-Interviews Anmerkung (Stand 2018) Die Nummerierung der Reihe The Art of Fiction folgt – wie jene aller anderen Interview-Kategorien dieser Liste – der Originalnummerierung der Interviews im Online-Archiv des Paris Review.Interviews im Online-Archiv des Paris Review; abgerufen am 23. Oktober 2018. Allerdings zählt dieses Archiv für die Interviews zur Kunst des Erzählens nicht konsistent fortlaufend:
Nummer 22 (Sommer 1958) ist doppelt vorhanden (Herbst-Winter 1958);Interview mit Henry Green, Sommer 1958, No. 22, Interview mit James Jones, Herbst-Winter 1958, No. 22. auf Nummer 53 (Herbst 1975) folgt 59 (Winter 1975);Interview mit J. P. Donleavy, Herbst 1975, No. 53, Interview mit Kingsley Amis, Winter 1975, No. 59. auf Nummer 73 (Frühjahr 1979) folgt 64 (Herbst 1979);Interview mit John Gardner, Frühjahr 1979, No. 73, Interview mit Jean Rhys, Herbst 1979, No. 64. auf Nummer 71 (Herbst 1982) folgt 62 (Winter 1982);Interview mit William Maxwell. Herbst 1982, No. 71, Interview mit Erskine Caldwell, Winter 1982, No. 62. dies wurde korrigiert, auf die laufende Nummer 63 (Winter 1982) folgt 74 (Frühjahr 1983).Interview mit P. L. Travers, Winter 1982, No. 63, Interview mit Heinrich Böll, Frühjahr 1983, No. 74. Die älteren Zählfehler blieben also erhalten, seit 1983 wurden die Interviews auch dieser Rubrik ohne weitere Zählfehler weitergeführt.
Im Ergebnis haben damit bis 1983 zur Art of Fiction 5 Interviews mehr stattgefunden, als das Archiv nummeriert; das Interview mit Heinrich Böll (Frühjahr 1983) war also nicht das 74., sondern das 80. der Rubrik zur Erzählkunst; entsprechend war das Interview mit Penelope Lively (Herbst 2018) nicht das 241., sondern das 247. in dieser Kategorie. Die anderen Kategorien der Interviews sind nicht betroffen.