mini|Bryan Ferry (2011) Bryan Ferry, CBE (* 26. September 1945 in Washington, England) ist ein britischer Sänger und Songschreiber. Bekannt wurde er in den 1970er Jahren als Gründungsmitglied und Sänger der Band Roxy Music und für seinen vibratolastigen Gesang.
Zudem galt er durch Kleidung und Auftreten als eine einflussreiche Stilikone dieser Zeit. Als Solokünstler gelangen ihm später noch mehrere Alben- und Single-Erfolge (darunter Slave to Love, 1985).
Leben mini|Bryan Ferry (1973) mini|Bryan Ferry (2007) Der Sohn eines BergarbeitersBryan Ferry „Es wäre toll, wenn ich ewig leben könnte“, Welt vom 14. September 2015 studierte Kunst an der Newcastle University. Bereits während dieser Zeit galt seine Liebe dem R&B und der Soul- sowie Popmusik (Motown), weshalb er sich mit der Band „Gas Board“ zusammentat. Nach Tätigkeiten als Kraftfahrer und Restaurator arbeitete Bryan Ferry als Kunstlehrer an einer Mädchenschule in London, verfolgte dabei aber immer eine Musikerkarriere. Er gründete 1971 mit Freunden und Bekannten (unter anderem Brian Eno) die Gruppe Roxy Music.
Ab 1973 strebte Ferry parallel auch eine Solokarriere an und spezialisierte sich anfangs auf Coverversionen bekannter Lieder. Er griff dabei gerne Evergreens aus den 1930er Jahren auf und verlieh den Stücken seine eigene psychologische oder sozialkritische Komponente (The ‘In’ Crowd, You Are My Sunshine). Zunehmend kam er in den Ruf eines eleganten Rock-Rebellen. Vor allem seine ersten beiden Alben These Foolish Things und Another Time, Another Place enthielten fast ausschließlich Coverversionen bekannter Stücke wie Sympathy for the Devil (The Rolling Stones) oder Smoke Gets in Your Eyes. Die Coverversion des Bob-Dylan-Klassikers A Hard Rain’s A-Gonna Fall bescherte ihm seinen ersten Hit als Solist. Erst nach der vorübergehenden Trennung von Roxy Music präsentierte Ferry mit In Your Mind sein erstes Album mit ausschließlich eigenen Kompositionen. Das Musikmagazin Sounds lobte die „vitale, aufregende und explosive Mischung“ aus hartem Rock ’n’ Roll sowie Soul- und Rhythm-and-Blues-Anklängen. Bryan Ferry wurde von der Fachpresse von da an auch als Solist wahrgenommen. Auf der LP The Bride Stripped Bare mischte er hingegen wieder Coverversionen von zum Beispiel The Velvet Underground (What Goes On) oder Sam & Dave (Hold On I’m Coming) mit eigenen Songs. 1978 fanden Roxy Music wieder zusammen und erzielten bis 1982 neue Erfolge.
Nach der Auflösung von Roxy Music im Jahre 1983 veröffentlichte Ferry 1985 mit der LP Boys and Girls (UK Platz 1, DE Platz 9), einem perfekten und filigran ausgearbeiteten Pop-Album, seine bis dahin erfolgreichste Arbeit als Solokünstler. Das Album enthielt zudem die Hits Slave to Love und Don’t Stop the Dance. Diesen Erfolg konnte Ferry 1987 mit dem Album Bête Noire (UK Platz 9) und der Single The Right Stuff annähernd wiederholen. Das Angebot, den später durch Simple Minds bekannten Song Don’t You (Forget About Me) zu singen, lehnte er ab. Nach einer ausgedehnten Tournee 1988/89 verschwand Ferry für fünf Jahre aus der Öffentlichkeit. Erst im Frühjahr 1993 meldete er sich mit dem Album Taxi zurück, auf dem er erneut Coverversionen bekannter Songs wie I Put a Spell on You von Screamin’ Jay Hawkins bot. Die Fachpresse zeigte sich darüber enttäuscht. 1999 interpretierte er Titel der Swing-Ära mit Musikern des Pasadena Roof Orchestra. Für die Fernsehserie Babylon Berlin wurden einige Titel neu aufgenommen.
Bryan Ferry war 2006 das Gesicht einer Modekampagne für das britische Modehaus Marks & Spencer.Viviano:
Privates Von 1975 bis 1977 war Ferry mit dem Model Jerry Hall liiert und verlobt. Hall ist das Covergirl auf dem Album Siren von Roxy Music. Sie lernten sich während der Fotoaufnahmen kennen. Auch im für Ferrys dritte Solo-Platte, benannt nach dem Titelstück Let’s Stick Together, gedrehten Videoclip ist Hall zu sehen. Die Trennung von Hall, die ihn wegen des Rolling-Stones-Frontmanns Mick Jagger verließ,Vgl. auch Marc Spitz: Mick Jagger. Rebell und Rockstar. (Originaltitel: Jagger. Rebel, Rock Star, Rambler, Rogue, 2011) Aus dem Englischen von Sonja Kerkhoffs. Edel Germany, Hamburg 2012, ISBN 978-3-8419-0122-4, S. 238–240. verarbeitete er unter anderem in seinem Soloalbum The Bride Stripped Bare. Bryan Ferry war ab 1982 mit Lucy Helmore verheiratet, mit der er vier Söhne hat. Im Jahre 2003 wurde das Paar geschieden.
Während der Tournee 2001 lernte Bryan Ferry die fünfundzwanzigjährige Tänzerin Katie Turner kennen, von der er sich aber 2008 trennte, da sie Kinder wollte, er aber nicht. Am 4. Januar 2012 heiratete Ferry die Britin Amanda Sheppard, mit der er seit 2009 zusammen war. Amanda ist 36 Jahre jünger als er und stammt aus dem Freundeskreis seiner Söhne. Die Ehe wurde im Frühjahr 2014 wieder geschieden.
Im Jahr 2000 entkam Ferry nur knapp einer Flugzeugkatastrophe in Kenia. Ein Mann hatte das Flugzeug in seine Gewalt gebracht, konnte aber beim Sturzflug noch überwältigt werden.
Am 11. Juni 2011 wurde er von Königin Elisabeth II. mit dem Titel Commander of the British Empire ausgezeichnet.
Diskografie
Studioalben
Livealben
Weitere Livealben 2013: Live in Lyon (CD + DVD) 2016: Live 2015
Kompilationen
Weitere Kompilationen 1986: Street Life – 20 Great Hits (Bryan Ferry und Roxy Music – mit 6 Solosongs von Ferry) (UK: ) 1988: The Ultimate Collection with Roxy Music (Bryan Ferry und Roxy Music) (UK: ) 1995: The Best of Bryan Ferry + Roxy Music (Bryan Ferry und Roxy Music) 1997: Tokyo Joe – The Best of Bryan Ferry & Roxy Music (Bryan Ferry und Roxy Music) 1998: The Greatest 2004: The Collection
Remixalben 2011: Olympia Remixes 2016: Avonmore
EPs
Weitere EPs 2022: Love Letters
Singles
Weitere Singles 1978: Carrickfergus 1978: Hold On (I’m Coming) 1986: Help Me 1987: Seven Deadly Sins 1994: Live Glasgow 1988 1994: N.Y.C. 1994: Don’t Want to Know 2000: Crazy Love 2002: It’s All Over Now, Baby Blue 2002: One Way Love 2002: A Fool for Love 2002: Nobody Loves Me 2002: Frantic 2007: Simple Twist of Fate 2007: The Times They Are A-Changin’ 2010: You Can Dance 2010: Shameless 2011: Alphaville 2011: BF Bass (Ode to Olympia) 2014: Johnny and Mary (Todd Terje feat. Bryan Ferry)
Videoalben 1989: New Town 1996: Video Collection (Bryan Ferry und Roxy Music) 2001: Live in Paris 2007: Dylanesque Live – The London Sessions 2008: The Bête Noire Tour
Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte
1985: für das Album Boys and Girls 1994: für das Album The Ultimate Collection with Roxy Music
1985: für das Album Boys and Girls 1995: für das Album The Best of Bryan Ferry + Roxy Music 2000: für das Album As Time Goes By 2021: für die Single Slave to Love
2024: für die Single Slave to Love
Platin-Schallplatte
2006: für das Album As Time Goes By
1997: für die Single Tokyo Joe
1986: für das Album Street Life – 20 Great Hits2× Platin-Schallplatte
1994: für das Album The Ultimate Collection with Roxy Music
1989: für das Album The Ultimate Collection with Roxy Music
3× Platin-Schallplatte
2000: für das Album Slave to Love – The Best of the Ballads
Filmografie 1980: Petit déjeuner compris 2005: Breakfast on Pluto 2017: Babylon Berlin (Cameo-Auftritt als Varieté-Sänger)
Weblinks
Offizielle Website (englisch) Roxyrama - The Bryan Ferry and Roxy Music Archive (englisch)
Quellen
Kategorie:Rocksänger Kategorie:Songwriter Kategorie:Commander des Order of the British Empire Kategorie:Roxy Music Kategorie:Musiker (London) Kategorie:Brite Kategorie:Geboren 1945 Kategorie:Mann