Philipp Hauß (* 1980 in Münster) ist ein deutscher Schauspieler und Regisseur. Er gehört seit 2002 dem Ensemble des Wiener Burgtheaters an.
Leben Hauß studierte von 1998 bis 2002 Schauspiel am Max Reinhardt Seminar in WienPhilipp Hauß bei der Agentur Schneider, abgerufen am 25. August 2022 und war bereits während seines Studiums Regieassistent bei Christoph Schlingensief. Seit 2002 ist er Ensemblemitglied am Burgtheater und arbeitete u. a. mit den Regisseuren Luc Bondy, Andrea Breth, Alvis Hermanis, Stephan Kimmig, Roland Schimmelpfennig, Peter Stein, Nicolas Stemann und Peter Zadek. Er gastierte auch am Bayerischen Staatsschauspiel in München, am Berliner Maxim Gorki Theater und bei den Salzburger Festspielen. Mehrfach wurden Inszenierungen, in denen er mitwirkte, zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Als langjähriges Ensemblemitglied ist Hauß Ensemblesprecher am Burgtheater.
Seit 2006 arbeitet Philipp Hauß auch als Regisseur. Mit Studenten des Max Reinhardt Seminars erarbeitete er Bambiland von Elfriede Jelinek, im Kasino am Schwarzenbergplatz des Burgtheaters inszenierte er Die Legenden von Afrika 2 fishes, in der Garage X Theater Petersplatz Überleben eines Handlungsreisenden – eine Beratung und Das Opfer. Seine erste Regiearbeit am Landestheater Niederösterreich in der Spielzeit 2012/13, Mamma Medea von Tom Lanoye, wurde für einen Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie Beste Bundesländer-Aufführung nominiert.
Hauß ist außerdem kulturwissenschaftlich tätig und schreibt u. a. für die Theater der Zeit. Er studierte Philosophie und Kulturwissenschaften an der Universität Wien und promoviert bei Claus Pias über eine Medien- und Kulturgeschichte der Wellness-Bewegung.
Film & TV (Auswahl) 2008: Der Alte – Folge 327: Die Nacht kommt schneller als du denkst 2012: Mord mit Aussicht – Das nennt man Camping ... 2012: Mord mit Aussicht – Ein krummer Hund 2013: Polizeiruf 110 – Zwischen den Welten 2016: Lou Andreas-Salomé, Regie: Cordula Kablitz-Post 2019: Weitermachen Sanssouci, Regie: Max Linz 2019: Der beste Papa der Welt 2021: Monte Verità – Der Rausch der Freiheit 2022: Wir sind dann wohl die Angehörigen 2022: Vienna Blood – Der Schattengott (Fernsehreihe) 2023: SOKO Donau (Fernsehserie, Folge Höllensturz) 2025: Dann passiert das Leben 2025: Weihnachten im Olymp
Theater (Auswahl) 2003: Don Carlos, Infant von Spanien, Rolle: Don Carlos, Regie: Andrea Breth 2007: Die Rosenkriege, Rollen: Heinrich VI. / Ratsherr / Straßenkehrer, Regie: Stephan Kimmig 2015: Rein Gold, Regie: Nicolas Stemann 2015: Reisende auf einem Bein, Rolle: Franz, Regie: Katie Mitchell 2016: Torquato Tasso, Rolle: Torquato Tasso, Regie: Martin Labarenz 2017: Antigone, Rolle: Bote, Regie: Jette Steckel 2017: Radetzkymarsch, Rolle: Carl Joseph von Trotta, Regie: Johan Simons 2018: Kampf des Negers und der Hunde, Rolle: Horn, Regie Miloš Lolić
Regie (Auswahl) 2011: Überleben eines Handlungsreisenden, Garage X Theater Petersplatz 2012: Das Opfer, Garage X Theater Petersplatz 2013: Mamma Medea, Landestheater Niederösterreich 2015: Überleben eines Handlungsreisenden, Hörspiel, WDR
Auszeichnungen Vontobel-Preis – für Bambiland 2. Preis der International Theatre School Week Warschau 2007 – für Bambiland Nestroy-Preis für die Beste Nebenrolle – für Antigone Nestroy-Preis-Nominierungen – für Mamma Medea
Weblinks
Burgtheater, Vita Landestheater Niederösterreich, Kurzbiographie Agentur Schneider, Vita
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Burgschauspieler Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1980 Kategorie:Mann