Eduard Gützloe (* 16. Juni 1814 in Nordkirchen; † 1. Februar 1878 in Wesel)Bei Haunfelder sind Geburts- und Sterbeort mit einem ? versehen. Gemäß dem Corpsregister der Guestphalia zu Bonn lebte Gützloe zuletzt als Rechtsanwalt und Notar in Essen. Er erhielt die Charakterisierung als Geheimer Justizrat. Sein Sterbedatum ist dort mit dem 17. Juli 1890 angegeben. war ein deutscher Jurist und Abgeordneter.
Leben Eduard Gützloe studierte unter anderem an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Rechtswissenschaft und Kameralwissenschaft. 1832 wurde er Mitglied des Corps Guestphalia Bonn.Kösener Korpslisten 1910, 21/137; Martin Dossmann: Ein Bonner Corps in der Zeit zwischen den Karlsbader Beschlüssen und dem Ende der Weimarer Republik. Geschichte der Guestphalia Bonn 1820–1933. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2025, ISBN 978-3-8471-1871-8, S. 91, 126, 277, 469. 1836 wurde er Auskultator und 1839 Referendar. Nachdem er Landwehroffizier geworden war, wurde er 1843 Oberlandesgerichtsassessor in Dinslaken, Wesel und Unna. In Unna wurde er zum Kreisgerichtsrat ernannt. Zuletzt war er Kreisgerichtsrat in Wesel. Von 1862 bis 1863, in der 6. und 7. Legislaturperiode, saß Gützloe für den Wahlkreis Düsseldorf 6 im Preußischen Abgeordnetenhaus. Er gehörte der Zentrumsfraktion an. Sein Corps wählte ihn zum Ehrenmitglied.
Literatur Bernd Haunfelder: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1849–1867 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 5). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5181-5, S. 115. Corpsregister der Guestphalia zu Bonn vom 18. Juli 1820 bis 15. Juli 1900, Düsseldorf, 1900, S. 24–25.
Einzelnachweise
Kategorie:Richter (deutsche Geschichte) Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1814 Kategorie:Gestorben 1878 Kategorie:Mann Kategorie:Ehrenmitglied eines Corps