Rudolf Wilckens (* 1. November 1884 in Lahr/Schwarzwald; † 5. Oktober 1936)Lebensdaten, Archivdatenbank, Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung war ein deutscher Gymnasiallehrer, Paläontologe und Geologe.

Wilckens studierte ab 1902 Chemie, Mineralogie, Botanik, Zoologie und Erdkunde in Freiburg im Breisgau, Berlin, München, Heidelberg und Greifswald. Seit 1902 gehörte er der Freiburger Burschenschaft Teutonia an.Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 543. Das Studium beendete er mit der ersten Lehramtsprüfung 1911. Er war 1908 bis 1911 am Mineralogisch-Geologischen Institut in Greifswald und wurde 1908 in Heidelberg promoviert. 1912 war er am Gymnasium in Greifswald und danach an der Bismarckschule (und am Oberlyzeum) in Hannover, wo er Oberlehrer war.

Er war seit 1909 Mitglied der Deutschen Geologischen Gesellschaft,Mitgliederverzeichnis Deutsche Geologische Gesellschaft v. März 1922 wurde im Gründungsjahr 1910 Mitglied der Geologischen VereinigungGeologische Rundschau 1, Engelmann, Leipzig 1910 und gehörte im August 1912 zu den 34 Gründungsmitgliedern der Paläontologischen Gesellschaft.Paläontologische Zeitschrift 1, Heft 1, März 1914 Außerdem war er im Vorstand der Geographischen Gesellschaft zu Hannover.

Von paläontologischer Bedeutung für die Trias ist seine Dissertation über die fossile Fauna aus der alpinen Trias von Predazzo, da diese mehrere Erstbeschreibungen von fossilen Taxa beinhaltet. Rudolf Wilckens ist u. a. (Auswahl ohne Wertigkeit) der Erstbeschreiber der Koralle Montlivaultia salomoni, der Brachiopoden Rhynchonella viezzenensis, Rhynchonella globula und Terebratula predazzensis, der Muscheln Avicula waageni und Cassianella transiens, des Cephalopoden Beyrichites discoides und des Haifisches Acrodus alpinus.

Schriften Paläontologische Untersuchung triadischer Faunen aus der Umgebung von Predazzo in Südtirol. In: Verh. d. naturhist.-med. Ver. zu Heidelberg N.F. 10, Heft 2, S. 81–231, Taf. IV-VII, Carl Winter, Heidelberg 1909 Sind die Halbrücken der Halbinsel Jasmund als Drumlins aufzufassen?, Hartmann, 1912 Beitrag zur Tektonik des mittleren Ogliotales. In: Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft, 63, 1911 mit Franz Schnass (Herausgeber): Erdkundliches Quellenbuch, Band 1,2, Osterwieck: A.W. Zickfeldt, mehrere Bände, ab 1927

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Einzelnachweise und Anmerkungen

Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert) Kategorie:Geologe (20. Jahrhundert) Kategorie:Paläontologe Kategorie:Mitglied der Paläontologischen Gesellschaft Kategorie:Geboren 1884 Kategorie:Gestorben 1936 Kategorie:Deutscher Kategorie:Mann