Nina Gned, eigentlich Anna Maria Gned,NLA HA Hann. 132 Acc. 2004/041 Nr. 1304, Findbuch der Archive in Niedersachsen, abgerufen am 13. Juli 2018 auch Nina [von] Kölla bzw. Nina Köller von Stäfa,Die zeitgenössischen Bühnenalmanache sowie Eisenberg geben Nina von Kölla fälschlich als ihren Geburtsnamen an, vgl. dazu Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Band 5. Kremayr & Scheriau, Wien 1997, ISBN 3-218-00547-7, S. 476, auch . Nach operissimo bzw. dem ÖML war das ihr kurzzeitiger Ehename. Die dort angeführte Schreibweise Köller von Stäfa beruht offenbar auf einem Missverständnis: ihr Ehemann, der Geiger Johann Kölla, stammte aus Stäfa in der Schweiz. Siehe: Jahrbücher der Stadt St. Gallen. 1833/34, S. 68 (). Neue Zeitschrift für Musik, Band 61 (1865), S. 136 (). Hermann Knispel: Das Grossherzogliche Hoftheater zu Darmstadt von 1810–1890. Zernin, Darmstadt u. Berlin 1891, S. 84 (Digitalisat). (30. September 1811 in Baden bei Wien – 15. Dezember 1874 in Hannover) war eine österreichische Kinderdarstellerin, Theaterschauspielerin und Opernsängerin (Alt).

Leben Gned, die Tochter des Schauspielerehepaares Josef und Elise Gned, betrat schon mit 10 Jahren in Pest als Kind in Peter Ritters Oper Salomonis Urteil zum ersten Mal die Bühne, sang mit 11 Jahren im Chor und spielte mit 15 Jahren muntere Liebhaberinnen und Soubretten, errang aber auch in der Oper, so z. B. als „Rosine“ im Barbier von Sevilla und „Nachbarin“ in Maurer und Schlosser, große Erfolge.

1828 kam sie als Opernsoubrette an das Karlsbader Theater und von dort als Altistin an das Landestheater in Prag, wo sie vier Jahre in hervorragender Weise tätig war. Danach war sie in Graz, wo sie im Lustspiel und der Operette Anerkennung fand, hierauf in Brünn und Zürich. 1846 ging sie an das Hoftheater nach Hannover, wo sie bis zu ihrem Tod blieb. Dort feierte sie am 15. November 1871 ihr 50-jähriges Künstlerjubiläum.

Als Schauspielerin verkörperte sie in späteren Jahren das Fach der „komischen Alten“;Carl Sontag: Vom Nachtwächter zum türkischen Kaiser! Bühnenerlebnisse aus dem Tagebuch eines Uninteressanten. 3. Auflage. Band 2. Helwing’sche Hofbuchhandlg, Hannover 1876, S. 31 f. (). als ihre beste Leistung auf diesem Gebiet wurde die „Crescenz“ im Salomon Hermann Mosenthals Volksschauspiel Der Sonnwendhof bezeichnet.

Ihre Schwester war Louise Gned, ebenfalls Opernsängerin (Sopran). Ihre Tochter Emmy Gned (1843–1921) war ebenfalls Opernsängerin und mit dem Komponisten und Dirigenten Arno Kleffel (1840–1913) verheiratet.A. R.: Arno Kleffel. In: Neue Berliner Musikzeitung, Vol. 44, Nr. 12 (20. März 1890), S. 101–103, hier S. 102 ( abgerufen über den Retrospective Index to Music Periodicals (RIPM), Subskriptionszugriff) Ihre zweite Tochter Aurora (* 1844) war ebenfalls Sängerin.

mini|hochkant=0.8|Straßenschild Gnedgasse Ihr zu Ehren ist seit 1955 im ehemals zu Mauer gehörigen Teils des 13. Wiener Stadtbezirks die Gnedgasse benannt (vormals Billrothgasse).Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Band 2. Kremayr & Scheriau, Wien 1993, ISBN 3-218-00544-2, S. 562. Vgl. .

Anmerkungen

Literatur M.: Nina Gned, Mitglied des Königlichen Theaters in Hannover. Fünfzigjähriges Künstler-Jubiläum. In: A. Entsch (Hrsg.): Deutscher Bühnen-Almanach. 37. Jahrgang. L. Lassar, Berlin 1873, S. 92–94 (). Ernst Gettke (Hrsg.): Almanach der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger. Vierter Jahrgang. Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger, Berlin 1876, S. 91 ().

Georg Fischer: Musik in Hannover. 2. Auflage. Hahn, Hannover u. Leipzig 1903, S. 117 ().

Karl-Josef Kutsch, Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. 4. Auflage. Band 3. Saur, München 2003, ISBN 3-598-11598-9, S. 1762 ().

Weblinks

Einzelnachweise

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