Lüne ist ein Ortsteil innerhalb des Stadtteils Lüne-Moorfeld der Stadt Lüneburg in Niedersachsen. Bis 1943 existierte auch eine Gemeinde Lüne, die einen deutlich größeren Umfang hatte als der heutige Ortsteil. mini|Ortsansicht von Lüne aus dem Jahre 1762 mini|Teilansicht des Klosters Lüne mini|Teilansicht des Klosters Lüne
Geographie Der eigentliche Ort Lüne besteht nur aus dem Kloster Lüne und einer kleinen Ansiedlung beiderseits des Lüner Wegs, die aus dem zugehörigen Domänenhof und Häusern von Klosteruntergebenen hervorgegangen ist. Um den Klosterkomplex ist eine neuzeitliche Bebauung mit einem Kindergarten, Schulen, Restaurants und mehreren kleinen Betrieben entstanden.Lüne bei stadtrundgang-lueneburg.de
Zur bis 1943 bestehenden Gemeinde Lüne gehörten neben dem Kloster und seiner direkten Umgebung auch noch die damals weitgehend unbebauten Flächen nördlich und östlich von Lüne bis hin zum Vorwerk Bilm und zum Forsthaus Bilmerstrauch. Übertragen auf die heutigen Grenzziehungen umfasste die Gemeinde Lüne damit den gesamten Stadtteil Lüne-Moorfeld sowie den größten Teil des Stadtteils Neu Hagen mit dem Hanseviertel, der Theodor-Körner-Kaserne, dem Flugplatz Lüneburg, dem Industriepark am Lüneburger Hafen und dem Waldgebiet östlich des Elbe-Seitenkanals.Zur Grenze zwischen der Gemeinde Lüne und der südlich angrenzenden Gemeinde Hagen siehe
Geschichte Lüne gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Lüne des Kurfürstentums Hannover und war auch Sitz dieses Amtes. Von 1811 bis 1813 gehörte Lüne zu Frankreich und dort zum Kanton Lüneburg im Departement der Elbmündung. 1814 fiel Lüne an Hannover zurück und gehörte dort wieder zum Amt Lüne. 1862 wechselte der Amtssitz in die Stadt Lüneburg und das Amt hieß seitdem Amt Lüneburg. 1867 fiel Lüne mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Lüneburg. Durch die bauliche Ausdehnung der Stadt Lüneburg nach Osten auf das Gemeindegebiet von Lüne kam es zu einem fühlbaren Bevölkerungsanstieg.
Am 1. April 1943 wurde die Gemeinde Lüne vollständig in die Stadt Lüneburg eingemeindet, was zu einer erheblichen Vergrößerung des Lüneburger Stadtgebiets in Richtung Osten führte.Ministerial-Blatt des Reichs- und Preussischen Ministeriums des Innern 1942, S. 2301
Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Quelle 1845 186 1871 417 Volkszählung 1871 1885 771 Volkszählung 1885 1895 893 Volkszählung 1895 1905 1140 Volkszählung 1905 1925 914 1933 1038 1939 5218
Baudenkmale Der Gesamtkomplex des Klosters Lüne steht unter Denkmalschutz.
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Lüneburg) Kategorie:Ort im Landkreis Lüneburg Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Lüneburg) Kategorie:Gemeindeauflösung 1943