Hermann Karl Dumrath (* 10. Dezember 1854 in Stettin; † 21. März 1922 in Marienwerder, Regierungsbezirk Westpreußen) war ein deutscher Verwaltungsbeamter und Parlamentarier.Hartwin Spenkuch (Bearb.): Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Bd. 8/II. In: Acta Borussica. Neue Folge. Hrsg. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, ISBN 3-487-11827-0, S. 516. (Online; PDF 2,19 MB).
Leben Hermann Karl Dumrath wurde geboren als Sohn des Rittergutsbesitzers und Parlamentariers Hermann Dumrath. Die Mutter war Sophie Dumrath geb. Thielecke, Nachfahrin einer Gutsbesitzerfamilie im pommerschen Buslar, Kreis Pyritz.
Er studierte Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Eberhard Karls Universität Tübingen. 1875 wurde er Mitglied des Corps Guestphalia Bonn. 1876 schloss er sich dem Corps Suevia Tübingen an. Nach Abschluss des Studiums und dem Militärdienst trat er in den preußischen Staatsdienst ein.
Als Gerichtsassessor bei der Regierung in Marienwerder wurde Dumrath 1889 zum Landrat des Kreises Strasburg in Westpreußen ernannt.Landkreis Strasburg (Westpr.), In: Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten. Hrsg. Rolf Jehke, Herdecke. Zuletzt geändert am 10. Mai 2008. 1899 wurde Dumrath im Wahlkreis Marienwerder 4 (Strasburg) in das Preußische Abgeordnetenhaus gewählt, wo er der Fraktion der Freikonservativen Partei angehörte. Als er sich als sog. Kanalrebell gegen den Bau des Mittellandkanals aussprach, wurde er noch 1899 als Landrat zur Disposition gestellt und anschließend unter Beförderung zum Regierungsrat in das Polizeipräsidium Berlin versetzt. Aufgrund dieser Beförderung schied er am 19. Mai 1890 aus dem Abgeordnetenhaus aus. Später war er Oberregierungsrat beim Berliner Polizeipräsidium und zuletzt Regierungsdirektor. Den Ruhestand verlebte er in Marienwerder.Kösener Corpslisten 1960. Eine Zusammenstellung der Mitglieder der bestehenden und der nach dem Jahre 1892 suspendierten Corps mit Angabe von Farben, Zirkel, Jahrgang, Chargen und Personalien. Hrsg. Otto Gerlach. C. L. Mettcker & Söhne Jever. Im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Kassel 1961, 10 (Corps)/570, 129/285 (lfd. Nr. dort); Martin Dossmann: Ein Bonner Corps in der Zeit zwischen den Karlsbader Beschlüssen und dem Ende der Weimarer Republik. Geschichte der Guestphalia Bonn 1820–1933. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2025, ISBN 978-3-8471-1871-8, S. 234f., 277, 356.
Der Landrat, Rittergutsbesitzer und Parlamentarier Ulrich Dumrath war ein Bruder.
Literatur Bernhard Mann: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 114.
Einzelnachweise
Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Landrat (Provinz Westpreußen) Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Person (Kwidzyn) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1854 Kategorie:Gestorben 1922 Kategorie:Mann