Carl Dulheuer (* 27. Mai 1834 in Meinerzhagen; † 26. Januar 1914 in Dortmund) war ein deutscher Richter und Abgeordneter in der preußischen Provinz Westfalen.
Leben Dulheuers Vater Carl Theodor Dulheuer, Angehöriger der Guestphalia Bonn und der Guestphalia Göttingen, war Assessor am Amtsgericht Lüdenscheid, als Carl geboren wurde. Seine Mutter war dessen Ehefrau Amalia geb. Funke.
Dulheuer begann an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Rechtswissenschaft zu studieren. Seit dem 27. Oktober 1853 war er Fuchs beim Corps Guestphalia Bonn und wurde am 24. Juli 1854 als Dulheuer II recipiert.Kösener Corpslisten 1930, 12/469; Martin Dossmann: Ein Bonner Corps in der Zeit zwischen den Karlsbader Beschlüssen und dem Ende der Weimarer Republik. Geschichte der Guestphalia Bonn 1820–1933. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2025, ISBN 978-3-8471-1871-8, S. 206. Als Inaktiver wechselte er an die Friedrichs-Universität Halle und die Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Nachdem er in Arnsberg neun Jahre Auskultator und Assessor gewesen, war, kam er als Kreisrichter nach Lüdenscheid (1865) und Dortmund (1868). Seit 1874 war er Kreisgerichtsrat und seit 1879 Landgerichtsrat Im Januar 1884 wurde er zum Landgerichtsdirektor am Landgericht Dortmund ernannt. 1911 wurde er pensioniert.
Dulheuer vertrat 1873–1879 den heimatlichen Wahlkreis Arnsberg 5 (Dortmund, Bochum) im Preußischen Abgeordnetenhaus und trat dort als Berichterstatter über den Gesetzentwurf einer Hinterlegungsordnung hervor.Bericht der XII. Kommission über den Entwurf einer Hinterlegungsordnung / Berichterstatter über die §§ 1 - 88: Dulheuer ... [Berlin], 1879 Er gehörte zur Fraktion der Deutschen Fortschrittspartei.
Sein einziger Sohn war Ministerialdirektor im Finanzministerium.
Ehrungen Charakter als Geheimer Justizrat Roter Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub(1911)Thomas Ormond: Richterwürde und Regierungstreue. Dienstrecht, politische Betätigung und Disziplinierung der Richter in Preußen, Baden und Hessen 1866–1918 (= Studien zur europäischen Rechtsgeschichte. 65). Klostermann, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-465-02633-0, S. 447, (Zugleich: Frankfurt am Main, Universität, Dissertation, 1992/1993). Königlicher Kronen-Orden (Preußen) II. Klasse mit der Zahl 50 (1905)
Literatur Bernhard Mann: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 114.
Einzelnachweise
Kategorie:Richter (Landgericht Dortmund) Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses Kategorie:Geheimer Justizrat Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1834 Kategorie:Gestorben 1914 Kategorie:Mann