mini|Seraphina Lenz Seraphina Lenz (* 1963 in MünsterReferenten bei shortcuteurope2010.eu, abgerufen am 12. März 2015) ist eine deutsche Künstlerin.
Leben Lenz wurde in Münster geboren. Die Familie wohnte auf einem Kotten im Umland Münsters.Der Spiegel: Der Zauberlehrling aus Münster, 22. April 2013Benjamin von Stuckrad-Barre: Westbam: "Techno hat Ordnung in mein Leben gebracht", Interview in Die Welt, 4. März 2015, Interview in Stadtgeflüster Münster, 2012
Ihr Vater, Otto Lenz, war Professor für Kunstpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Münster und starb in den frühen 1980er Jahren. Ihre Mutter war als Kunstlehrerin berufstätig.
Seraphina Lenz und ihre drei Geschwister, darunter die DJs Maximilian (WestBam) und Fabian Lenz (DJ Dick) wurden antiautoritär erzogen., Interview in der Sendung Hörbar Rust auf Radio Eins rbb, 4. Juni 2013
Werdegang Von 1985 bis 1986 absolvierte sie eine Ausbildung zur Modelistin an der Pariser Modehochschule École supérieure des arts et techniques de la mode (ESMOD). Im Anschluss folgte von 1987 bis 1994 ein Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Münster, wo sie Meisterschülerin bei Reiner Ruthenbeck war.
1996 bekam sie einen Lehrauftrag an der Kunstakademie Münster. Im gleichen Jahr erhielt Lenz ein Stipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen. Seit 1997 lebt und arbeitet Lenz als freischaffende Künstlerin in Berlin. Im Jahr 2000 war Lenz Gastdozentin an der Staatlichen Universität Yokohama, wo sie auch ihre erste Einzelausstellung umsetzte. Seit dem Jahr 2001 setzt sie Ausstellungen und Projekte im öffentlichen Raum um. Von 2001 bis 2005 arbeitete sie am BLK-Forschungsprojekt Kulturelle Bildung im Medienzeitalter am LISUM. Im Jahr 2008 gründete Lenz gemeinsam mit sechs weiteren Künstlern in der Berliner Brunnenstraße das Projekt oqbo – raum für bild wort ton als Projektraum für Ausstellungen, Gesprächsreihen, Lesungen und Musikaufführungen.oqbo – raum für bild wort ton bei oqbo.de, abgerufen am 5. März 2015 2010 war Lenz Teaching Artist an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und von 2011 bis 2013 Dozentin am Institut für Kunst im Kontext an der Universität der Künste Berlin.
Ein wichtiges Thema ihrer Arbeiten ist die Herstellung von Stadträumen. Ihr künstlerisches Gestaltungskonzept der Werkstatt für Veränderung thematisierte von 2003 bis 2010 die Benutzung der Berliner Parkanlage Carl-Weder-Park.Katrin Bettina Müller: Kaufmannsladen für Erinnerungen bei taz.de, abgerufen am 5. März 2015Ferda Ataman; Versuchsküche über der Autobahn bei tagesspiegel.de, abgerufen am 5. März 2015Andrea Edlinger: Filmset mit Blumenwiese bei taz.de, abgerufen am 5. März 2015 bei kubinaut.de, abgerufen am 5. März 2015 Im September 2014 initiierte sie das Kunstprojekt Glamourriese als „musikalische Revue mit Tanz, Text, Sound und Vision“.Waldbühne für den Kiez – die Werkstatt für Veränderung in Nord-Neukölln bei art-in-berlin.de, abgerufen am 12. März 2015
Einzelausstellungen und Projekte 2000: Yokohama National University Culture Hall, Yokohama, Japan 2000: Naito Gallery, Misaki, Japan 2001: Jagdfieber, Karl-Marx-Straße, Berlin (Katalog) 2002: cocooning de luxe, Städtische Galerie Bergkamen (Katalog) 2003–2010: Werkstatt für Veränderung, Carl-Weder-Park, Berlin (Katalog) 2005: fortsetzen, Arp-Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen (Katalog) 2008: tätigkeiten, Arp-Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen 2009: cut, Galerie oqbo, Berlin 2010: fehlen, Intervention an der Marzahner Promenade 2011: Ausstellung der Werkstatt für Veränderung, Galerie im Körnerpark, Berlin 2011–2014: Die Werkstatt weckt den weißen Riesen, Berlin 2012: Skizze und Salon, Galerie oqbo, Berlin 2013: Seraphina Lenz & Michael Bause, eclectic Window Gallery, Berlin 2013–2017: ANSPIEL, performatives Kunstprojekt im Rahmen der IGA-Kunst, Berlin 2015: Schnee, Galerie oqbo, Berlin 2018: Vollkomfort, Galerie im Hochhaus, Berlin 2018: Weiß, weiß ich, galerie weißer elefant, Berlin 2019: Die Marzahner Promenade spricht, Rechercheprojekt und performativer Spaziergang, Kulturamt Marzahn-Hellersdorf 2019: mots croisés, Kurt-Kurt Kunst und Kontext im Stadtlabor Moabit, Berlin 2019: der Elefant im Raum, oqbo 2019: raum für bild wort ton, Berlin 2020: ein freundlicher Kopffüßler mit hängenden Armen, Installation im Rahmen des Projekts „vor dem Abriss im Jahn-Sportpark“, kuratiert von Katharina Lüdicke 2021: woodblockprints, Gallery G2, (mit Michael Bause) Ginza, Tokio, Japan 2021: Deviantes, Audiodeskription des Vinetaplatzes, Hörstück für blinde und sehende Menschen, Podcast und Aufführung
Schriften (Auswahl) Werkstattbriefe, 1-8 Hrsg. Bezirksamt Neukölln von Berlin, Berlin 2003–2010 Werkstatt für Veränderung. Hrsg. Bezirksamt Neukölln von Berlin, 2011, Köln, Salon Verlag, ISBN 978-3-89770-382-7 Schwerbelastungskörper: Publikation zur Ausstellung „Unbequemes Denkmal – ein Kunstprojekt am Schwerbelastungskörper“. (mit Valeria Fahrenkrog und Petra Zwaka), 2014, Berlin, Universität der Künste Berlin, ISBN 978-3-89462-250-3
Weblinks
Offizielle Website seraphinalenz.de Blog der Werkstatt für Veränderung
Einzelnachweise
Kategorie:Zeitgenössischer Künstler Kategorie:Bildender Künstler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1963 Kategorie:Frau