Amandus Eberhard Rodatz (* 1. Februar 1775 in Hamburg; † 27. Dezember 1836 ebenda) war ein deutscher Organist und Komponist.
Leben In Hamburg geboren, zog Rodatz im Jahr 1778 mit seinen Eltern nach Ludwigslust. Sein Vater, der Kaufmann Rudolf Johann Jacob Rodatz († 1802), war dort Hautboist im Leib-Grenadier-Regiment des Herzogs Friedrich von Mecklenburg-Schwerin. Als der Herzog 1785 starb, wechselte er an die Hofkapelle und stieg dort unter dem Hofkapellmeister Antonio Rosetti im Jahr 1790 zum Hofmusikus auf. Rodatz widmete sich ebenfalls der Musik und ging 1785 im Alter von 10 Jahren nach Perleberg und später nach Bergedorf, wo er sein Musikstudium unter der Leitung des Organisten Albert Jacob Steinfeld vollendete.
Nach seiner Ausbildung wurde Rodatz Organist an der Hamburger Domkirche, welche jedoch 1803 säkularisiert wurde, wodurch er seine Stellung verlor. Daher betätigte er sich als Klavier-, Gitarren- und Gesangslehrer und übernahm nacheinander mehrere kleine Organistenstellen. Schließlich wurde ihm die Organistenstelle an der Hauptkirche Sankt Katharinen übertragen. Dieses Amt verwaltete Rodatz bis zu seinem Lebensende. Er erlitt 1836 während seines Orgelspiels zum Gottesdienstauszug des zweiten Weihnachtsfeiertages einen Schlaganfall und starb am nächsten Tag an dessen Folgen.
Rodatz gehörte einer Hamburger Freimaurerloge an und verfasste eine Kantate zur Trauer-LogeTrauerloge im Freimaurer-Wiki (abgerufen am 4. März 2015).. Auch seine Bearbeitung der Texte des Freimaurers Joachim Lorenz Evers und der Auseinandersetzung mit dessen Frage: „Was ist der Mensch?“ deuten auf seine Zugehörigkeit zur Freimaurerei hin. Bekannt wurde Rodatz aber vor allem für seine Arrangements für Gitarre und Klavier. Er verfasste auch verschiedene Kompositionen zu romantischen Liedern sowie Volks- und Trinkliedern.
Familie Rodatz war mit der einzigen Tochter des Kirchenbeamten an der Hauptkirche Sankt Katharinen Johann Diederich Boetefeur (1739–1823) verheiratet. Seine Tochter Marie Emilie heiratete im Jahr 1814 den Sprachlehrer an der Gelehrtenschule des Johanneums Jacob Gallois (1793–1872) in der Personensuche der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (abgerufen am 4. März 2015). und war die Mutter von Johann Gustav Gallois (1815–1872).
Werke
Der Text dieser Arie wurde lange Zeit fälschlicherweise Friedrich Schiller zugeordnet. Vgl.:
Literatur
Hier fälschlicherweise der 28. Dezember 1836 als Sterbedatum angegeben.
Einzelnachweise
Kategorie:Organist (Kirchenmusik) Kategorie:Komponist (Romantik) Kategorie:Komponist (Deutschland) Kategorie:Musikpädagoge Kategorie:Kirchenmusiker (Hamburg) Kategorie:Person des Christentums (Hamburg) Kategorie:Freimaurer (19. Jahrhundert) Kategorie:Freimaurer (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1775 Kategorie:Gestorben 1836 Kategorie:Mann